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Oberhavel Wenn es dunkel, kalt und rutschig wird
Lokales Oberhavel Wenn es dunkel, kalt und rutschig wird
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06:36 13.10.2018
Gefährliche Lichtverhältnisse erhöhen das Unfallrisiko. Quelle: FOTO: Enrico Kugler
Oranienburg

Die Tage werden kürzer und in den Nächten sinken die Temperaturen schon mal in die Nähe des Gefrierpunktes. Deutliche Zeichen, dass der Herbst da ist. Für Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger bedeutet das, die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Sehen und gesehen werden, lautet die Devise.

Auch für die Polizei haben die sich jetzt rasch ändernden Witterungsbedingungen Konsequenzen. „Wir werden wieder den ganzen Oktober durch Beleuchtungskontrollen durchführen“, kündigt Dörte Röhrs an. Wie die Sprecherin der Polizeidirektion Nord weiter sagt, gelte die Aufmerksamkeit der Beamten dabei nicht nur Kraftfahrzeugen, sondern auch Radfahrern und Fußgängern. Fahrzeugführer hätten sich vor jedem Fahrtantritt davon zu überzeugen, dass ihr Pkw vorschriftsgemäß beleuchtet ist. Dies gelte natürlich ebenso für Fahrräder. Eltern, so Dörte Röhrs, sollten sich auch vergewissern, dass die Drahtesel ihrer Kinder, mit denen diese zur Schule unterwegs sind, den Beleuchtungsvorschriften entsprechen.

Auch am Tag mit Licht fahren

Seit vielen Jahren spricht die Polizei die Empfehlung an Kraftfahrer aus, prinzipiell – also auch am Tage – mit Licht zu fahren. Von Vorteil sei das vor allem in Alleen, wo es infolge des Baumbestandes dunkler ist als anderswo. Wer Probleme mit dem Licht seines Pkw habe, könne einen Beleuchtungstest durchführen lassen. Der ADAC und viele Werkstätten würde solche Dienstleistungen mitunter sogar kostenlos anbieten und im Bedarfsfall die Scheinwerfer richtig einstellen.

Was die Auswahl der Bekleidung im Herbst und Winter betrifft, rät die Polizei, den modischen Aspekt hinten an zu stellen. Wichtig sei, sich nicht nur mit dunklen Sachen draußen aufzuhalten. Damit andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf Passanten oder Fahrradfahrer aufmerksam werden, seien Reflektoren oder Reflexionsstreifen ausgesprochen nützlich. Diese könnten, so nicht ohnehin schon vom Hersteller berücksichtigt, leicht an Pedalen und Speichen, aber zum Beispiel auch an Schulmappen angebracht werden. Es sei inzwischen lobenswerterweise auch schon sehr verbreitet, mit Warnweste aufs Fahrrad zu steigen oder sich auch als Fußgänger  bei  Dunkelheit  eine solche, gut sichtbare Weste überzustreifen.

Zahl der Wildwechselunfälle nimmt im Herbst zu

„Fahren Sie lieber langsamer“, rät Dörte Röhrs den Kraftfahrern, die viel und oft in waldreichen Gegenden unterwegs sind. Die Zahl der Wildwechselunfälle nimmt im Herbst erfahrungsgemäß zu. Wenn Tiere rechtzeitig erkennbar sind – abbremsen, Fernlicht ausmachen, hupen! Und wenn doch plötzlich Wild auf die Straße rennt und ein rechtzeitiges und gefahrloses Bremsen nicht mehr möglich ist, sollten Kraftfahrer – wenn’s auch schwer fällt – besser auf das Tier zuhalten. Ausweichmanöver seien meist mit verheerenden Folgen verbunden. Ein Tierkörper sei immer noch weicher als ein Straßenbaum.

Ein Guckloch reicht nicht

Auf keinen Fall verkehrt ist es, immer ausreichend Scheibenwaschmittel dabei zu haben, im Winter mit Frostschutz. Bei Regen würden vorausfahrende Pkw viel Dreck aufwirbeln, der schnell die Sicht erschwert. Nasse Fahrbahnen und herabfallendes Laub machen Straßen überdies extrem rutschig. Raser merken das oft erst dann, wenn sich das Auto nicht mehr richtig dirigieren lässt. Übrigens sollte auch niemand losfahren, wenn Scheiben und Spiegel des Morgens beschlagen sind. Ein kleines Guckloch reicht nicht, um Fahrradfahrer oder Fußgänger, die sich seitlich näher, rechtzeitig zu sehen.

Und irgendwann, so die Polizeisprecherin, falle auch der erste Schnee. Gut, wer dann seinem fahrbaren Untersatz Winterreifen verordnet hat. Die Faustregel fürs Fahren von Winterreifen kennen inzwischen wohl alle Autofahrer: von O bis O – von Oktober bis Ostern.

Von Bert Wittke

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