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Wie man Berührungsängste verliert

Neuer „Erste-Hilfe-Kurs“ im Oranienburger EKT Wie man Berührungsängste verliert

Nicole Oudes gibt in Berlin und Brandenburg „Erste-Hilfe-Kurse“, um den Teilnehmern ihre Ängste und Vorurteile zu nehmen. Mit viel pädagogischem Geschick erklärt sie anhand ihrer Erste-Hilfe-Puppen, worauf es ankommt, wenn man in einer Notsituation helfen muss. Mit Kunstblut und Rollenspielen lässt die Kursleiterin die Notsituationen echt erscheinen, damit sie sich einprägen.

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Quelle: Martin Lenarth frischt sein Erste-Hilfe-Wissen bei Nicole Oudes auf.

Oranienburg. Ab dem 14. Lebensjahr ist in Deutschland jeder verpflichtet Erste-Hilfe zu leisten. Wer in einer Notsituation nicht helfen kann oder auch Angst hat zu helfen, macht sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Ab dem 18. Juni finden regelmäßig Kurse zur Ersten-Hilfe im Oranienburger Eltern-Kind-Treff (EKT) statt.

Rettungssanitäterin Nicole Oudes leitet den Kurs „Nicht helfen, geht nicht!“. Die Initiatorin hatte vor ein paar Jahren ein „schreckliches Erlebnis im Türkei-Urlaub.“ Ein fremder Urlauber hatte eine Herzattacke und musste reanimiert werden, doch „niemand half“. Nicole Oudes handelte umgehend: „Die Leute standen herum und taten nichts. Das war unfassbar.“ Kurz danach kam ihr die Idee einen Erste-Hilfe-Kurs ins Leben zurufen.

Martin Lenarth, der Leiter des EKT, freut sich über das erweiterte Angebot seiner Einrichtung. Er versteht den Kurs auch als Beitrag zur Allgemeinbildung, so der Leiter des EKT. „Viele Menschen haben keine Erfahrung mit Erster-Hilfe. Das wollen wir ändern.“

Nicole Oudes will mit Vorurteilen aufräumen und den Teilnehmern „ihre Berührungsängste nehmen“. Viele glauben, dass sie etwas falsch machen, wenn sie helfen. „Aber nicht zu helfen, ist falsch.“ Wichtig sei es deshalb Notsituation durchzuspielen und mehrfach zu üben, so die 28-Jährige.

Ihre Kurse bauen immer auf die Erfahrungen und Ängste der Teilnehmer auf. Zunächst gibt es eine Vorstellungsrunde aller Teilnehmer. „Ich möchte wissen, was die Leute beschäftigt, und ob sie schon einmal Erste-Hilfe geleistet haben. Nach einem theoretische Teil geht es für die Kursteilnehmer an die Praxisübungen. Dafür hat die gebürtige Potsdamerin Erste-Hilfe-Übungspuppen. Die Baby-, Kinder- und Erwachsenenpuppen machen so alles anschaulicher: „Wir arbeiten hier auch mit Kunstblut, damit es sich für alle einprägt.

Der Kurs findet am 18. Juni, 2. Juli, 17. September, 8. Oktober und 19. November von neun bis 13 Uhr statt. Anmeldungen nimmt der EKT ab sofort an unter 03301/57 28 87. Der Kurs kostet pro Teilnehmer fünf Euro für die entstandenen Materialkosten.

Von Juliane Weser

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