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Oberhavel Schlussspurt in der Sportplatzfrage
Lokales Oberhavel Schlussspurt in der Sportplatzfrage
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00:37 12.07.2015
Schlussspurt in der Sportplatzfrage. Quelle: imago sportfotodienst
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Schönfließ/Bergfelde

Nach diesen Beschlüssen werden einige sehr froh, andere dagegen sehr traurig sein, stellte Gemeindevorsteher Harald Grimm (SPD) am Montagabend fest. Die Sportplatzanlage Schönfließ Nord, mit der vorrangig die Bergfelder Fußballer eine neue Trainingsstätte auf Schönfließer Gemarkung bekommen sollen, sei ein Paradebeispiel dafür, dass es Politiker mitunter nicht allen recht machen können, so Grimm. Nach einem langen Prozedere mit vielen Zugeständnissen sei allerdings ein „Kompromisszustand erreicht, mit dem alle leben können“.

Mit insgesamt vier Beschlüssen sind am Montagabend die Weichen für die Sportplatzanlage Schönfließ-Nord endgültig gestellt worden: Die Gemeindevertreter fassten mit klarer Mehrheit den Satzungsbeschluss für den zugehörigen Bebauungsplan Nummer 8, einen Feststellungsbeschluss zum diesbezüglichen Ergänzen des Flächennutzungsplanes – und sie befürworteten einen Vertrag über Erschließungsleistungen zum Umsetzen des Vorhabens sowie zum gemeinsamen Wiederherstellen des Gutsparks in Schönfließ.

Bürgerinitiative unzufrieden

Detlef Joost von der Bürgerinitiative (BI) Sportplatz Bergfelde wies in der Einwohnerfragestunde einmal mehr darauf hin, dass die Forderungen der Anwohner nicht genug berücksichtigt worden seien. Er formulierte sogar den Vorwurf, die Kommunalpolitiker im Mühlenbecker Land hätten sich von der Stadt Hohen Neuendorf kaufen lassen, indem die Wiederherstellung des Gutsparks in Schönfließ mit bis zu 125 000 Euro mitfinanziert wird. Dagegen verwahrte sich Grimm. In jedem Verfahrensschritt und Gremium seien immer beide Seiten zu Wort gekommen. Den Kauf-Vorwurf bezeichnete er als „etwas daneben“.

Linken-Fraktionsvorsitzender Hartmut Lackmann hatte bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass der Bebauungsplan durch die Einsprüche der Kritiker „wesentliche Änderungen“ erfahren habe. So sei zum Beispiel der Abstand zur Wohnbebauung vergrößert und eine Lärmreduzierung durch einen Wall erreicht worden. Außerdem seien insgesamt 30 mögliche Standorte untersucht worden. „Wir haben ein Ergebnis vorzuliegen, bei dem alle Ansprüche gerecht abgewogen wurden und das seiner Umsetzung entgegensehen kann“, sagte Lackmann.

8,5 Millionen Euro sollen investiert werden

Auch Hohen Neuendorfer Stadtverordnete hatten mehrfach auf einen fairen Abwägungsprozess verwiesen, unter ihnen SPD-Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Josef Andrle. Nach seinen Worten hatte es 300 befürwortende und 42 negative Stellungnahmen zum Sportplatzvorhaben gegeben. Dass die Einwände nicht berücksichtigt wurden, sei einer einfachen Tatsache geschuldet: Schon im Vorfeld seien die Pläne im Interesse der Anwohner verändert worden. Beispielsweise sei eine Fahrzeugstellplatzlösung am Bahnhof geschaffen worden. Es sei bereits so viel berücksichtigt worden, dass jetzt nur noch bleibe, den Sportplatz nicht zu bauen, sagte Andrle.

Die Stadt Hohen Neundorf beabsichtigt, insgesamt 8,5 Millionen Euro in die neue Sportanlage zu investieren. Diese soll den bisherigen Standort des Fußballplatzes vom SV Grün-Weiß Bergfeld ersetzen.

Von Helge Treichel

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