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Oberhavel Willkommensbox für Neugeborene
Lokales Oberhavel Willkommensbox für Neugeborene
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15:31 21.06.2017
SPD stellt Startbox vor: Dirk Blettermann, Jennifer Collin, Matthias Hennig und Mareen Curran (von links). Quelle: Marco Winkler
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Oranienburg

Die Idee ist nicht ganz neu, doch Jennifer Collin ist von einer Einführung in Oranienburg überzeugt: Die SPD-Bürgermeisterkandidaten plant – sollte sie im September gewählt werden – eine Willkommensbox für Neugeborene und ihre Eltern zu etablieren. Sie versteht es als Beitrag, den Alltag mit einem Baby zu erleichtern und dessen Sicherheit zu erhöhen.

„Wir wollen Verantwortung zeigen mit diesem Beitrag zur Vorsorge“, so die Mutter zweier Söhne. „Als familienfreundliche Kommune sollen Neu-Oranienburger herzlich von der Stadt begrüßt werden.“ Inhalt der möglichen Box: Ein Strampler mit der Aufschrift „Oranienburger Original“, Lätzchen, Socken der Malzer Strickfrauen, Woba-Maskottchen, Oranienburger Wimmelbuch, Erziehungsratgeber, Badetuch, Sommerschlafsack, Nachtlicht, Steckdosenschutz, der Brandenburger Familienpass, Broschüren wie die vom Netzwerk Gesunde Kinder.

Identifikation mit der Stadt schaffen

„Es soll keine Werbebox werden“, erklärt der vierfache Vater und Lehnitzer Ortsvorsteher Matthias Hennig (SPD) bei der Presse-Präsentation der Box. Fraktionschef Dirk Blettermann erläutert, dass städtische Gesellschaften und soziale Träger mit ins Boot geholt werden könnten, um die Box nachhaltig befüllen zu können. Der Stadthaushalt sollte möglichst nicht belastet werden. „Das Paket trägt zum positiven Bild von Oranienburg bei“, so der Stadtverordnete. „Wer neu hierher zieht und ein Kind bekommt, soll sich mit der Stadt identifizieren.“

Ausgegeben werden könnte das Paket bei der Anmeldung eines Kindes im Standesamt. Etwa 400 Oranienburger bekommen pro Jahr ein Kind in der Stadt. In anderen Orten Oberhavels gibt es schon ein Geschenk für Neugeborene: Velten hat eine Willkommensbox, Kremmen zahlt Begrüßungsgeld.

Jennifer Collin machte zuletzt mit der Idee eines „Holländischen Viertels“ von sich reden. Damit das kein pures Wahlkampf-Versprechen bleibt, hat sie sich schon einen Standort in der Stadt, wo so ein Viertel möglich wäre, ausgesucht. „Die Idee konkretisiert sich gerade.“ Mehr will die 32-Jährige aber noch nicht verraten.

Von Marco Winkler

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