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„Wimmelbuch Oranienburg“ aus Bochum

Im Dezember Erscheinungstermin „Wimmelbuch Oranienburg“ aus Bochum

Zwei Tage lang hat sich Isabelle Metzen aus Bochum im Sommer Oranienburg angesehen. Und dabei mehr als 500 Fotos geschossen. Dann setzte sich die Grafikdesignerin an die Arbeit. Im Dezember soll nun das „Wimmelbuch Oranienburg“ anlässlich der 800-Jahr-Feier erscheinen.

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Ganz schön viel los vor dem Oranienburger Schloss: Motiv aus Isabelle Metzens Wimmelbuch.

Quelle: Privat

Oranienburg. „Der Schlosspark hat mir ganz besonders gefallen. So etwas hätte ich auch gern um die Ecke“, findet Isabelle Metzen. Natürlich hat er deshalb auch einen gebührenden Platz in ihrem „Wimmelbuch“ über Oranienburg gefunden. Mehr verraten wird noch nicht. Im Dezember soll das Büchlein mit fünf Doppelseiten, etwas größer als A4-Format, erscheinen. Noch stehen der Illustratorin einige Nachtschichten bevor, denn Mitte November ist Abgabe beim Wimmelbuchverlag in Berlin.

Isabelle Metzen gestaltete das Oranienburg-Buch

Isabelle Metzen gestaltete das Oranienburg-Buch.

Quelle: Privat

Der hatte im Frühjahr die Bochumer Grafikdesignerin und die Oranienburger Tourismus- und Kultur-Firma TKO zusammengebracht. Die Stadt hatte sich an den Verlag gewandt auf der Suche nach einem Profi für ein Wimmelbuch und der war gerade mit dem Wimmelbilderbüchlein der 31-Jährigen zum Hannoveraner Zoo derart zufrieden, dass er beide an einen Tisch brachte. „Dann habe ich erst einmal gegoogelt, wie Oranienburg aussieht und wo es genau liegt“, erinnert sich Isabelle Metzen. Im Juni reiste sie zwei Tage an die Havel und schoss mehr als 500 Fotos. „Man hatte eine Stadtführung für mich organisiert. Das war sehr hilfreich.“ Bestes Wetter gab’s gratis dazu. Mit vielen Eindrücken im Gepäck und nach einer Stippvisite im Germendorfer Tierpark reiste sie heim und machte sich an die Arbeit.

Erste Skizzen entstanden von Menschen, Sehenswürdigkeiten, Situationen, die anschließend eingescannt und per Photoshop zusammengesetzt werden. „Es verbergen sich fünf bis zehn Geschichten im Buch.“ Natürlich spielen das Kurfürstenpaar und andere Honoratioren der Stadt eine im wahrsten Sinnen „kleine Rolle“. Hunderte bunte Stifte bevölkern den Schreibtisch von Isabelle Metzen, denn sie fusioniert traditionelle Zeichentechnik mit aktueller Bildbearbeitung am PC. Gebürtig in Lüdenscheid, hat Isabelle Metzen an der FH Münster Design studiert. Dabei lernte sie auch ihren Freund kennen. Als freiberufliches Illustratoren-Doppel leben sie heute in Bochum. Der Anfang sei nicht einfach gewesen, aber „seit zwei Jahren läuft es ganz gut“.

Die Bücher, in denen es von Geschichten mit kleinen Figuren oder Tieren und vor allem witzigen Begebenheiten nur so wimmelt, gibt es bereits seit den 1960er-Jahren, obwohl sie damals noch nicht so genannt wurden. Als Väter der Wimmelbilder gelten Gemälde von Hieronymus Bosch oder Pieter Brueghel der Ältere. Doch seit drei, vier Jahren ist ein wahrer Hype um die Bücher entstanden. Längst nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene lassen sich dafür begeistern.

Und wer die Zeichnerin sieht, vermutet schnell, dass in einer ihrer Figuren wohl auch ein Stück von ihr selbst steckt. „Ja, ein Stück von mir ist auch dabei.“ Und nicht nur das. Auch ihrem gerade verstorbenen Kater Gwin, der keinen Schwanz mehr hatte, hat sie im Oranienburger Wimmelbuch ein Denkmal gesetzt. Und eine Stippvisite zur 800-Jahr-Feier hat sie sich ganz fest vorgenommen.

Von Heike Bergt

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