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Oberhavel Wer Bestandschutz hat, kann sich freuen
Lokales Oberhavel Wer Bestandschutz hat, kann sich freuen
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00:23 09.09.2015
Nur wenige feste Wohnhäuser stehen am Waldgrund. Quelle: Foto: Robert Roeske
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Wensickendorf

Ganz hoffnungslos ist die Sache für die Eigenheimbesitzer im Waldgrund nicht. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates konnte Ortsvorsteher Heinz Ließke den Wensickendorfern ein wenig Hoffnung machen, dass sie baulich an ihren Häusern etwas machen können.

Der Hintergrund ist folgender. Die Bewohner am Waldgrund, ein ausgefahrener Waldweg in der Siedlung Rahmer See, weitab vom Schuss und direkt an der Grenze zum Nachbarkreis Barnim, hatten sich im vorigen Jahr an den Ortsbeirat gewendet. Prinzipiell sollte geklärt werden, ob es Baurecht geben kann, den der Waldgrund liegt im Außenbereich. An den wenigen Wohnhäusern, errichtet in den 1960- und 1970er-Jahren hat sich einiges an Reparaturen angestaut. Die Leute wollen auch mal ein Bad oder ein Kinderzimmer anbauen, die Häuser ein bisschen modernisieren.

Bisher sind irgendwelche Anbauten oder gar Neubauten nicht zulässig. Für die Anlieger ist das recht unverständlich. Denn schließlich darf nur wenige Meter weiter in Stolzenhagen, einem Ortsteil von Wandlitz, alles Mögliche gebaut werden.

Die Stadtverwaltung hat nun baurechtliche Möglichkeiten geprüft, ob der Bau von Einfamilienhäusern zulässig ist. Die Vorlage wird im Bauausschuss am kommenden Dienstag behandelt. Die Aussage klingt eindeutig: eine Siedlungserweiterung kann die Stadt nicht empfehlen.

Doch um derart große Ziele und Neubauten geht es offen gar nicht, oder nicht mehr. Ortsvorsteher Ließke sieht eine Möglichkeit, wie den vier Betroffenen geholfen werden kann. „Eigentlich wollten wir nur für die rechte Seite des Weges abklären, ob dort Modernisierungen möglich sind “, sagte der Ortsvorsteher. Doch nun habe die Verwaltung beide Straßenseiten geprüft. In Gesprächen mit der Stadt sei eine Lösung gefunden. Jedenfalls für die Häuser, die Bestandsschutz haben. Für die Gebäude, die vor 1985 errichtet worden sind, muss der Eigentümer eine Baugenehmigung vorlegen. Oder er müsse nachweisen, dass das Haus durchgängig bewohnt war. Wer keine Baugenehmigung mehr hat, kann auch „eine Meldebescheinigung aus dem Einwohnermeldeamt, alte Fotos aus DDR-Zeiten, Grundbuchauszüge oder ein Luftbild vorlegen“, sagt Heinz Ließke. Die Eigentümer müssten sich dann mit ihrem Anliegen ans Bauordnungsamt wenden. „Und dann wird jeder Einzelfall geprüft.“ Einen pauschalen Freibrief haben die Leute im Waldgrund nicht. Im Ortsbeirat machte Ließke deutlich, dass Häuser, die nach der Wende ohne Baugenehmigung errichtet wurden, eigentlich abgerissen werden müssten. „Und neue Häuser wollen wir sowieso nicht bauen“, verkündete der Ortsvorsteher während der Sitzung. Das würde baurechtlich im Außenbereich auch gar nicht gehen.

Von Andrea Kathert

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