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Oberhavel Wie Glambeck mit Storch Ronny Geld macht
Lokales Oberhavel Wie Glambeck mit Storch Ronny Geld macht
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11:02 06.05.2017
In ganz Deutschland bekannt: Storch Ronny. Quelle: dpa
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Glambeck

Über eine eigene Fußballmannschaft verfügt Glambeck nicht. Dazu ist der Ort im Löwenberger Land einfach zu klein. Dafür gibt es im Dorf einen kleinen Bolzplatz, wo der Nachwuchs ganz gern mal dem runden Leder nachjagt. Und wer weiß, ob es einer dieser Freizeitfußballer nicht irgendwann einmal auf die große Bühne des Bundesligafußballs schafft.

Es steht nur ein Tor auf dem Platz

Nun ist das mit der Torejagd in Glambeck allerdings so eine Sache. Die kann momentan immer nur einer Mannschaft so richtig gelingen. Warum? Ganz einfach! Weil es nur ein Tor gibt. Das andere ist irgendwann in der Vergangenheit mal abhanden gekommen. „Das Ding war noch aus DDR-Zeiten, nicht mehr sehr standfest und auch schon ziemlich verrostet“, erinnert Hilde Peltzer-Blase.

Glambecks Ortschefin Hilde Peltzer-Blase möchte mit Spendengeldern der Ronny-Berichterstattung für ein schnelles zweites Tor auf dem Bolzplatz sorgen. Gegenwärtig kann dort nur in eine Richtung gestürmt werden. Quelle: Bert Wittke

Doch die Ortsvorsteherin will keine Spielverderberin sein. Im Gegenteil! Sie hat eine Idee, wie Glambeck zu einem schnellen Tor kommt. Ronny soll den einheimischen Fußballfreunden zu neuen Höhenflügen verhelfen. Zwar wird es der berühmt-berüchtigte Storch trotz seiner beeindruckenden Schwingen wohl kaum als neuer Flügelflitzer ins Glambecker Team schaffen – zumal er ja auch noch an einem Bein verletzt ist – dafür könnte allein seine Anwesenheit dazu beitragen, dass im Ort künftig wieder mehr Tore fallen.

Auskünfte nur noch gegen eine Spende

Ronny wird in Bares umgemünzt. Hilde Peltzer-Blase und einige andere Einwohner des Ortes haben seit dem vergangenen Jahr, als Ronny in Glambeck Einzug hielt, immer wieder vor Kameras und Mikrofone treten müssen, um der versammelten Weltpresse von Ronnys Schandtaten im Dorf zu berichten. Nun, da das Langbein erneut zur Landung in Glambeck angesetzt hat, bittet die Ortschefin vor jedem Interview um eine Spende.

Dazu gibt es bei der Gemeinde Löwenberger Land unter dem Stichwort „Ronny“ ein Konto, auf dem die Gelder gesammelt werden. „Am Ende soll dabei ein zweites Fußballtor herausspringen“, sagt Hilde Peltzer-Blase. Und die Ortschefin ist sicher, dass die notwendige Summe schneller erreicht ist, als Ronny mit seiner Partnerin den Nachwuchs ausgebrütet hat.

Zwar hat sich schon der eine oder andere Reporter über die plötzliche Sprachlosigkeit der Glambecker gewundert und manchmal auch etwas geärgert, aber die Glambecker schweigen für einen guten Zweck. Spätestens nach Zusage einer kleinen finanziellen „Fußballtor-Aufbauhilfe“ wird dann wieder über Glambecks berühmtesten Sommergast geplaudert.

Wenn mehr Geld zusammenkommt...

Und wenn noch etwas mehr Geld zusammenkommt, als für das Fußballtor benötigt wird? „Dann werden wir davon eine kindgerechte Sitzecke für unseren Spielplatz kaufen“, sagt die Ortschefin. Und wer weiß. Wenn das Interesse an Ronny weiter anhält, können womöglich die Volleyballer ihr Feld mit neuem Rollrasen auslegen.

Wenn das so weitergeht, wird sich Ronny nicht nur zu einem treuen, sondern auch teuren Freund der Glambecker entwickeln.

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Von Bert Wittke

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