Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Wie ein Lego-Roboter fahren lernt
Lokales Oberhavel Wie ein Lego-Roboter fahren lernt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:15 21.11.2016
„Robi“ der Lego-Roboter, muss in einem kleinen Parcours knifflige Aufgaben bewältigen. Quelle: Fotos: Robert Roeske
Anzeige
Borgsdorf

Ein Knopfdruck genügt schon, dann tuckert „Robi“ los. Auf einer Holzplatte im Bauernhof-Look schiebt er Tieren Futter zu oder bringt eine Melkmaschine zum Rotieren. Der kleine Roboter besteht aus hunderten Legosteinen, er hat vier Motoren und Sensoren, die auf Licht und Druck reagieren. Auf dem quietschbunten Gefährt ruhen alle Hoffnungen von neun Mädchen und Jungen der Regine-Hildebrandt-Schule. „Robi“ soll die kleinen Tüftler beim internationalen Wettbewerb „First Lego League“ nämlich zum Sieg führen.

Zweieinhalb Minuten hat der Roboter beim Regionalwettbewerb am 2. Dezember in Brandenburg/Havel Zeit, um vor den Augen der Jury verschiedene Aufgaben zu lösen. Er muss sich koordiniert bewegen und Gegenstände auf vorgegebene Felder bringen können. Seine Befehle erhält das Gefährt von einem Laptop mit einem Steuerprogramm. Pascal Nicäus kann „Robi“ per Mausklick Kurven fahren lassen, ihn beschleunigen oder dafür sorgen, dass er seine langen Arme ausfährt. „Man weiß aber beim Programmieren nie, ob es am Ende dann auch so klappt, wie man es will“, sagt der 13-Jährige. Und so dauert es manchmal viele Stunden, bis der Roboter einen winzigen Teil der Choreographie hinbekommt. Am Sonnabend arbeitete Pascal mit seinem Team in den Räumen des Borgsdorfer Kinder-und Jugendtreffs „Lücke“ weiter an den Aufgaben für den Regionalwettbewerb.

Seit Ende September treffen sie sich hier einmal in der Woche, meistens übernachten die Jugendlichen auch im Treff. Das Projekt ist eine Kooperation der Hildebrandt-Schule mit dem Borgsdorfer Verein „Uni 4 Kids“, der seit 2007 Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise für wissenschaftliche Themen begeistern will. Carsten Lübke, einer der Gründer des Vereins, gibt den Coach des Teams und begleitet die Schüler auch bei den Vorbereitungen in Borgsdorf. Normalerweise ist sein Klientel wesentlich älter, Lübke ist Professor für Biotechnologie an der Beuth-Hochschule für Technik Berlin.

Der Professor ist eines von sieben Vereinsmitliedern von „Uni4Kids“, die regelmäßig eine wissenschaftliche Mitmach-Werkstatt für Kinder und Jugendliche organisieren. An dem Roboter-Wettbewerb hat Carsten Lübke mit Jugendlichen schon dreimal teilgenommen, jedes Mal belegten die Teams erste Plätze in einzelnen Disziplinen. Neben der Steuerung des Roboters kommt es der Jury unter anderem darauf an, wie gut die Teams harmonieren und mit ihren Konkurrenten umgehen. Zudem werden sich die Teams in kurzen, möglichst originellen Vorträgen einem wissenschaftlichen Thema widmen. Das Borgsdorfer Team wird das Thema Tierversuche und deren Alternativen beleuchten, ein Sketch beim Arzt inklusive.

Pascal programmiert derweil weiter an „Robi“. Er findet das Projekt spannender als klassischen Frontalunterricht in der Schule. Hier kann er sich ausprobieren, statt zuzuhören und Dinge mitzuschreiben. Später will der 13-Jährige mal Programmierer werden. Wie sein Vater Marcel. „Der arbeitet als Computerspezialist bei Vattenfall.“

Von Marco Paetzel

Oberhavel Großwoltersdorf/Hohenbruch - Fahrerflucht nach Crash auf der L 222

Die Polizei ermittelt wegen Fahrerflucht und unterlassener Hilfeleistung gegen einen Kleintransporterfahrer, der am Sonnabend auf der L 222 an einem Unfall beteiligt war. Beim Überholen touchierte er mit seinem Wagen einen Mercedes, dessen Fahrer gegen einen Straßenbaum prallte. In Hohenbruch stand eine Mercedes-Fahrerin nach einem Unfall unter Schock.

20.11.2016
Oberhavel Flammenmeer auf Acker in Grüneberg - Brandserie in Oberhavel reißt nicht ab

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche stand im Norden Oberhavels eine Strohmiete in Flammen, diesmal in Grüneberg. Mehrere hundert Ballen der örtlichen Agrar GmbH brannten am Samstagabend vollständig ab. Die Löschversuche der Einsatzkräfte blieben erfolglos. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

20.11.2016

Gut besucht war die zweite Auflage des „Muetzenballs“ im Oranienwerk am Sonnabend. Die Oranienburger Band „Projekt Muetzen“ beglückte ihre Fans mit Hits der letzten Jahrzehnte, Verstärkung kam von den Bands „Seelberg“ aus Hannover und „Refined“ aus Hamburg. Rund 140 Gäste kamen, teilweise mit schrägen Kopfbedeckungen.

21.11.2016
Anzeige