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Willkommensklassen in Oranienburg

Zwei Klassen für Flüchtlingskinder eröffnen Willkommensklassen in Oranienburg

Rund ein Viertel der Asylsuchenden in Oberhavel sind Kinder. Die Stadt Oranienburg hat jetzt zwei „Willkommensklassen“ für Kinder aus Flüchtlingsfamilien eingerichtet. In diesen Klassen werden die sie rund fünf Wochen bleiben, individuell betreut und einer Klassenstufe zugeordnet.

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Quelle: Arne Dedert

Oranienburg. Zwei „Willkommensklassen“ hat die Stadt Oranienburg für Kinder aus Flüchtlingsfamilien eingerichtet. Dabei wird es eine Klasse in Lehnitz geben für Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und 14 Jahren und eine für Jugendliche an der Torhorst-Gesamtschule, so Oranienburgs Sozialdezernentin Kerstin Kausche.

In diesen Klassen werden die Kinder nur eine begrenzte Zeit von rund fünf Wochen bleiben. „Hier sollten die Kinder erst einmal aufgefangen werden“, so Kausche. Die Lehrer ermitteln zum Beispiel, ob die Kinder überhaupt schon einmal eine Schule besucht haben, welcher Klassenstufe sie später zugeordnet werden könnten oder ob sie weitere Betreuung brauchen.

Voraussetzungen sind geschaffen

Weil aber an der Grundschule in Lehnitz keine Raumkapazitäten mehr vorhanden sind, wird die „Willkommensklasse“ im Obergeschoss des Kulturhauses untergebracht. Die materiellen Voraussetzungen dafür seien geschaffen worden, so Kausche. Mobiliar und Lehrmaterial sind gekauft. Die Stadt habe jetzt dem Betreiber des Kulturhauses Geld zur Verfügung gestellt, damit dieser die maroden Toilettenanlagen im Obergeschoss des Kulturhauses umgehend in Ordnung bringe.

Möglichst schnelle Verteilung auf Schwerpunktschulen

Die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien sollen nicht länger als fünf Wochen in den Willkommensklassen bleiben, so die Vizebürgermeisterin, sondern möglichst bald auf die „Schwerpunktschulen“ verteilt werden. Dazu gehören neben der Grundschule in Lehnitz, die allerdings nur Kinder in ihren beiden ersten Klassen aufnehmen kann, die Waldschule in der Neustadt und die Grundschule in Schmachtenhagen. „Wir haben aktuell zwölf schulpflichtige Kinder bis zu 14 Jahren und fünf im Alter darüber, die aufgenommen werden“, so Kausche. Für diese Klassen auf Zeit habe das Staatliche Schulamt drei mehrsprachige Lehrerinnen verpflichtet, die bereits Deutschunterricht für Ausländer geben.

Ein Viertel der Flüchtlinge sind Kinder

150 Flüchtlinge finden seit Ende November in Gebäuden der ehemaligen Märkischen Kaserne in Lehnitz einen ersten Platz zum Leben.
44 Prozent der Asylsuchenden in Oberhavel sind zwischen 18 und 30 Jahren alt, 28 Prozent zwischen 31 und 50 Jahren, nur vier Prozent sind älter. Knapp ein Viertel der Ankommenden sind Kinder, von denen zwei Drittel unter sieben Jahren als sind.

In einer Behördenarbeitsgruppe beraten Schulleiter, Hortleiter, Lehrer, Vertreter des Staatlichen Schulamtes und Elternvertreter, wie die Integration behutsam anzugehen ist und gelingen kann. Doch es geht auch um ganz pragmatische Dinge: Zum Beispiel wie die Kinder von Lehnitz zur Grundschule Schmachtenhagen gebracht werden. „Leider hat die Schule, die am nächsten am Asylbewerberheim dran ist, Kapazitätsprobleme.“ Kausche hofft, dass Eltern und Mitglieder der Willkommensinitiativen sie unterstützen.

„Die Lehrerinnen sind da, wir haben für unseren Teil alles vorbereitet.“ Nur die Aussage des Schulamtes zum ersten Unterrichtstag fehlte noch. Seit Montagnachmittag steht nun fest: Dienstag soll es die erste „Stunde“ für Kinder und ihre Eltern geben. mb/hb

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