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Oberhavel Wie ausgebombt
Lokales Oberhavel Wie ausgebombt
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09:53 22.10.2013
Lichterloh brannte das Auto in dem Carport unter dem Haus. Quelle: Privat
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Velten

Hier sind sie vorübergehend untergekommen. Denn in ihre Wohnungen, die sich im Mietshaus an der Breiten Straße 88c befinden, können sie vorerst nicht zurück. Zu groß sind die Schäden an Balkonen, Fenstern und in den Zimmern selbst. Ein älteres Ehepaar, das in der Parterrewohnung direkt über dem Carport wohnt, in dem das Auto in Brand geraten war, ist zu den Kindern nach Marwitz gezogen.

Es passierte am vergangenen Freitagvormittag gegen 10.45 Uhr. Ingeburg Wrobel telefonierte gerade mit ihrem Schwager. Ihr Mann war mit einem Freund in den Wald gefahren, um Pilze zu sammeln. Plötzlich bemerkte sie vor dem Fenster hellen Qualm, der immer dunkler wurde. Eine Nachbarin rief auf dem Flur: "Alles raus hier!" Da brannte der im Carport unter dem Haus abgestellte Mercedes, A-Klasse, schon lichterloh. Die Halter des PKW, ebenfalls Mieter des Hauses, hatten das Auto in den Carport gefahren. Nach dem Abstellen des Motors hatte dieser zu qualmen und dann zu brennen begonnen. Feuerwehr und Polizei gehen deshalb von einem technischen Defekt aus. Die Flammen griffen rasend schnell auf die Fassade des über dem Carport liegenden Hauses über. "Wäre die Feuerwehr fünf Minuten später gekommen, wäre das ganze Haus abgebrannt", meinte ein Anwohner.

 

Um sich Zugang zu den Wohnungen zu verschaffen, hatten die Feuerwehrleute etliche Türen gewaltsam geöffnet. Durch Feuer und Löscharbeiten sind insgesamt sechs Wohnungen beschädigt worden, drei davon schwer. Zum Einsatz kamen die Feuerwehren Velten, Hennigsdorf und Leegebruch, teilte Veltens Stadtbrandmeister Mario Steffen gestern auf Anfrage der MAZ mit.

Seit 15 Jahren wohnen die meisten Mieter in dem in der zweiten Reihe liegenden Mietshaus an der Breiten Straße 88. Hier ist es ruhig, der Lärm vom Autoverkehr auf der Breiten Straße wird vom Vorderhaus geschluckt. Mit viel Liebe haben sich viele der meist älteren Mieter ihre Wohnungen als Alterswohnsitz eingerichtet.

Der Brand vom Freitag, dieses Schockerlebnis, hat die Mieter zusammengeschweißt. Betroffen sind auch Barbara Schweihofer- Ellis und ihr Mann Jack. In ihrer Wohnung, die an zwei Fenstern und der Wohnungstür Schaden genommen hat, fanden sich am Freitag nach dem Brand etliche Mieter ein. Jack Ellis holte schnell Döner, damit die Leute etwas essen konnten. Seine Frau Barbara kochte Kaffee und stellte Kekse hin. Die Schweihofers hatten Glück, ihre Wohnung im Erdgeschoss liegt etwas vom Carport, in dem das Brandauto stand, entfernt. 18Mieter mussten am Freitag ihre Wohnungen wegen des Brandes verlassen. An der Breiten Straße hatten Anwohner für sie Stühle rausgestellt, Rettungskräfte kümmerten sich um sie.

Den Gesamtschaden bezifferte die Polizei am Freitag mit "mindestens 100.000 Euro". Die wirkliche Schadenshöhe werden jetzt die Gutachter in den einzelnen beschädigten Wohnungen ermitteln. Das Unglücksauto werde gerade begutachtet, ließ Polizeisprecher Toralf Reinhardt gestern wissen.

Von Marion Bergsdorf

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