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Oberhavel Willkommensklassen in Oranienburg
Lokales Oberhavel Willkommensklassen in Oranienburg
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00:35 18.12.2014
Quelle: Arne Dedert
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Oranienburg

Zwei „Willkommensklassen“ hat die Stadt Oranienburg für Kinder aus Flüchtlingsfamilien eingerichtet. Dabei wird es eine Klasse in Lehnitz geben für Mädchen und Jungen im Alter zwischen sieben und 14 Jahren und eine für Jugendliche an der Torhorst-Gesamtschule, so Oranienburgs Sozialdezernentin Kerstin Kausche.

In diesen Klassen werden die Kinder nur eine begrenzte Zeit von rund fünf Wochen bleiben. „Hier sollten die Kinder erst einmal aufgefangen werden“, so Kausche. Die Lehrer ermitteln zum Beispiel, ob die Kinder überhaupt schon einmal eine Schule besucht haben, welcher Klassenstufe sie später zugeordnet werden könnten oder ob sie weitere Betreuung brauchen.

Voraussetzungen sind geschaffen

Weil aber an der Grundschule in Lehnitz keine Raumkapazitäten mehr vorhanden sind, wird die „Willkommensklasse“ im Obergeschoss des Kulturhauses untergebracht. Die materiellen Voraussetzungen dafür seien geschaffen worden, so Kausche. Mobiliar und Lehrmaterial sind gekauft. Die Stadt habe jetzt dem Betreiber des Kulturhauses Geld zur Verfügung gestellt, damit dieser die maroden Toilettenanlagen im Obergeschoss des Kulturhauses umgehend in Ordnung bringe.

Möglichst schnelle Verteilung auf Schwerpunktschulen

Die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien sollen nicht länger als fünf Wochen in den Willkommensklassen bleiben, so die Vizebürgermeisterin, sondern möglichst bald auf die „Schwerpunktschulen“ verteilt werden. Dazu gehören neben der Grundschule in Lehnitz, die allerdings nur Kinder in ihren beiden ersten Klassen aufnehmen kann, die Waldschule in der Neustadt und die Grundschule in Schmachtenhagen. „Wir haben aktuell zwölf schulpflichtige Kinder bis zu 14 Jahren und fünf im Alter darüber, die aufgenommen werden“, so Kausche. Für diese Klassen auf Zeit habe das Staatliche Schulamt drei mehrsprachige Lehrerinnen verpflichtet, die bereits Deutschunterricht für Ausländer geben.

Ein Viertel der Flüchtlinge sind Kinder

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In einer Behördenarbeitsgruppe beraten Schulleiter, Hortleiter, Lehrer, Vertreter des Staatlichen Schulamtes und Elternvertreter, wie die Integration behutsam anzugehen ist und gelingen kann. Doch es geht auch um ganz pragmatische Dinge: Zum Beispiel wie die Kinder von Lehnitz zur Grundschule Schmachtenhagen gebracht werden. „Leider hat die Schule, die am nächsten am Asylbewerberheim dran ist, Kapazitätsprobleme.“ Kausche hofft, dass Eltern und Mitglieder der Willkommensinitiativen sie unterstützen.

„Die Lehrerinnen sind da, wir haben für unseren Teil alles vorbereitet.“ Nur die Aussage des Schulamtes zum ersten Unterrichtstag fehlte noch. Seit Montagnachmittag steht nun fest: Dienstag soll es die erste „Stunde“ für Kinder und ihre Eltern geben. mb/hb

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