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Oberhavel „Wenn was ist, fahren wir raus!“
Lokales Oberhavel „Wenn was ist, fahren wir raus!“
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20:55 21.05.2017
Amtswehrführer Andreas Pahlow begrüßt die fünf Neuen. Quelle: Stefan Blumberg
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Gransee

„Hurra, hurra, die Feuerwehr ist da!“ Das Feuerwehr-Blasorchester mit seiner Stimme Ralf Wöller setzte den knalligen Schlusspunkt bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr des Amtes Gransee und Gemeinden am Freitagabend. Es war ein zweistündiger Mix aus Information, Dankeschön, Anerkennung und Ehrungen. Bodo Häfner aus Altlüdersdorf erhielt die Medaille für treue Dienste in Gold, für seinen mittlerweile 50-jährigen Dienst für die Brandschützer. „Mir gefiel das schon als Bengel, deshalb bin ich in die Feuerwehr gegangen“, sagt er. Damals war er 19 Jahre alt. Machte seine Ausbildung („Die war anders als heute, nicht so aufwendig.“). Er baute selbst mit am Feuerwehrgerätehaus im Ort. „Freiwillig und ohne Geld haben zu wollen. Das würde heute gar nicht mehr gehen.“ An einen ganz spektakulären Fall hatte er nie. „Es war immer so: Wenn was ist, fahren wir raus.“

206 aktive Frauen und Männer, 91 Jugendliche

Genau diese Einstellung legen die 206 aktiven Frauen und Männer sowie 91 Jugendlichen an den Tag, wenn der Alarm geht. Im vergangenen Jahr wurden, wie Amtsbrandmeister Andreas Pahlow berichtete, die vier Löschzüge des Amtes 165-mal gerufen; zu 21 Bränden, 26 Verkehrsunfällen, 30 Sturmschäden. Elfmal musste Tragehilfe geleistet werden, um Menschen zu transportieren, einmal wurde ein Tier gerettet. Fünf Fehlalarme gab es auch. Dazu viele kleine andere Dinge.

Die Feuerwehr ist ständig dabei, sich weiterzuentwickeln, technisch mit der Zeit zu gehen. In allen vier Löschzügen sollen, so Andreas Pahlow, bis 2020 die Atemschutzgeräte ausgewechselt und demnächst eine Wärmebildkamera angeschafft werden. Bis zum Jahre 2021 werden 18 Kameraden die Fahrerlaubnis der Klasse C machen, um nicht nur auf wenige Kraftfahrer angewiesen zu sein. Ein Beitrag zur Einsatzbereitschaft.

Tageseinsatzbereitschaft gesichert

Apropos: in den vergangenen Jahren habe man in Gransee die Tageseinsatzbereitschaft so organisiert, dass immer Kameraden ausrücken können, so Amtsdirektor Frank Stege. 27 Frauen und Männer würden sich in einem Pool von Kameraden befinden, die zum Einsatz fahren könnten. Nicht immer alle, aber trotzdem eine schlagkräftige Truppe. 15 von ihnen arbeiten in der Amtsverwaltung beziehungsweise im Amtswirtschaftshof. „Wir sind viele Dinge angegangen und haben viele Dinge umgesetzt“, so Frank Stege. Er nannte Schlagworte wie Stützpunktfeuerwehren, Jugendfeuerwehr oder technische Ausrüstung. „Wir haben einiges erreicht, auch wenn wir nicht alle Wünsche erfüllen können.“ Fünf neue Kameraden wurden am Freitagabend in der Feuerwache Gransee nach 70 Stunden theoretischer und praktischer Ausbildung zur Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann befördert: Lorraine Butz (Sonnenbeg), Lucia Marlow (Dannenwalde), Andreas Much (Kraatz), Marvin Macha (Großwoltersdorf) und Kevin Rochow (Sonnenberg). Wieder ein Zuwachs. Beim Nachwuchs in Gransee musste ein Aufnahmestopp verhängt werden, weil die Kinder in der Masse gar nicht betreut werden können.

Neben den vielen Ehrungen und Beförderungen stach die Auszeichnung für den „Löschzug 5“, das Blasmusikorchester, besonders hervor. 20 Jahre spielen die Frauen und Männer jetzt schon auf, sind in ganz Brandenburg bekannt. Der musikalische Leiter Henry Ehler und Manager Rico Gesche erhielten für das gesamte Orchester eine Dankeschön-Plakette. Henry Ehler gab einen kurzen Abriss über die 20 Jahre und meinte über die Anfangszeit: „Nur gut, dass es von damals keine Tonaufnahmen gibt.“ Heute gehören die Musiker zu den seltenen und angesehenen ihrer Zunft.

Von Stefan Blumberg

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