Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Wie ein Lego-Roboter fahren lernt

Borgsdorf Wie ein Lego-Roboter fahren lernt

Neun Schüler der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule programmieren seit September einen Lego-Roboter. Anfang Dezember messen sie sich in Brandenburg/Havel mit anderen Tüftler-Teams. Begleitet werden sie von Mitgliedern des Vereins „Uni4Kids“, der den Kindern die Wissenschaft näherbringen will.

Voriger Artikel
Fahrerflucht nach Crash auf der L 222
Nächster Artikel
Schmiede mit kulturellem Anspruch

„Robi“ der Lego-Roboter, muss in einem kleinen Parcours knifflige Aufgaben bewältigen.

Quelle: Fotos: Robert Roeske

Borgsdorf. Ein Knopfdruck genügt schon, dann tuckert „Robi“ los. Auf einer Holzplatte im Bauernhof-Look schiebt er Tieren Futter zu oder bringt eine Melkmaschine zum Rotieren. Der kleine Roboter besteht aus hunderten Legosteinen, er hat vier Motoren und Sensoren, die auf Licht und Druck reagieren. Auf dem quietschbunten Gefährt ruhen alle Hoffnungen von neun Mädchen und Jungen der Regine-Hildebrandt-Schule. „Robi“ soll die kleinen Tüftler beim internationalen Wettbewerb „First Lego League“ nämlich zum Sieg führen.

Zweieinhalb Minuten hat der Roboter beim Regionalwettbewerb am 2. Dezember in Brandenburg/Havel Zeit, um vor den Augen der Jury verschiedene Aufgaben zu lösen. Er muss sich koordiniert bewegen und Gegenstände auf vorgegebene Felder bringen können. Seine Befehle erhält das Gefährt von einem Laptop mit einem Steuerprogramm. Pascal Nicäus kann „Robi“ per Mausklick Kurven fahren lassen, ihn beschleunigen oder dafür sorgen, dass er seine langen Arme ausfährt. „Man weiß aber beim Programmieren nie, ob es am Ende dann auch so klappt, wie man es will“, sagt der 13-Jährige. Und so dauert es manchmal viele Stunden, bis der Roboter einen winzigen Teil der Choreographie hinbekommt. Am Sonnabend arbeitete Pascal mit seinem Team in den Räumen des Borgsdorfer Kinder-und Jugendtreffs „Lücke“ weiter an den Aufgaben für den Regionalwettbewerb.

Seit Ende September treffen sie sich hier einmal in der Woche, meistens übernachten die Jugendlichen auch im Treff. Das Projekt ist eine Kooperation der Hildebrandt-Schule mit dem Borgsdorfer Verein „Uni 4 Kids“, der seit 2007 Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise für wissenschaftliche Themen begeistern will. Carsten Lübke, einer der Gründer des Vereins, gibt den Coach des Teams und begleitet die Schüler auch bei den Vorbereitungen in Borgsdorf. Normalerweise ist sein Klientel wesentlich älter, Lübke ist Professor für Biotechnologie an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin.

Der Professor ist eines von sieben Vereinsmitliedern von „Uni4Kids“, die regelmäßig eine wissenschaftliche Mitmach-Werkstatt für Kinder und Jugendliche organisieren. An dem Roboter-Wettbewerb hat Carsten Lübke mit Jugendlichen schon dreimal teilgenommen, jedes Mal belegten die Teams erste Plätze in einzelnen Disziplinen. Neben der Steuerung des Roboters kommt es der Jury unter anderem darauf an, wie gut die Teams harmonieren und mit ihren Konkurrenten umgehen. Zudem werden sich die Teams in kurzen, möglichst originellen Vorträgen einem wissenschaftlichen Thema widmen. Das Borgsdorfer Team wird das Thema Tierversuche und deren Alternativen beleuchten, ein Sketch beim Arzt inklusive.

Pascal programmiert derweil weiter an „Robi“. Er findet das Projekt spannender als klassischen Frontalunterricht in der Schule. Hier kann er sich ausprobieren, statt zuzuhören und Dinge mitzuschreiben. Später will der 13-Jährige mal Programmierer werden. Wie sein Vater Marcel. „Der arbeitet als Computerspezialist bei Vattenfall.“

Von Marco Paetzel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg