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Wie viel Chemie steckt im Wasser?

Löwenberg Wie viel Chemie steckt im Wasser?

22 Wasser- und Bodenproben wurden in dieser Woche bei der Arbeitsgruppe für Umwelttoxilogie abgegeben. In Löwenberg bot der sächsische Verein seinen Service an. In zwei Wochen liegen die Ergebnisse vor.

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Heike Schölzke nahm die Proben entgegen.

Quelle: Stefan Blumberg

Löwenberg. Der Soforttest zur Bestimmung des Nitratgehaltes und des ph-Wertes musste diesmal ausfallen. Aus Zeitgründen. Sonst hätten einige derer, die gekommen waren, um ihr Wasser oder ihren Boden analysieren zu lassen, unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren müssen. 22 Damen und Herren standen am Dienstag in Löwenberg Schlange, um ihr Wasser und ihren Boden untersuchen zu lassen. „Das war sehr gut besucht“, sagte Heike Schölzke von der Arbeitsgruppe für Umwelttoxologie aus Mittweida (Sachsen). Der Verein bietet diesen Service in einigen Bundesländern für Privatleute an – gegen ein entsprechendes Entgelt.

Es geht einzig und allein um die Qualität des Wassers und des Bodens

„Die meisten Leute wollen ihr Brunnenwasser untersuchen lassen“, fasst Heike Schölzke zusammen. In seltenen Fällen soll auch das Leitungswasser genauer unter die Lupe genommen werden. So einen Wunsch gab es diesmal auch in Löwenberg. Nitrat, Nitrit, Eisen, Gesamthärte, Chlorid, Oxidierbarkeit, Kupfer, Ammonium – das sind die wesentlichen Parameter, über die die Leute Bescheid wissen wollen. Gundel Oehlmann aus Löwenberg würde gern wissen, welche Qualität ihr Wasser hat, das durch die Trinkwasserleitung strömt. „Die Leitung gibt es seit 1976. Wir waren damals froh, überhaupt eine Leitung bekommen zu haben. Die geht über mehrere Grundstücke und Gärten. Es soll sich um Asbestzementrohrleitungen handeln“, sagt die Löwenbergerin und schiebt hinterher, dass die nicht schädlich sein sollen. „Aber ich will auf Nummer sicher gehen.“ Deshalb nahm sie das Angebot wahr.

Die vielen mitgebrachten Flaschen, in denen Wasser abgefüllt worden war, und die mit Erde gefüllten Tüten waren ein sichtbares Zeichen für den Wissensdurst der Einwohner des Löwenberger Landes über die Qualität des Gutes, welches sie täglich zu sich nehmen oder von dem sie dauerhaft ernten. „Die Menschen möchten einfach wissen, ob die Wasserqualität gut ist oder nicht.“ Genau so betrifft das die Güte der Böden in den eigenen Gärten. „Hier können wir Empfehlungen darüber aussprechen, was man dem Boden zusetzen sollte, um gute Erträge zu erhalten. Ich halte es für ein gutes Mittel für Gärtner, dass sie sich ihren Boden mal genauer ansehen lassen“, so Heike Schölzke.

Kosten: Von 10 bis 90 Euro

Seit 1991 gibt es die Arbeitsgruppe Umwelttoxologie Mittweida. In Löwenberg werden die Untersuchungen einmal im Jahr angeboten. Im Vorjahr kam eine Handvoll Interessierter, diesmal wesentlich mehr. Wer eine Untersuchung machen lassen möchte, kann dies ab zehn Euro tun (Nitratgehalt und p-Wert). Der teuerste Test kostet 90 Euro (Bodenuntersuchung auf Metalle und den Schadstoffübergang auf den Menschen: Arsen, Quecksilber, Cadmium, Blei, Chrom, Nickel). Die Ergebnisse dienen zur Orientierung über die chemische Beschaffenheit des Wassers. Die Messpakete zur Bestimmung des Wassers und Bodens werden von qualifizierten Laboren vorgenommen. In etwa zwei Wochen werden die Ergebnisse der Untersuchungen schriftlich übermittelt.

Von Stefan Blumberg

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