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Oberhavel Wildschweine wühlen sich durchs Stadtgebiet
Lokales Oberhavel Wildschweine wühlen sich durchs Stadtgebiet
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00:34 15.03.2018
Die Schwarzkittel trauen sich immer näher in Richtung Hennigsdorfer Zentrum. Quelle: Foto: DPA, PRIVAT
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Hennigsdorf

Es grunzt mittlerweile fast überall. Immer mehr Bürger berichten davon, dass sie im Hennigsdorfer Stadtgebiet auf Wildschweine treffen. Egal ob am Skaterplatz im Waidmannsweg, am Paul-Schreier-Platz, in der Karl-Marx-Straße oder an vielen Ecken in Hennigsdorf-Nord – die Schwarzkittel erobern die Stadt offenbar immer mehr, auch Richtung Zentrum.

Erst vor ein paar Tagen lief eine Rotte Wildschweine am Hennigsdorfer Wolfgang Polsfuß vorbei, der morgens mit dem Auto in Hennigsdorf-Nord unterwegs war. „Das ist genau die Zeit, in der sich die Kinder auf den Weg zur Schule machen“, sagt der Rentner. Er selbst habe keine Angst vor den Tieren, andere aber schon. „Neulich wollte ein Bekannter zur Arbeit, kam aber nicht aus dem Haus, weil an Vorder- und Hintertür Schweine standen“, sagt Polsfuß. Die Tiere, sagt er, hätten die Angst vor dem Menschen verloren.

Bei der Stadtverwaltung ist das Problem schon seit längerem bekannt. „Wir nehmen das ernst, Hennigsdorf ist nicht außen vor bei der Wildschweinplage“, erklärt Fachbereichsleiterin Edith Wiesner für Bürgerdienste. Etwa ein bis zwei Bürger pro Woche rufen an, um der Verwaltung Wildschweinrotten zu melden.

Die Stadt sei aber nicht allein mit dem Problem. Überall, wo Orte am Waldrand liegen, komme es vor, dass sich Wildschweine in Wohngebiete wagen. „Dort finden sie das Futter, das sie im Wald vielleicht nicht mehr finden“, sagt Edith Wiesner. Sie ruft die Bürger dazu auf, sorgsam mit Unrat umzugehen, sodass die Wildschweine keine Nahrung mehr finden und aus den Wohngebieten wegbleiben.

Der Verwaltung sind aber ansonsten die Hände gebunden, innerorts dürfen die Wildschweine nicht geschossen werden. Das war nicht immer so: Im Juli 2017 hatte das Ordnungsamt zur Gefahrenabwehr auf eine Bache schießen lassen, die in einer Rotte von etwa 40 Tieren stand. Daraufhin hatten Anwohner die Polizei informiert, weil sie wegen der Schüsse besorgt waren.

Gejagt wird ausschließlich im Wald, und da rauchen die Flinten: Im Jagdjahr 2017 seien rund 160 Schweine geschossen worden, erklärt Bernd Erdmann, Leiter des Veltener Reviers. Er geht auch davon aus, dass insgesamt weniger Schweine in der Stadt unterwegs sind. „Nur die vorhandenen werden vielleicht einfach frecher.“ Er und seine 16 Jäger wollten auch in diesem Jahr viele Tiere schießen – auch wegen der Gefahr der afrikanischen Schweinepest.

Begegnen Bürger den Tieren, rät Erdmann, die Straßenseite zu wechseln. Generell seien die Tiere harmlos und würden meist von selbst verschwinden. „Es sei denn, das Tier ist krank, angeschossen oder man versperrt den Fluchtweg.“ Komme ein Tier doch mal auf den Menschen zu, solle man gestikulieren und laut rufen, um es zu vertreiben.

Von Marco Paetzel

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