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Oberhavel Wie barrierefrei ist Hennigsdorf?
Lokales Oberhavel Wie barrierefrei ist Hennigsdorf?
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08:11 29.04.2016
Die Meinung der Hennigsdorfer war gefragt: Rita Hanke (links) hält die Stadt für ziemlich barrierefrei. Quelle: Foto: UG
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Hennigsdorf

„Wir lassen Sie nicht im Regen stehen!“, stand auf den 100 Regenschirmen, die von der Stadtverwaltung am Donnerstag beim 23. Tag mit behinderten Menschen verteilt wurden. Denn immer wieder ergossen sich Regen- und Hagelschauer auf den Postplatz, auf dem mehr als 20 Verbände, Vereine und Einrichtungen sich, und ihre Arbeit mit Menschen mit Behinderung vorstellten.

Bürgermeister Andreas Schulz begrüßte die Besucher. Quelle: Ulrike Gawande

Aber nicht nur im wörtlichen Sinne werden die Hennigsdorfer nicht im Regen stehen gelassen, sondern es wird tüchtig investiert, damit Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Rund 5000 Hennigsdorfer haben eine anerkannte Behinderung, die nicht immer sichtbar sei, erklärte Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) in seiner Eröffnungsrede. So stand der Tag unter dem Motto „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“.

Immer wieder unterbrachen Regenschauer das Programm Quelle: Ulrike Gawande

Jeder Besucher war aufgefordert, seine Meinung zur Barrierefreiheit zu äußern, und Stolperfallen in der Stadt zu benennen. Schulz stellte in Aussicht, dass der Postplatz, „das Herz der Stadt“, 2017 barrierefrei werde und, dass man auch über einen Fahrstuhl für das Stadtklubhaus diskutiere. Er wies jedoch daraufhin, dass Barrierefreiheit nicht nur für räumliche Probleme gelte, sondern auch andere Barrieren gemeint seien.

Thomas Krüger (hinten) zeigte die Schwierigkeiten, einen Rollstuhl zu bewegen. Quelle: Ulrike Gawande

Barrieren im Kopf gelte es daher noch bei vielen abzubauen, glaubt Bolko Prußok, Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe, der bedauert, dass nur so wenige Menschen den Weg auf den Postplatz gefunden haben: „Das lag nicht nur am Wetter. Die Leute haben leider wenig Interesse. Das Thema Integration ist noch nicht bei allen angekommen.“ Die Menschen würden sich eben nicht mit Themen auseinandersetzen wollen, von denen sie nicht selber betroffen seien, glaubt Prußoks Frau Monika.

Die Regenbogenschule und die Kita Schmetterling präsentierten das Bodypercussionslied „Instrument“. Quelle: Ulrike Gawande

Aber was die bauliche Barrierefreiheit der Stadt angeht, sind viele Bürger zufrieden. „In Hennigsdorf ist schon viel passiert“, lobt Rita Hanke die abgesenkten Bordsteine. Sie ist oft mit ihrer Freundin im Rollstuhl unterwegs. Luft noch oben gäbe es aber bei Hilfen für Sehbehinderte. Und die Senioren, wie Ingrid Kennecke, wünschen sich für ihren Spaziergang am Kanal Bänke zum Ausruhen. Schwer sei derzeit auch die Einkaufssituation für Behinderte, findet Thomas Krüger: „Das Einkaufszentrum fehlt. Die Läden liegen zu weit auseinander.“ Ansonsten habe die Stadt viel getan, so Krüger zufrieden.

Aber nicht die Wirtschaft: So seien viele Geschäftstüren für behinderte Menschen und Senioren mit Rollator ein Problem, hat Kerstin Helmecke beobachtet. Eine Türautomatik würde da Abhilfe schaffen.

Von Ulrike Gawande

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