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Oberhavel Wie groß wird die Ortsmitte?
Lokales Oberhavel Wie groß wird die Ortsmitte?
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15:15 10.03.2017
Diplom-Ingenieur Siegfried Reibetanz von der Gruppe Planwerk erläutert den Geltungsbereich. Quelle: Helge Treichel
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Birkenwerder

Wie groß wird die neue Ortsmitte von Birkenwerder? Mit dieser Frage befassten sich die Mitglieder des Ortsentwicklungsausschusses am Dienstagabend. Sie gaben eine einstimmige Empfehlung für den Geltungsbereich eines städtebaulichen Ideenwettbewerbes, mit dem die„Entwicklung eines Bildungs- und Kulturcampus nebst weiteren soziokulturellen Bedarfen“ angestoßen werden soll. Es ist das am heftigsten umstrittene kommunalpolitische Thema seit Jahrzehnten – und der vierte Anlauf seit 1993.

Das Wettbewerbsgebiet beziehungsweise der Betrachtungsraum umfasst laut Verwaltungsvorschlag große Teile der Ortsmitte sowie einzelne Flurstücke im Bereich Erich-Mühsam-Straße sowie Bahngelände und hat eine Gesamtgröße von knapp 20 Hektar. Ursprünglich hatten lediglich fünf explizit aufgeführte Flächen im Fokus gestanden: das Schul- und Obermühlengelände, der Alte Krugsteig, das Rathausquartier, das Bahngelände zwischen Gleisen und Unter den Ulmen sowie die Erich-Mühsam-Straße 14.

Der Geltungsbereich im ersten Entwurf. Der Geltungsbereich soll auf Empfehlung der Kommunalpolitiker verändert werden. Quelle: Helge Treichel

„Sie brauchen aber eine zusammenhängende Fläche, ein Gesamtthema“, erklärte der mit dem Wettbewerb beauftragte Diplom-Ingenieur Siegfried Reibetanz. Denn erstens gehe es bei den Planungsideen auch „um das Vernetzen von Grün- und Freiflächen“ sowie baulich-räumliche und verkehrliche Zusammenhänge. Und zweitens müssten die eingereichten Arbeiten auch vergleichbar sein. Die Jury, die den überzeugendsten Vorschlag küren soll, müsse als Grundlage eine klare Aufgabenstellung haben. „Sie können nicht Äpfel mit Birnen vergleichen“, so Reibetanz.

Die Kommunalpolitiker hakten nach. Wozu zum Beispiel soll die Fläche rund um die Kirche in die Planungen einbezogen werden? Was denn da hingeplant werden soll, wollte Klaus-Günther Schnur (Fraktion Birke) wissen. Dass die Fläche zwar betrachtet, keinesfalls aber bebaut oder überformt werden soll, machte Siegfried Reibetanz deutlich. Warum dann nicht Birkenwerder-Ost in die Überlegungen einbezogen wird, wollte Roger Pautz (CDU) wissen. Und auch Ausschussvorsitzender Torsten Werner (SÖB) hinterfragte, warum der Bereich nicht noch weiter gefasst wurde. Die Antwort gab der im Rathaus für Stadtplanung zuständige Dandy Schliefke: „Je größer der Geltungsbereich, umso mehr leidet die Qualität.“ Denn schließlich hätten die Teilnehmer nur rund vier Wochen Zeit, ihre Pläne auszuarbeiten.

Während der Debatte im Ortsentwicklungsausschuss. Quelle: Helge Treichel

Am Ende empfahlen die Ausschussmitglieder, die Erich-Mühsam-Straße aus dem Geltungsbereich zu entlassen. Dafür wiederum wurden der Bahnhof und der komplette Kirchplatz aufgenommen. Ebenso soll die Gebietskulisse der Clara-Zetkin-Straße mit betrachtet werden. Diese reicht über die Bergfelder Straße bis zum August-Bebel-Platz, inklusive der geplanten Buswendeschleife auf dem Bahngelände. Letzteres wird nicht komplett aufgenommen, weil Eigentumsverhältnisse und die Widmung Hürden darstellen.

Schliefke hofft, dass die Ergebnisse des Wettbewerbs noch in diesem Jahr vorliegen. Vor der Ausschreibung werde es aber eine Bürgerbefragung geben, mit der die gewünschten Angebote und Nutzungen abgefragt werden sollen. Der Entwurf des Fragebogens werde in der Sitzung des Sozialausschusses am 14. März beraten (ab 18.30 Uhr im Ratssaal). Dann solle es unter anderem darum gehen, wie sich die Gemeinde auf die künftige Bevölkerungsentwicklung einstellen kann, insbesondere im Bereich Schule, Hort und Kita.

Von Helge Treichel

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