Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
„Wir singen bis wir hundert sind“

Vehlefanz „Wir singen bis wir hundert sind“

Am Sonnabend fand das 16. Chortreffen der Seniorenchöre Oberhavel statt. Zum 14. Mal in der Sporthalle der Nashorngrundschule Vehlefanz. „Hier sind die räumlichen Bedingungen ideal“, erklärte Ortsvorsteherin Erika Kaatsch, die selber von sich sagt, dass sie keine Stimme zum Singen habe. „Aber Chormusik zu hören ist schön, ästethetisch und macht froh.“

Vehlefanz 52.720398733602 13.104012716919
Google Map of 52.720398733602,13.104012716919
Vehlefanz Mehr Infos
Nächster Artikel
Neues Gesundheitszentrum ist eingeweiht

Einen professionellen Auftritt bot der Oranienburger Chor Viva la musica.

Vehlefanz. Vor ihrem Solo in „Seht und hört, heut machen wir Musik“, einer humorvollen Chorvertonung von Mozarts „Kleiner Nachtmusik“, sei sie ganz schön aufgeregt gewesen, verrät Ursula Nette vom neugegründeten Oranienburger Doppelquartett. Doch alles ging gut und ihr klarer Sopran verzauberte die 400 Zuhörer. Am Sonnabend fand bereits das 16. Chortreffen der Seniorenchöre Oberhavel statt. Zum 14. Mal in der Sporthalle der Nashorngrundschule Vehlefanz. „Hier sind die räumlichen Bedingungen ideal“, erklärte Ortsvorsteherin Erika Kaatsch, die selber von sich sagt, dass sie keine Stimme zum Singen habe. „Aber Chormusik zu hören ist schön, ästethetisch und macht froh.“ Das fanden auch die rund 150 Besucher, die in keinem der zehn Chöre mitsangen, sondern nur zum Genießen gekommen waren und reichlich Applaus spendeten.

Stimmung mit den Vehlefanzer Amseln

Mehr als 2 ½ Stunden Konzertprogramm mit Volksliedern, Klassik und Schlagern, 10 Chöre, 400 Besucher, davon mehr als die Hälfte Chorsänger, das ist das erfolgreiche Fazit des 16. Chortreffens der Seniorenchöre Oberhavel am Wochenende in Vehlefanz.

Zur Bildergalerie

„Singen ist Fröhlichkeit“, erklärt Ursula Nette vom Oranienburger Doppelquartett, das aus dem Frauenchor Oranienburg hervorgegangen war. Deren Leiterin Waltraud Neumann legt trotz der wenigen Stimmen, Wert auf Mehrstimmigkeit. Ihr Können bewies das kleinste Ensemble des Chortreffens mit „Die Cucaracha“ und sorgte mit Sombrerohüten und südamerikanischen Klängen für Stimmung im Saal.

Die Granseer Spätlese wurde 1989 von Leiterin Evelin Stange gegründet

Die Granseer Spätlese wurde 1989 von Leiterin Evelin Stange gegründet.

Quelle: Ulrike Gawande

Doch nicht alle Lieder waren so fröhlich. Viele nachdenkliche Textzeilen erklangen an diesem Nachmittag. „Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freuen ... jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden“, hieß es im Stück „Die Zeit“ des christlichen Liedermachers Siegfried Fietz, das der Frauenchor Lehnitz, im vergangenen Jahr 40 Jahre alt geworden, vortrug. Und auch der Seniorenchor der Hennigsdorfer Volkssolidarität schlug weniger fröhliche Töne an und sang „Es geht immer noch ein Stückchen weiter, weiter als du denkst“ des Hamburger Komponisten Rolf Zuckowski, der vor allem für seine Kinderlieder bekannt geworden ist. Für ordentlich Gänsehaut sorgte die Solostimme von Juri Kelays vom Oranienburger Vorzeigechor Viva la musica, der die berühmten Abendglocken „Vertsherni zvon“, nach einem Gedicht von Thomas Moore, in russischer Sprache vortrug. Von der Granseer Spätlese gab es zudem einen Irischen Segenswunsch mit auf den musikalischen Reiseweg.

Ein Tänzchen in der Pause mit der Tanzgruppe Vital

Ein Tänzchen in der Pause mit der Tanzgruppe Vital.

Quelle: Ulrike Gawande

Ja, es sei zunehmend schwerer Nachwuchs für die Chöre zu finden, erzählte Chortreffen-Organisator Helmut Jilg, der selber als Tenor im Chor „Die Bären“ aus Bärenklau mitsingt. „Die Älteren treten ab und wer rückt nach?“ Jüngere seien berufstätig und hätten keine Zeit zum Singen, bedauerte der Vorsitzende des Seniorenbüros. Dabei könne man beim Singen abschalten und in eine andere Welt abtauchen, so Jilg. „Es ist doch eine tolle Sache, dass hier Senioren für Senioren singen.“

Stimmung mit den Vehlefanzer Amseln

Stimmung mit den Vehlefanzer Amseln

Quelle: Ulrike Gawande

Und wirklich zeigten die Chorsänger eine große Bandbreite ihres Könnens. Ob a cappella oder mit Playback, Akkordeon- oder Gitarrenbegleitung. Ob ABBA oder Brahms, Volkslied oder Schlager. Mit dem umgetexteten KLUBBB3-Hit „Lasst uns Lieder singen bis wir 100 sind“, gaben die Vehlefanzer Amseln klar die Zielrichtung vor.

Von Ulrike Gawande

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg