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19:13 01.10.2017
Annedore Weser erhielt als erste Brandenburgerin die neue Auszeichnung des Volksbundes: Die Ehrenmedaille in Gold, die Oliver Breithaupt überreichte. Quelle: Ulrike Gawande
Lehnitz

Mit „Weiße Fahnen“, einem Lied der Band Silbermond über das Schicksal eines Kindersoldaten, eröffneten Annedore und Tochter Juliane Weser am Sonnabend das 12. Benefizkonzert der „Weser Singers“ im ausverkauften Friedrich-Wolf-Kulturhaus in Lehnitz.

Es war ein emotionaler und berührender Beginn eines abwechslungsreichen Konzertes. Mutter und Tochter Weser hatten so schon beim ersten Lied Tränen in den Augen. „Manche Lieder und Texte gehen einfach unter die Haut“, so Annedore Weser, die erklärte, dass es traditionell im ersten Konzertteil sowieso etwas besinnlicher zugehen würde. „Frieden und Liebe stehen dann im Mittelpunkt“, erklärte Tochter Juliane, die mit ihrer Mutter im kommenden Jahr seit 30 Jahren auf der Bühne steht. Stets dabei auch Bruder Manuel Weser, der für die Technik zuständig ist. Ihm und Dörte Hallek, seiner einstigen Lehrerin an der damaligen Neruda-Grundschule, heute Havelschule, ist es zu verdanken, dass die Weser Singers einst geboren wurden. Damals baute Annedore Weser in der Klasse ihres Sohnes eine Singegruppe auf, die sich dann immer weiter entwickelte. Seit zwölf Jahren veranstalten die Weser Singers ihr Benefizkonzert zugunsten des 1919 gegründeten Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Drei Generationen Weser. Quelle: Ulrike Gawande

Alleine in diesem Jahr kamen bei dem Konzert über 2 500 Euro zusammen, die Annedore Weser dem Geschäftsführer des Landesverbandes der Kriegsgräberfürsorge Oliver Breithaupt überreichte. Im Gegenzug erhielt die Oranienburgerin für ihr Engagement von Breithaupt die erstmals in Brandenburg verliehene „Ehrenmedaille in Gold“. Er bezeichnete ihre Konzerte als „Plädoyer an das Leben“, mit deren Potpourri an Musik versucht werde, die große Welt etwas friedlicher zu gestalten, so Breithaupt dankbar. Erneut flossen Tränen.

Mutter und Tochter Weser im Duett. Quelle: Ulrike Gawande

Doch genau diese Herzlichkeit und familiäre Nähe zeichnet die Konzerte der Weser Singers aus. So erfuhren die Besucher auch, weshalb es eine längere Konzertpause gegeben hatte. Der Grund, Juliane Wesers vierjährige Tochter Maja, betrat die Bühne und verriet dem Publikum im Gespräch mit der Oma so manch familiäre Anekdote. So, dass sie am liebsten „Mein Tag“ von Helene Fischer singe oder „Mathilda“ von Udo Jürgens, dessen Plakate, die die Oma sammelt, natürlich nicht weggeschmissen werden dürfen, weil „Udo doch überall so schön aussieht“. Ein Schmunzeln zog sich über die Gesichter des Publikums, die an langen von Wesers eingedeckten Kaffeetafeln saßen. Gemeinsam sangen dann drei Generationen Weser die „Jahresuhr“ von Liedermacher Rolf Zuckowsky.

Musikalischer Nachwuchs aus Friedrichsthal, der Chor der Kita „Zwergenhaus“ Quelle: Ulrike Gawande

Auch anderer musikalischer Nachwuchs, der Kitachor der Fridrichsthaler Kita „Zwergenhaus“ durfte im Konzert zeigen, was es in den wöchentlichen Musikstunden bei Annedore Weser schon alles gelernt hat. „Die waren köstlich, mir sind fast die Tränen gekommen“, verriet gerührt Dörte Hallek. So sangen die Kleinen mit „Hut ab“, ein humorvolles Lied zum Thema Respekt und Toleranz, über „starke Kinder“, aber auch Kinderlieder, die das Publikum dankbar mitsang.

Volles Haus im Lehnitzer Kulturhaus. Quelle: Ulrike Gawande

Dass die Zuschauer textsicher waren, zeigten sich auch bei den Titeln von Udo Jürgens, der am Konzerttag seinen 83. Geburtstag gefeiert hätte, die von den „Weser Singers“ mit klaren und warmen Stimmen vorgetragen wurde. Die Musik des vor drei Jahren verstorbenen Entertainers ist so etwas wie das Markenzeichen von Annedore und Juliane Weser, die mit dem Duett „I know him so well“ aus dem Musical „Chess“ eine gelungene Hommage an den scheidenden Oranienburger Bürgermeister Laesicke darboten.

Von Ulrike Gawande

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