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Wensickendorf ist Ziel einer Einbrecherbande

Unruhe im Dorf Wensickendorf ist Ziel einer Einbrecherbande

Sie ziehen nachts durch die Straßen, wenn friedliche Bürger längst schlafen. Sie hebeln Fenster und Türen auf und verschwinden genauso schnell wie sie gekommen sind. Im Speckgürtel von Berlin passieren derartige Einbrüche in Einfamilienhäuser fast täglich. Nun ist auch der beschauliche Ortsteil Wensickendorf von einer Einbrecherbande heimgesucht worden.

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Auch der ruhige Ortsteil Wensickendorf ist von Einbrechern nicht verschont geblieben.

Quelle: Foto: Robert Roeske

Wensickendorf. Neun Mal schlugen die Einbrecher in einer einzigen Nacht zu. An neun Häusern machten sie sich zu schaffen, hebelten Türen und Fenster auf. Und das, obwohl manche Bewohner in ihren Betten schliefen. „Das hat für Unruhe im Dorf gesorgt“, sagt Ortsvorsteher Heinz Ließke. Verständlicherweise.

Dörte Röhrs, Pressesprecherin der Polizeidirektion Nord, kann aus ihren Unterlagen genau ersehen, wo und wann die Täter zugeschlagen haben. Es war die Nacht vom 27. zum 28. Juni. „Es gab Einbrüche im Ahornweg, dem Heideweg, der Summter Chaussee, in der Hauptstraße, mehrere in der Zühlsdorfer Straße und im Lindenweg.“ Die Täter hätten Räume und Sachen durchwühlt, Geldbörsen mit Kreditkarten, Handys Schmuck und Bargeld gestohlen. „In der Summter Chaussee sind die Täter von der Bewohnerin gestört worden und geflüchtet“, sagt Dörte Röhrs. Die Polizei war mit einem Diensthund vor Ort. Aber die Einbrecher waren verschwunden. In den meisten Fällen hebelten die Täter Fenster und Türen auf. In der Zühlsdorfer Straße scheiterten sie an der Terassentür und versuchten es dann über die Eingangstür. Manche Bewohner bemerkten erst am nächsten Tag Hebelspuren an ihren Häusern. Die Einbrecher richteten mehrere tausend Euro Schaden an.

„Über Whatsapp hat sich dann eine Art Bürgerwehr gebildet“, erzählt Heinz Ließke. Auch seine Handynummer war ohne sein Wissen verbreitet worden. Nur deshalb habe er davon erfahren. „Die Leute haben sich nicht verabredet oder getroffen“, so Ließke weiter, „aber einige sind am nächsten Tag Streife gefahren.“ Der Ortsvorsteher hält eine Bürgerwehr für den falschen Weg und lud deshalb die „Whatsapp-Leute“ zur Ortsbeiratssitzung ein. Dort saßen am Donnerstagabend auch Revierpolizist Frank Fiedler und Polizeioberrat Bergel, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Oberhavel. „Wir nehmen ihre Sorgen ernst“, sagte Bergel. Und obwohl solche Taten verängstigten, „ist die Lage in Wensickendorf noch entspannt.“ Revierpolizist Fiedler stellte klar: „Eine Bürgerwehr ist falsch am Platz.“ Denn, so stellten die Beamten klar: Nur die Polizei dürfe Gewalt ausüben, nicht der Bürger. Ein aufmerksamer Nachbar sei die beste Lösung, meinte Fiedler. Die Wensickendorfer sollten ein Auge darauf haben, wenn Fahrzeuge mit fremden Kennzeichen langsam die Nebenstraßen abfahren. Auch eigene Sicherheitsmaßnahmen sind hilfreich. „Wir sind auf ihre Mithilfe angewiesen“, machte Bergel klar. „Informieren sie uns jedes Mal und zeitnah.“ Statt einer Bürgerwehr sollten die Wensickendorf über eine Sicherheitspartnerschaft nachdenken.

Von Andrea Kathert

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