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Oberhavel „Wir singen bis wir hundert sind“
Lokales Oberhavel „Wir singen bis wir hundert sind“
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14:10 09.10.2016
Einen professionellen Auftritt bot der Oranienburger Chor Viva la musica.
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Vehlefanz

Vor ihrem Solo in „Seht und hört, heut machen wir Musik“, einer humorvollen Chorvertonung von Mozarts „Kleiner Nachtmusik“, sei sie ganz schön aufgeregt gewesen, verrät Ursula Nette vom neugegründeten Oranienburger Doppelquartett. Doch alles ging gut und ihr klarer Sopran verzauberte die 400 Zuhörer. Am Sonnabend fand bereits das 16. Chortreffen der Seniorenchöre Oberhavel statt. Zum 14. Mal in der Sporthalle der Nashorngrundschule Vehlefanz. „Hier sind die räumlichen Bedingungen ideal“, erklärte Ortsvorsteherin Erika Kaatsch, die selber von sich sagt, dass sie keine Stimme zum Singen habe. „Aber Chormusik zu hören ist schön, ästethetisch und macht froh.“ Das fanden auch die rund 150 Besucher, die in keinem der zehn Chöre mitsangen, sondern nur zum Genießen gekommen waren und reichlich Applaus spendeten.

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Mehr als 2 ½ Stunden Konzertprogramm mit Volksliedern, Klassik und Schlagern, 10 Chöre, 400 Besucher, davon mehr als die Hälfte Chorsänger, das ist das erfolgreiche Fazit des 16. Chortreffens der Seniorenchöre Oberhavel am Wochenende in Vehlefanz.

„Singen ist Fröhlichkeit“, erklärt Ursula Nette vom Oranienburger Doppelquartett, das aus dem Frauenchor Oranienburg hervorgegangen war. Deren Leiterin Waltraud Neumann legt trotz der wenigen Stimmen, Wert auf Mehrstimmigkeit. Ihr Können bewies das kleinste Ensemble des Chortreffens mit „Die Cucaracha“ und sorgte mit Sombrerohüten und südamerikanischen Klängen für Stimmung im Saal.

Doch nicht alle Lieder waren so fröhlich. Viele nachdenkliche Textzeilen erklangen an diesem Nachmittag. „Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freuen ... jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden“, hieß es im Stück „Die Zeit“ des christlichen Liedermachers Siegfried Fietz, das der Frauenchor Lehnitz, im vergangenen Jahr 40 Jahre alt geworden, vortrug. Und auch der Seniorenchor der Hennigsdorfer Volkssolidarität schlug weniger fröhliche Töne an und sang „Es geht immer noch ein Stückchen weiter, weiter als du denkst“ des Hamburger Komponisten Rolf Zuckowski, der vor allem für seine Kinderlieder bekannt geworden ist. Für ordentlich Gänsehaut sorgte die Solostimme von Juri Kelays vom Oranienburger Vorzeigechor Viva la musica, der die berühmten Abendglocken „Vertsherni zvon“, nach einem Gedicht von Thomas Moore, in russischer Sprache vortrug. Von der Granseer Spätlese gab es zudem einen Irischen Segenswunsch mit auf den musikalischen Reiseweg.

Ja, es sei zunehmend schwerer Nachwuchs für die Chöre zu finden, erzählte Chortreffen-Organisator Helmut Jilg, der selber als Tenor im Chor „Die Bären“ aus Bärenklau mitsingt. „Die Älteren treten ab und wer rückt nach?“ Jüngere seien berufstätig und hätten keine Zeit zum Singen, bedauerte der Vorsitzende des Seniorenbüros. Dabei könne man beim Singen abschalten und in eine andere Welt abtauchen, so Jilg. „Es ist doch eine tolle Sache, dass hier Senioren für Senioren singen.“

Und wirklich zeigten die Chorsänger eine große Bandbreite ihres Könnens. Ob a cappella oder mit Playback, Akkordeon- oder Gitarrenbegleitung. Ob ABBA oder Brahms, Volkslied oder Schlager. Mit dem umgetexteten KLUBBB3-Hit „Lasst uns Lieder singen bis wir 100 sind“, gaben die Vehlefanzer Amseln klar die Zielrichtung vor.

Von Ulrike Gawande

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