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Willkommensfest als Chance zum Kennenlernen

Informationsveranstaltung in Birkenwerder zu Flüchtlingen im Ort Willkommensfest als Chance zum Kennenlernen

Mit einer Informationsveranstaltung für Senioren startete Bürgermeister Stephan Zimniok am Dienstag eine Informationsoffensive zum Thema Flüchtlinge in Birkenwerder. Insgesamt dreimal sind die Einwohner eingeladen, sich über den Stand der Dinge informieren zu lassen. „Es geht mir nicht um neue Informationen, sondern darum, alle zu erreichen“, sagte Zimniok.

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Die Teilnehmer der Informationsveranstaltung konnten sich in Listen eintragen, um künftig im direkten Informationsverteiler zu sein.

Quelle: Foto: Treichel

Birkenwerder. „Was machen die jungen Männer eigentlich den ganzen Tag?“ Ganz unverblümt erkundigte sich Brigitte Oertel vom Seniorenbeirat Birkenwerder nach den Flüchtlingen, die seit kurzer Zeit in einer Sammelunterkunft des Landkreises an der Hubertusstraße im Ort untergebracht sind. Die Antwort von Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.): „Das Gros des Tages besteht aus Langeweile.“ Erst am Montag habe der erste Deutschunterricht stattgefunden. Auch die Willkommensinitiative habe das Problem erkannt. Ansonsten habe er vor, das Thema bei einem Runden Tisch der Wirtschaft im Herbst anzusprechen. Es gehe darum, welcher Betrieb Praktikanten aufnimmt. Einer habe sich bereits gemeldet, so der Bürgermeister, der Betreiber einer Softwarefirma.

Mit einer Informationsveranstaltung für Senioren wurde am Dienstag der Auftakt für drei derartige Angebote in dieser Woche gegeben. „Es geht nicht um neue Informationen, sondern darum, alle zu erreichen“, sagte der Bürgermeister. Sein Ziel sei es, ein Netzwerk aufzubauen, um alle Interessenten aus dem Ort per E-Mail zeitnah über neue Entwicklungen informieren zu können. Und so gab er an diesem Nachmittag eine Liste herum, auf der sich alle mit ihrer Adresse registrieren können.

Allerdings bremste der Verwaltungschef allzu große Erwartungen. Er selbst erhalte Informationen ebenfalls recht schleppend. Zuständig für Unterkunft, Weiterbildung und sonstige Rahmenbedingungen sei der Landkreis. Unterstützt werden die Kreisbehörde allerdings von einer Willkommensinitiative. Zimniok rief dazu auf, diese ehrenamtlich tätigen Freiwilligen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Eine Möglichkeit zur persönlichen Kontaktaufnahme bestehe bei einem Willkommensfest am kommenden Sonnabend, 12. September. Es findet zwischen 14 und 18 Uhr vor der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule statt.

Als eine, „die auch was geben“ möchte, meldete sich Jutta Schütz spontan in der Gesprächsrunde. Als ehemalige Lehrerin sei sie gern bereit, Deutschunterricht zu geben. Allerdings wäre es im Gegenzug auch nicht schlecht, ihr würde jemand von den Heimbewohnern bei der Gartenarbeit helfen. „Wäre das möglich?“, fragte die Ruheständlerin. Bei der Arbeit schließlich entstehe auch eine Menge Kommunikation.

Einen „vernünftigen Umgang miteinander“ mahnte Ex-Bürgermeister Kurt Vetter an. Dabei helfe es, sich bei den preußischen Königen zu informieren. Die hätten „tolle Integrationsprogramme aufgelegt“. Auch heute sei Zuwanderung eine Chance, der Verödung von Dörfern entgegenzuwirken.

Außerdem ging Stephan Zimniok auf die große Frage ein, was denn eigentlich mit der ehemals von Francotyp Postalia genutzten Immobilie im Zusammenhang mit der Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern wird. Der Landkreis sei darum bemüht, Kontakt zum Eigentümer herzustellen, so der Verwaltungschef. So viel er weiß, gebe es jedoch noch nicht einmal Verhandlungen.

Von Helge Treichel

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