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Oberhavel Wensickendorf bekommt Abwasserkanäle
Lokales Oberhavel Wensickendorf bekommt Abwasserkanäle
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00:30 10.01.2016
Die Hauptstraße von der Kirche in Richtung Schmachtenhagen und die Summter Chausee bilden den ersten Bauabschnitt für den Abwasserkanalbau in diesem Jahr. Quelle: Andrea Kathert
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Zehlendorf

Ein großer Brocken, den der Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) im vergangenen Jahr bewältigt hat, war die Schmutzwasserüberleitung von Zühlsdorf nach Zehlendorf. Von dort gelangt das Abwasser zum Klärwerk in Liebenwalde. Nun hängen die Ortsmitte von Zühlsdorf mit etwa 140 Anschlüssen und die Steinpfuhlsiedlung mit etwa 300 Hausanschlüssen am zentralen Abwassernetz. In der Steinpfuhlsiedlung fehlen noch vier kleine Straßen.

Beim Bau der Überleitung gab es im Sommer einen sehr unschönen Zwischenfall. In einem Waldstück, in dem die Polyethylen-Rohre für den unterirdischen Vortrieb bereitlagen, trieben Vandalen ihr Unwesen. „An 30 Stellen wurde die PE-Leitung vorsätzlich beschädigt“, erzählt Verbandsvorsteher Matthias Kunde. Mit einem sechs Millimeter Akkubohrer hatte jemand die Rohre über drei Kilometer hinweg durchlöchert. Ein immenser Schaden entstand. „Das hat uns locker vier Wochen Zeitverlust gekostet“, sagt Kunde. Und das nicht allein. Die Versicherung kommt für den Schaden nicht auf. Und die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ergebnislos ein. Trotzdem wurde die Überleitung im September in Betrieb genommen. Die Anlage ist so ausgelegt, dass die Abwässer aus Zühlsdorf und Wensickendorf darüber entsorgt werden können.

In Zühlsdorf geht es in diesem Jahr mit der Erschließung des Wohngebietes zwischen Basdorfer Straße und Bahnhofsstraße weiter. 2017 ist der Fuchswinkel dran.

Aber auch die Wensickendorfer können sich bald mit dem Thema Schmutzwasserleitungen vertraut machen. Der erste Bauabschnitt wird sich vom Ortskern auf Höhe der Kirche in südlicher Richtung in die Summter Chaussee erstrecken. Mitte 2016 beginnen die Arbeiten. Auch in den kommenden zwei Jahren wird in Wensickendorf Abwasser verlegt.

Der letzte Sommer, der zeitweise ausgesprochen trocken war, hat im Zweckverband zu einigen Überlegungen geführt. „Wir haben 100 000 Kubikmeter mehr gefördert“, meint der Verbandsvorsteher. Solche Steigerungsraten seien sehr selten. Aber sie haben auch gezeigt, dass die Grundstückseigentümer ihre Gärten immer noch viel mit Trinkwasser bewässern und offenbar zahlreiche Pools gefüllt wurden. 2016 wird der Verband deshalb auch in Kapazitätsreserven für Trinkwasser investieren, um die Spitzen abfangen zu können. Zum einen soll in Basdorf ein weiterer Brunnen in mehr als 100 Metern Tiefe gebohrt werden. Zum anderen wird das Speichervolumen für Reinwasser vergrößert, in dem weitere Kessel aufgebaut werden. All das will der NWA stemmen, ohne neue Kredite aufzunehmen. Im Wirtschaftsplan 2016 ist dies so verankert. Ob die Altanschließer-Problematik dem ganzen noch einen Strich durch die Rechnung macht, wird sich zeigen. Die Verbandsversammlung muss sich dazu positionieren.

Von Andrea Kathert

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