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Oberhavel Wie weiter mit dem Stechlinseecenter?
Lokales Oberhavel Wie weiter mit dem Stechlinseecenter?
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21:35 12.05.2017
Das Stechlinseecenter liegt mitten in Neuglobsow in bester Lage. Quelle: Uwe Halling
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Neuglobsow

Die Euphorie ist da. Die Unterstützung ist da. Die Ideen sind da. Dem Stechlinseecenter in Neuglobsow soll neues Leben eingehaucht werden. Dafür steht der eigens gegründete Verein „Begegnungsstätte Stechlin“. Er hat vor, das von Anfang an kränkelnde Gebäude zu erhalten. „Das Center ist das Filetstück unseres Ortes. Es gab von potenziellen Investoren Offerten zur Übernahme, die lächerlich und dreist waren“, sagte Wolfgang Schmolke, Vorsitzender des Vereins, ohne sie näher zu benennen. „Wir haben den Verein gegründet, um das Center zu erhalten.“ Der Vorstand sei an die Gemeinde und die Amtsverwaltung mit Ideen herangetreten und stieß auf offenen Ohren. „Wir bedanken uns, das wir das Vertrauen bekommen haben. Und ich sage: Wir kriegen das hin!“

Biohof und Manufaktor betreiben ein Café

Die Vereinsmacher haben einen Plan, wie das stets defizitäre Gebäude in die schwarzen Zahlen geführt werden könne. Als ersten Erfolg schätzt Wolfgang Schmolke ein, dass das Haus überhaupt für die Öffentlichkeit zugänglich geblieben sei. Er nennt als beispielhaft die Silvesterwanderung, die Silvesterfeier, den Tanz in den Mai und den Stechlinseelauf. Der Parkplatz werde in Regie des Vereins geführt und gelte als eine feste Einnahmequelle. Die andere: Gelder aus Vermietung oder Verpachtung. Dazu gehört die von Mittwoch bis Sonntag geöffnete Kegelbahn (mit Anmeldung), für die Renate Köhnkow den Hut auf hat. Mit Freude informierte der Vorstand darüber, dass die ersten Mieter gefunden sind: der Biohof Altglobsow und die Manufakatur „Drei Jahreszeiten“. Ab Frühjahr 2018 wollen sie im Center ein Café betreiben.

„Wir sind eine kleine Gruppe, die gleiche Interessen hat“, sagt Frank Rumpe, der vor zwei Jahren in Altglobsow einen Bio-Bauernhof aufbaute. Leo Tiede sei ziemlich schnell angekommen und habe gefragt, ob er ein Praktikum machen könne. Inzwischen baute Leo Tiede mit seiner Freundin Susanne Ludwig eine Manufaktur auf dem Areal in Altglobsow. Angeboten werden sollen unter anderem Frühstück und Kuchen. „Das Natürlich-Ökologische möchten wir auf das Café übertragen. Den Einheimischen möchten wir mit unserem Angebot aber keine Konkurrenz machen“, sagt Leo Tiede, der selbst aus Menz stammt. Vor drei Jahren hat er bei seiner Oma das erste Mal Marmelade gekocht. Inzwischen ist daraus eine Marke geworden. Die Waren im Café werden mit Erntefrischem aus Altglobsow zubereitet. Im Sommer soll das Café sieben Tage in der Woche geöffnet haben, im Winter voraussichtlich am Wochenende.

Umbauarbeiten vom Amt

Bis dahin wird das Stechlinseecenter umgebaut. „Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden. Das finanziert das Amt Gransee und Gemeinden“, sagt Wolfgang Schmolke. „Die Gemeinde gehe keinerlei Bindungen ein“, sagte Amtsdirektor Frank Stege. „Die Investitionen werden sich in den nächsten Jahren rentieren.“ Der Stechliner Bürgermeister Wolfgang Kielblock: „Jetzt ist das eingetreten, was wir schon immer wollten.“ Die Neuglobsower Ortsvorsteherin Kerstin Borret, im Verein zweite Vorsitzende, freut sich sehr über die Entwicklung. „Für mich war wichtig, das Haus und vor allem den dazugehörigen Saal zu erhalten.

2002/03 wurde das Stechlinseecenter für 2,5 Millionen Euro (90 gefördert) gebaut, 2004 eröffnet. Betrieben wurde das Center anfangs vom Verkehrsverein, später von der Regio Nord. „Das Haus war schwierig zu betreiben“, sagte Frank Stege am Donnerstagabend. Bei der Planung habe man sich an den Touristenzahlen orientiert, die noch zu FDGB-Zeiten bekannt waren. Die stimmten nicht mehr, außerdem sei auch woanders gebaut worden.

Uniosono wünschen sich alle Protagonisten, dass die Neuglobsower und die Einwohner der Gemeinde mithelfen, um das Center zu halten, es so oft wie möglich zu nutzen. Wolfgang Schmolke: „Wenn wir es kostenneutral betreiben, können wir hurra“ schreien.“

Von Stefan Blumberg

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