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Oberhavel Wie kauft es sich ein in der City?
Lokales Oberhavel Wie kauft es sich ein in der City?
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04:19 27.02.2018
Marina (l.) und Madeleine Thomas vermissen in der City moderne Läden für junge Leute. Quelle: Bert Wittke
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Oranienburg

Im großen Beratungsraum der Stadtbibliothek am Schlossplatz 2 sollen Donnerstagabend ab 19 Uhr die Ideen zur Belebung der City von Oranienburg nur so sprudeln. Das wünscht sich in erster Linie Geschäftsstraßenmanager Stefan Wiesjahn, der zum mittlerweile sechsten Innenstadt-Treff einlädt. Rückendeckung bekommt er von der Citygemeinschaft Oranienburg, in der sich Händler, Gewerbetreibende und Dienstleister zusammengetan haben, um das Einkaufen und die City selber attraktiver zu machen. Der heutige Abend soll ein Austausch unter all denjenigen werden, die sich für die Weiterentwicklung der Innenstadt interessieren. Das heißt, die Kunden oder Grundstücksbesitzer und Pächter sind genauso angesprochen.

Die MAZ fragte schon mal in der Bernauer Straße nach, wie Kunden mit dem Angebot zufrieden sind und wie Geschäftsleute die Rahmenbedingungen einschätzen. Die Vorstellungen waren ziemlich konträr.

Es fehlen moderne Läden oder ein kleines Einkaufscenter

„Mit fehlen hier einfach moderne Läden“, sagte beispielsweise Marina Thomas. Besonders auf dem Boulevard sind solche Läden nicht zu finden. „Da gibt es nichts, was man sich anschauen würde.“

Ihre Schwiegertochter Madeleine Thomas sagt: „Deshalb fahren eben junge Leute nach Berlin.“ Sie selbst lebt in Oranienburg und wohnt gern hier. Aber ein paar Veränderungen in der Stadt würde sie auch gut finden, obwohl sich sonst schon viel getan hat in der Innenstadt.

Schwiegermutter Marina Thomas wohnt in Wandlitz und fährt zum Einkaufen nach Bernau. „Da gibt es ein kleines Einkaufscenter, da finde ich wirklich alles. Auch einen C&A.“ So etwas würde Oranienburg auch gut tun, finden die beiden Frauen.

Außerdem sind die Geschäfte in der Oranienburger Innenstadt ab 18 Uhr geschlossen. „Die könnten vielleicht am Sonnabend etwas länger öffnen“, wünscht sich Madeleine Thomas. Denn ab 12 Uhr haben alle Läden geschlossen.

Ganz anderer Meinung ist zum Beispiel Sabine Schulze aus Oranienburg. Sie bummelt gern die Bernauer Straße entlang, ist mit dem Angebot zufrieden und holt sich am Ende gern noch ein Blumensträußchen. „Ich mag meine Stadt“, sagt Sabine Schulze. „Wenn man bedenkt, wie viel sich in den letzten 20 Jahren in der Innenstadt getan hat.“ Zum Einkaufen nach Berlin zu fahren, kommt für sie nicht in Frage.

Der Leerstand ist auch ein Problem in Oranienburgs Innenstadt. Quelle: Bert Wittke

So unterschiedlich fallen die Meinungen von Kunden aus. Mehrere Geschäftsleute sind sich in einem anderen Punkt einig: Es fehle an Sitzgelegenheiten und an Parkplätzen in der Innenstadt. Die Kunden seien bequem und würden gern ganz in der Nähe der Geschäfte parken. Eine Rolle spiele auch, dass die Kunden ihre Parkuhr im Kopf hätten und sich für den Einkauf deshalb nicht genug Zeit nehmen.

Neue Ideen mit Online-Kaufhaus und App für Treuepunkte

Stefan Wiesjahn stellt beim Innenstadt-Treff eigene Anregungen vor wie eine App für Treuepunkte. Oder: In Zeiten des Internet-Handels könnten sich auch die Oranienburger Geschäftsleute einem Projekt widmen, das Karsten Knaup vorstellt. Er hat für Potsdam „Lokador“ entwickelt, eine Art Online-Kaufhaus. Wer selbst zu wenig Zeit hat zum Einkaufen, aber trotzdem die Händler vor Ort unterstützen will, bestellt online bis zum Nachmittag und bekommt noch am selben Abend die Waren geliefert.

Wie das Projekt genau funktioniert und wie es in Potsdam angelaufen ist, wird Karsten Knaup den Oranienburgern erklären. Thema des Abends sollen auch die Rahmenbedingungen für die Händler sein. Das Parken, Tempo 30, das Einzelhandelskonzept und der Verfügungsfonds könnten zur Sprache kommen. Auch die Bepflanzung der Hochbeete in der Bernauer Straße wird angesprochen. Dafür hat sich beispielsweise eine Klasse der Mosaikschule interessiert. Auch eine tolle Idee.

Von Andrea Kathert

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