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Wenn der Müll festfriert

Awu zur Müllentsorgung Wenn der Müll festfriert

Was Anwohner tun können, damit auch bei Eis und Schnee die Tonnen geleert werden können und wie sie die Awu-Fahrer bei ihrem Winterdienst unterstützen können.

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Rund 700 Tonnen werden pro Hausmülltour geleert.

Oranienburg. Zugefrorene Deckel oder Tonnen, die unerreichbar hinter Schneewehen stehen, sie machen den Fahrern der Awu im Winter zu schaffen. Und es gibt auch Frust auf der anderen Seite: Trotz Entleerung eine halb volle Tonne, weil der Inhalt festgefroren ist.

„Das passiert schon bei wenigen Graden unter null, wenn Abfälle wie Obstschalen oder Kaffeefilter viel Feuchtigkeit haben“, so Katharina Latzel. Der Müll sollte deshalb in gesonderten Beuteln in die Tonne geworfen werden und bei Frost vor der Abholung gelockert werden, zum Beispiel mit dem Besenstil. „Die Fahrzeuge sind Seitenlader und der Fahrer sieht nicht, ob die Tonne leer ist oder nicht“, so die Mitarbeiterin beim Awu-Kundendienst. Da jede Entleerung gezählt wird, „kann man bei einer halb vollen Tonne nur beim Landkreis eine unentgeltliche Nachleerung beantragen. Das versuchen wir dann zeitnah.“ Um dem vorzubeugen, besser den Müll lockern. „Und auch den Deckel, der festfriert. Das geht schnell und hilft uns.“

Neben den Tonnen platzierter Müll werde nicht mitgenommen. Ebenso sichtlich überladene Tonnen mit offenen Deckeln. „Das führt bei der Entleerung zu Schäden an den Tonnen und zur Verschmutzung der Fahrbahn.“ Aussteigen, um Tonnen aufzuheben oder zu leeren haben die Fahrer nicht.

Die Frage, ob es auch Gelbe-Säcke-Klau von Fremdfirmen gibt, verneint Katharina Latzel: „So heiß begehrt sind die nicht.“ Die Awu habe mal ein Fahrzeug mit Aufschrift geliehen, weil ein eigenes kaputt war. So sei vielleicht der Verdacht aufgekommen. Insgesamt funktioniere die Mülltrennung durch die Kunden gut. Lediglich in großen Wohnanlagen verleite die Anonymität dazu, Müll in die Säcke zu stopfen. „Wir kleben dann Aufkleber drauf oder die Hausmeister sortieren nach.“
Dass an den Gelben Säcken mit ursprünglich zwei Henkeln jetzt einer eingespart worden ist und die nun unhandlicher sind, konnte Katharina Latzel nicht bestätigen. „Wir haben aber ein Budget, was sie kosten dürfen. Dabei gibt es verschiedene Hersteller.“ Sie vermutet dort die Ursache.

Immer wieder kommt es auch vor, dass Sperrmüll verschwindet, bevor die Awu ihn holen kann. Gut sei das nicht, denn die Awu fährt umsonst, wenn Kühlschrank und Schrott schon weg sind und „wir wollen auch Verwertbares abholen und dann fachgerecht entsorgen.“ Die Tourenpläne würde deshalb immer wieder umgestellt.

Von Heike Bergt

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