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Wieder ein Stück sicherer Schulweg

Oranienburg Wieder ein Stück sicherer Schulweg

Der erste Bauabschnitt der Wupperstraße ist fertig. Damit gelangen die Schulkinder aus dem Wohngebiet nun wesentlich sicherer zu ihrer neuen Comeniusschule in der Jenaer Straße. Im nächsten Frühjahr geht der Ausbau der Wupperstraße bis zur Rheinstraße weiter. Dort verkehrt auch der Bus der Linie 804.

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Der Blick vom Kreisverkehr in Richtung Berliner Straße.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Pünktlich vor dem Frosteinbruch konnten die Bauarbeiter in der Wupperstraße mit ihren Baumaschinen abziehen. Der erste Abschnitt zwischen Berliner Straße und Saarlandstraße ist ausgebaut. Gerade jetzt, wo es morgens noch recht duster ist, kommen die Schulkinder wesentlich sicherer in ihre neue Comeniusschule in der Jenaer Straße. Die Schulwegsicherung war auch der Hauptgrund, die Wupperstraße auszubauen. Sie zieht sich durch ein ruhiges Wohngebiet, in dem hauptsächlich Einfamilienhäuser stehen. Von der Berliner Straße führt die Wupperstraße über mehr als 800 Meter direkt zum Oder-Havel-Kanal und kreuzt dabei acht Nebenstraßen und die viel befahrene Saarlandstraße. Zum großen Teil liegt eine alte Asphaltschicht auf der Fahrbahn. Gehwege gibt es keine. So sah es auch im ersten Abschnitt aus. Außer den Anliegern wird sich kaum noch jemand erinnern an die schmalen Asphaltstraße ohne Randbegrenzung und die breiten, ungeordneten Nebenanlagen.

Jetzt sieht die Sache ganz anders aus. Fußgänger und eben besonders die Schulkinder haben Vorfahrt. Sie können einen 2,50 Meter breiten Gehweg benutzen, der an der Saarlandstraße beginnt, sich auf der nördlichen Seite der Wupperstraße entlangzieht und kurz vor der Berliner Straße noch mal verschwenkt, damit die Kinder auf direktem Weg die extra für sie gebaute Fußgängerampel auf der Berliner Straße erreichen. Von dort aus kommen sie weiter in die Jenaer Straße.

Der kleine Kreisverkehr hat fünf Arme

Der kleine Kreisverkehr hat fünf Arme.

Quelle: Robert Roeske

An dem bisher unübersichtlichen Knoten, wo auch noch die Donau-, Werra und Siegstraße auf die Wupperstraße treffen, ist nun ein kleiner Kreisverkehr entstanden. „Es ist der erste fünfarmige Kreisverkehr in Oranienburg“, sagt Stephan Bernard vom Tiefbauamt.

Von der Berliner Straße können die Autos weiterhin nur in die Wupperstraße hineinfahren, aber nicht umgekehrt. Bis zum Kreisverkehr gilt die Einbahnstraße. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer von der Saarlandstraße zur Berliner Straße abkürzen, um dem großen Kreisverkehr Saarlandstraße/Berliner Straße zu entgehen.

Baustadtrat Frank Oltersdorf, Stephan Bernard vom Tiefbauamt, Ulrich Weiherl von er Planungsfirma H & W sowie Michael Zander von der Baufirma PST

Baustadtrat Frank Oltersdorf, Stephan Bernard vom Tiefbauamt, Ulrich Weiherl von er Planungsfirma H & W sowie Michael Zander von der Baufirma PST (v. l.) griffen zur Schere.

Quelle: Robert Roeske

Baustadtrat Frank Oltersdorf zeigte sich gestern sehr zufrieden, mit dem Ergebnis, lobte das Planungsbüro H & W aus Mühlenbeck und die Baufirma PST aus Kyritz. „Was mich allerdings ärgert“, fügte er hinzu, „dass die Leute gleich über die neuen Grünanlagen laufen und fahren müssen.“ In der Tat waren die Abdrücke in den neuen Entwässerungsmulden und auf den kleinen Böschungen nicht zu übersehen.

Ob die Querungshilfe auf der viel befahrenen Saarlandstraße die beste Lösung ist, wird sich herausstellen. Bisher ist an einen Zebrastreifen wie vor der Turm City oder an eine Bedarfsampel wie auf der Berliner Straße nicht gedacht.

Die noch fehlenden 30 Bäume im ersten Abschnitt werden mit dem zweiten Bauabschnitt gepflanzt. Denn im Frühjahr 2017 schließt sich der Ausbau der Wupperstraße zwischen Saarlandstraße und Ruhrstraße an. Dort verkehrt auch die Buslinie 804 im Schülerverkehr. Auf Wunsch von Fahrgästen soll die Wupperstraße mehr angefahren werden. Deshalb macht der weiteren Ausbau besonders Sinn.

Der erste Abschnitt

Die Wupperstraße zwischen Berliner Straße und Saarlandstraße misst 222 Meter und wurde vom 18. Juli bis 11. November ausgebaut.

Neben einer neuen Fahrbahn (fünf Meter breit) entstand ein Gehweg (2,50 Meter breit) sowie ein Kreisverkehr mit fünf Anbindungen. Neu geordnet und angelegt sind Nebenanlagen und Entwässerungsmulden.

Der erste Bauabschnitt kostete rund 275 000 Euro.

Von Andrea Kathert

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