Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Wenn aus zwei Krankenhäusern eine GmbH wird
Lokales Oberhavel Wenn aus zwei Krankenhäusern eine GmbH wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 14.07.2015
Geschäftsführer von Anfang an: Detlef Troppens. Dorothea Mantei, heute Prokuristin des Mutterkonzerns und seiner Töchter, bekam damals den allerersten Arbeitsvertrag der GmbH . Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Oranienburg

„Wir sind diesen Schritt als eine der Ersten in Brandenburg gegangen. Es war der richtige. Viele haben nachgezogen“, so Detlef Troppens. 20 Jahre ist es her, dass die Kreiskrankenhäuser von Oranienburg und Hennigsdorf die Fusion verordnete bekamen, in einer GmbH zusammengeschossen wurden. Ziel des Kreises als Eigentümer: Die Bereiche besser auf einander abstimmen zu können, beide unter eine Leitung zu stellen. Das sei anfangs nicht für jeden Grund zum Jubeln gewesen, räumt Troppens ein. Da gab es Konkurrenz, Überschneidungen im Leistungsspektrum, jeweilige Refugien. Und man sei bei den Abstimmungen längst nicht am Ziel. „Aber ohne diese GmbH hätten wir nicht das erreicht, was wir erreicht haben“, ist er überzeugt.

1500 Mitarbeiter zählt die GmbH heute. Neben der „Mutter“, dem Krankenhausverbund Hennigsdorf/Oranienburg, sind „Töchter“ gegründet worden, wie 2009 die Klinik Gransee, der Rettungsdienst, das stationäre Hospiz und des Gesundheitszentrum. Der Jahresumsatz des Konzerns belief sich 2014 auf 103 Millionen Euro, „85 Prozent davon machen die Krankenhäuser. Sie bleiben das Kerngeschäft, unsere Philosophie“, so Detlef Troppens. Die Bettenauslastung liegt bei 89 Prozent.

Die Anfangsjahre der GmbH waren in Oranienburg vor allem Baujahre: Zwei Drittel der alten Gebäudesubstanz sind verschwunden, Patientenbetten stehen ausschließlich in Neubauten. Parallel dazu sind die beiden Krankenhäuser fachlich ausgebaut und spezialisiert worden. Meilensteine dabei waren die Eröffnung der Fachabteilung für Neurologie mit Schwerpunkt Multiple Sklerose 1997 in Hennigdorf. Im selben Jahr eröffnete dort die Fachabteilung für Geriatrie. 2001 erfolgte der Aufbau einer Stroke Unit. 120 Millionen Euro sind seit 1995 in die Standorte investiert worden.

Die Entwicklung des Unternehmens führt Detlef Troppens auch darauf zurück, dass der Kreis von Beginn an zwar die Grundzüge der Entwicklung festgeschrieben habe, „dabei aber große Gestaltungsräume gelassen hat.“

Der akute Fachkräftemangel betreffe das Gesundheitssystem wohl am Drastischsten, „denn die Medizinbranche erfährt extrem viel Innovation. Immer mehr an Behandlung ist möglich.“ Doch die Krankenhäuser beklagen die von der Politik verordnete Bürokratie, die überbordenden Dokumentationen, die gefordert sind und „inzwischen 20 bis 25 Prozent der Arbeitszeit“ verschlingt. Natürlich sei es auch für die Oberhavel Kliniken schwer, Schwestern, Pfleger und Ärzte zu finden, „doch noch können wir vom Zuzug, dem Wachstum der Region und gut ausgebildeter Leute profitieren. „Momentan haben wir keinen existenziellen Fachärztemangel.“

Auch die Gransee Klinik habe sich gut konsolidiert. „Mussten wir anfangs dort mit sehr vielen Honrarkräfte arbeiten, haben wir jetzt dort eine stabile Besetzung. Für uns ein kleiner Sieg“, so Troppens.

Auch künftig werde der Verbund in Bewegung bleiben. Ab 1. Januar 2016 werde zum Beispiel am Standort Hennigsdorf aufgestockt: um 20 Betten für Patienten der Psychosomatik. Hinzu kommt eine Tagesklinik mit zwölf Betten in dieser Disziplin. Zudem „wollen wir unsere Kompetenz in der Altenpflege erweitern.“ Die GmbH werde in absehbarer Zeit ein Altenheim bauen und betreiben.

Anfängliche Ängste bei den Mitarbeitern angesichts der Veränderung ab 1995 seien inzwischen gewichen. „Wir stehen gut auf den Füßen, das bringt Sicherheit.“ Auch das soll heute beim großen Mitarbeiterfest gefeiert werden.

Von Heike Bergt

Oberhavel Panne bei der Post in Oranienburg - Brief mit wichtigen Dokumenten war verschollen

Am 18. Juni wollte Rolf-Peter Büttner einen Brief mit wichtigen Dokumenten mit DHL-Express verschicken. Doch den Empfänger in Bonn erreichte er nicht. Fast drei Wochen dauerte es, bis klar war, wo er gelandet ist: Jedenfalls nicht, wie von der Post angegeben, bei einem mysteriösen Herrn Meyer.

14.07.2015
Oberhavel Herzlicher Empfang für Anlagenbauer - Firma MRA lässt sich in Mühlenbeck nieder

Das Mühlenbecker Gewerbegebiet Am Hasensprung hat kräftigen Zuwachs bekommen: Die Firma MRA mit 115 Mitarbeitern verlegte ihren Sitz dorthin. An selber Stelle eröffnete das Planungsbüro IVU eine Filiale. Beide Betriebe stammen aus Bernau.

13.07.2015

Das Jugendgremium „Jofok 23“ in Oberkrämer will es genau wissen: Was beschäftigt junge Leute in der Gemeinde? Was fehlt ihnen, was wünschen sie sich. In Vehlefanz ist am Donnerstag ein Briefkasten eingeweiht worden. Darin können die jungen Leute ihre Zettel werfen. Die Briefkästen soll es bald in allen Ortsteilen geben.

10.07.2015
Anzeige