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Willkommensinitiative WOLV zieht Bilanz

Leegebruch Willkommensinitiative WOLV zieht Bilanz

Mit viel Engagement von rund 200 Helfern kümmert sich die Initiative „Willkommen in Oberkrämer, Leegebruch und Velten“, kurz WOLV, um die Flüchtlinge, die seit Herbst 2015 in der alten Fliegerschule in der Gemeinschaftsunterkunft am Kreisverkehr zwischen Leegebruch und Bärenklau untergebracht sind.

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800 Besucher kamen im Mai zum Begegnungsfest in Leegebruch

Quelle: .Foto.privat

Leegebruch. Mit viel Engagement von rund 200 Helfern kümmert sich die Initiative „Willkommen in Oberkrämer, Leegebruch und Velten“, kurz WOLV, um die Flüchtlinge, die seit Herbst 2015 in der alten Fliegerschule in der Gemeinschaftsunterkunft am Kreisverkehr zwischen Leegebruch und Bärenklau untergebracht sind. In Spitzenzeiten waren es 258 Menschen, davon 70 Prozent Syrer, in dem nur für 189 Personen ausgelegten Heim. Darunter zahlreiche Familien mit insgesamt 50 Kindern, die nun Schulen und Kitas besuchen.

Mittlerweile liegt die Belegungsrate bei realistischen 150 Asylsuchenden, berichtete WOLV-Sprecher Werner Moll auf dem jüngsten Treffen der Initiative, bei dem um neue Mitstreiter geworben wurde. Denn auch wenn die Belegungszahlen gesunken seien, sei die Arbeit nicht geringer geworden, sie habe sich lediglich verändert , so Initiativensprecher Jörg Ditt aus Oberkrämer. „Wir brauchen weiterhin Hilfe.“ Nur gehe es nicht mehr primär um das Organisieren von warmer Kleidung und anderen Spenden, sondern um die Integration der Flüchtlinge. Ditt: „Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.“ Doch man sei zuversichtlich, auch das zu schaffen, denn man habe bereits viel erreicht, auch wenn manches nach dem Prinzip „try and error – Versuch und Fehler“ gelaufen sei. Alleine zum Begegnungsfest, das im Mai in Leegebruch stattfand, kamen 800 Besucher.

Moll: „Anfangs waren wir die Feuerwehr für alles, jetzt sind wir so etwas wie Freunde geworden.“ Durch die geringere Belegung habe sich auch die Stimmung im Heim verbessert, so Moll. Rund 100 Geflüchtete haben bereits ihre Anerkennung erhalten. 30 von ihnen konnten zudem in Wohnungen in der Region untergebracht werden. Wohnungen für 120 Bewohner, die später von allen Bürgern genutzt werden sollen, entstehen bis zum Sommer im zweiten Bauabschnitt auf dem Gelände.

In der Initiative hat man verschiedene eigenständig arbeitende Arbeitsgemeinschaften gebildet, die sich um Themen wie Kinder, Deutschkurse, Spenden, Sport, Fahrräder oder Paten kümmern. Durch die zurückgehende Belegung gäbe es in der Unterkunft auch wieder einen Gemeinschafts- und einen Kinderraum. Außerdem konnte ein Bauwagen als Beratungsraum sowie eine Fahrradwerkstatt in Leegebruch organisiert werden. Deutschkurse mit Kinderbetreuung für Mütter mit Kindern wurden ebenso auf die Beine gestellt, wie Kurse für Analphabeten, damit diese anschließend die normalen Deutschkurse besuchen können.

Neu in Angriff genommen wurde das Projekt „Kleine Gärten“, bei dem Flüchtlinge und Bürger gemeinsam 1000 Quadratmeter Land bewirtschaften wollen. „Es soll ein Gemeinschaftsprojekt sein“, so Initiator Jürgen Schimrock aus Schwante. Interessenten und Helfer seien immer willkommen.

Im Internet: www.wolv.info

Von Ulrike Gawande

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