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„Wir brauchen diese Straße!“

Bredereiche „Wir brauchen diese Straße!“

Anwohner der Landesstraße 214 gründeten eine Bürgerinitiative, um ihr Anliegen – die Sanierung der L214 – noch intensiver voran zu bringen. Die Straße war im Mai 2017 von den MAZ-Lesern zur „Schlechtesten Straße Oberhavels“ gewählt worden. Land und Kreis schieben sich die Verantwortung hin und her, der Landkreis hat bislang noch keine Stellung bezogen.

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BI-Gründungsmitglieder (v. r.): Matthias Helm, Dirk Lorenz, Jens Wegener, Eberhard Otto, Gregor Klos, Andreas Manzel sowie Gast Olaf Bechert

Quelle: Blumberg

Bredereiche. Eine Bürgerinitiative will die Sanierung der Landesstraße 214 mit ihren Mitteln forcieren. Am Mittwoch gründete sie sich in Bredereiche. Sechs Herren gehören ihr bis jetzt an : Sprecher Jens Wegener (Bredereiche), Dirk Lorenz (Marienthal), Matthias Helm (Zootzen), Andreas Manzel (Bredereiche), Eberhard Otto (Blumenow) und Gregor Klos (Bredereiche).

MAZ-Leser wählten L214 zur „Schlechtesten Straße Oberhavels“

„Unser Ziel ist es, dass die Straße gebaut wird“, sagt Jens Wegener. „Dafür wollen wir alles tun.“ 20 Jahre würden die Einwohner der Region schon darauf warten, dass die Holperpiste ausgebaut wird. Es sei nie etwas geschehen – außer Flickschusterei. Von den Lesern der Märkischen Allgemeinen Zeitung wurde sie im Mai 2017 zur „Schlechtesten Straße Oberhavels“ (knapp 15 000 Stimmen) gewählt worden. Als die Anwohner der etwa 20 Kilometer langen, heruntergekommenen Straße (Marienthal bis Fürstenberg) in diesem Jahr die Aussage erhielten, dass die Straße im „grünen Netz“ liege und daher keine Bedeutung habe, riss der Geduldsfaden. „Die Straße ist nicht wichtig? Also sind wir auch nicht wichtig? Sind wir Bürger zweiter Klasse ohne Anspruch auf intakte Straßen?“, fragen sich die Mitglieder der BI.

Wird Straße zur Kreisstraße herabgestuft?

Einigen Rechercheaufwand betrieb die Bürgerinitiative bereits, führte Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßenwesen, mit der Straßenmeisterei, mit zuständigen Referenten ..., um Informationen aus erster Hand zu bekommen und vor allem, um zu erfahren, wer die Verantwortung hat und in welche Richtung sich der geforderte Ausbau bewegt. Es gibt Aussagen vom Land als sogenannter Baulastträger, dass die „unwichtigen Straßen“ wie die L 214 nicht saniert werden, dass sie den Kreisen übergeben und demzufolge zu Kreisstraßen abgestuft werden sollen (MAZ berichtete).

Die Tendenz geht offenbar genau dahin. Der Landkreis Oberhavel habe dazu noch nicht Stellung bezogen, ist aber offenbar am Zug. Ein Schwarzer-Peter-Spiel (Wegener). „Es gibt Gespräche“, so Olaf Bechert, Kreistagsabgeordneter der CDU, der sich an dem Thema schon lange festgebissen hat. „Wir würden es begrüßen, dass der Landkreis Oberhavel in der Sache vorangeht und seine Bereitschaft der Übernahme signalisiert“, meint BI-Sprecher Jens Wegener. „Wenn er das tut, sollte es schnell gehen, um an die Fördertöpfe anzuzapfen.“ Olaf Bechert bekräftigt das: „Die Möglichkeiten, die wir haben, sollten wir schleunigst in Anspruch zu nehmen. Noch sind gute Förderquoten da!“

L214 erfüllt zahlreiche kreisliche Funktionen

Und die Straße habe eine kreisliche Funktion: Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Müllabfuhr, ÖPNV nutzen sie. Dirk Lorenz stellt klar, dass die Region auf diese Straße angewiesen ist und sieht einen Standortnachteil: Fachkräfte würden abgeschreckt werden, Autos würden schnell Schaden nehmen. Eberhard Otto: „Wir blamieren uns damit vor den Touristen!“

Die Bürgerinitiative, die für weitere Mitstreiter offen ist, will den Prozess der Sanierung seriös vorantreiben, aber jedes Mittel nutzen, um den Zustand der Straße anzuprangern. Gregor Klos: „So lange, bis  sie  sagen:  Wir sanieren die Straße, dann sind wir die BI endlich los!“

Kontakt : Jens Wegener: 0160/ 93 89 54 48, E-Mail: jewe@t-online.de; Dirk Lorenz: 0173/9515161, E-Mail: info@lorenz-versicherung.de

Von Stefan Blumberg

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