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Wildkatze in Velten entlaufen

Serval Lucifer seit dem Wochenende vermisst Wildkatze in Velten entlaufen

Der Kleintierpark „Zur Scharfen Kurve“ in Velten hat einen Hilferuf auf Facebook gepostet: Schon seit mehreren Tagen wird ihr Servalmännchen Lucifer vermisst. Die Wildkatze ist sehr scheu und für Menschen nicht gefährlich. Trotzdem wird davor gewarnt, Lucifer mit bloßen Händen einzufangen.

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Servalmännchen Lucifer wird vermisst.

Quelle: Ulrike Gawande

Velten. In der Nacht zum vergangenen Sonnabend ist im Veltener Kleintierpark „Zur scharfen Kurve“ das junge Servalmännchen Lucifer entlaufen. Bis jetzt wird das Tier vermisst. Ein Fuchs oder auch ein Marderhund habe an dem Gehege sein Unwesen getrieben, ein Loch gegraben und den Zaun zerstört, berichtet Hotel- und Restaurantinhaberin Margret Kraatz, deren Sohn Nico den kleinen Zoo mit Eseln, Affen und Ottern betreibt.

Doch der Serval – portugiesisch für Luchs –, der zu den mittelgroßen afrikanischen Wildkatzen gehört, ist keineswegs für Menschen gefährlich. So ist der acht Monate alte Lucifer gerade einmal so groß wie eine Hauskatze, nur mit längeren Beinen, erklärt Nico Kraatz. Die langen Beine brauche das Tier, um in seiner Heimat, der Savanne, über das hohe Gras gucken zu können.

Scheues und ängstliches Tier

Kraatz’ hilfsbereite Nachbarin Julia Wheale vom benachbarten Reiterhof hatte bei Facebook einen Suchaufruf gestartet, und um Mithilfe gebeten, das Tier wieder zu finden. „Wir sind voller Sorge“, so die junge Frau. „Lucifer lebt mit seiner Katzendame Shakira als Paar zusammen und ich habe deshalb gehofft, dass er zurückkommt“, so Nico Kraatz. Er habe nicht gedacht, dass der Serval wegbleiben würde, da es ein eher scheues und ängstliches Tier sei.

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Zum Restaurant und Hotel „Zur Scharfen Kurve“ gehört auch ein kleines Tiergehege mit Affen, Zwergeseln und Wildkatzen. Es ist das Hobby von Mitinhaber Nico Kraatz.

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Bis zu 70 Kilometer können Serval pro Tag zurücklegen, erklärt der Fachmann. Ihre Nahrung besteht aus Vögeln, Eidechsen, Fröschen und Insekten. Deshalb macht man sich in dem kleinen Tierpark vor allem Sorgen um die Raubkatze, da man davon ausgeht, dass Jäger das Tier bei Sichtung erschießen könnten. Nicht zu erwarten sei jedoch, dass der Kater aktiv Menschen angreifen würde. Dazu sei das Tier viel zu scheu. „Nur fauchen wird er“, ist sich Kraatz sicher.

Serval nicht mit bloßen Händen einzufangen

Trotzdem wird davor gewarnt, Serval Lucifer mit „bloßen Händen einzufangen“. Stattdessen wünscht sich Nico Kraatz, dass man ihn informiert, um das Tier fachgerecht einfangen zu können. Die Polizei und auch der Tierpark Germendorf seien ebenfalls über das Verschwinden des Servals informiert worden. Familie Kraatz hat zudem einen Finderlohn ausgesetzt für denjenigen, der den Serval lebend dingfest machen kann und den Besitzer verständigt.

Bei Sichtung möge man sich direkt an das Hotel Kraatz „Zur scharfen Kurve“ in der Breiten Straße 95 in Velten unter der Telefonnummer 03304/ 321 23 wenden.

Von Ulrike Gawande

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