Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Wo Wohnen richtig kostet
Lokales Oberhavel Wo Wohnen richtig kostet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:23 19.05.2018
42 Kreistagsabgeordnete stimmten für die Kooperationsvereinbarung mit Hohen Neuendorf, zwei dagegen, einer enthielt sich. Quelle: Heike Bergt
Anzeige
Oranienburg

Mit dem Kreistagsbeschluss vom Mittwochabend zu einer Kooperationsvereinbarung ist der Weg geebnet: Danach wollen der Landkreis Oberhavel und die Stadt Hohen Neuendorf bis zum Jahresende eine gemeinsame Wohnungsbaugesellschaft aus der Taufe heben. Und das mit dem Ziel: bezahlbaren Wohnraum zu schaffen in einer Stadt, in der es immer mehr an Wohnraum mangelt und wohnen vor allem immer teurer wird. Und: Weil es keine Wohnungsbaugesellschaft wie in Oranienburg oder Hennigsdorf gibt. Der Kreistag sprach sich mehrheitlich dafür aus.

Es gehe dabei vor allem um Mietwohnungen, die junge Familien, Alleinerziehende oder ältere Menschen, die eine barrierefreie Wohnung brauchen, auch bezahlen können. Um gemeinsam handeln zu können, soll eine GmbH gegründet werden, in die beide Gesellschafter zu gleichen Teilen jeweils 50 000 Euro einbringen und der Landkreis vor allem seine Baugrundstücke in der Stadt.

„Denn das ist genau der Vorteil, warum wir bezahlbaren Wohnraum, also Wohnraum unter dem Marktpreis der Gemeinde, anbieten können“, so Landrat Ludger Weskamp auf eine entsprechende Nachfrage im Kreistag. In der Beschlussbegründung wurde darauf verwiesen, dass der Landkreis mit seiner Oberhavel Holding Besitz- und Verwaltungsgesellschaft in den vergangenen drei Jahren rund 100 Wohnungen gebaut hat. Diese waren zunächst als Flüchtlingsunterkünfte gedacht, wurden dann aber umgebaut und vermietet.

Der Quadratmeterpreis liege zwischen fünf und 9,50 Euro, je nach Gemeinde. „Das geht, weil wir erstens den Grund und Boden einbringen, zweitens erwarten wir keine Gewinnmargen wie ein privater Investor und Bauherr und drittens legen wir einen langen Refinanzierungsrahmen bei 25 bis 30 Jahren fest“, so der Landrat.

Benjamin Grimm (SPD) lobte die geplante Wohnungsbaugesellschaft „als gutes Beispiel für kommunale Kooperation“. Gerade im S-Bahnbereich würden Wohnungen immer knapper, „ein Riesenthema für junge Eltern und Ältere“. Wohnraum fehlt bei starkem Zuzug – zugleich steigen Bau- und Grundstückspreise und die Mieten.

Auch Elke Bär von den Linken sah die Notwendigkeit, den Wohnungsbau zu fördern. Doch müsste zudem festgeschrieben sein, dass ein Teil Sozialhilfeempfängern vorbehalten ist. Weskamp betonte, dass der Kreis auch bei anderen Wohnungsbauvorhaben „ein Drittel“ dafür ausweise, aber das wolle man mit dem künftigen Partner erst besprechen.

Von Heike Bergt

Ein Jahr danach: Laufende Motoren bei den Bussen auf dem Parkplatz der Gedenkstätte Sachsenhausen sorgen für Lärm, Abgase – und Ärger. Die Anwohnerinitiative hat jetzt an die Stadt geschrieben und möchte wissen, wie es weitergeht. Sie bleibt bei ihren Lösungsvorschlägen und auch kompromissbereit.

19.05.2018

Knapp 1000 Menschen mit und ohne Handicap waren am Mittwoch beim 19. Integrationssportfest des Landkreises Oberhavel auf dem Platz des Hennigsdorfer Oberstufenzentrums dabei. Unter anderem maßen sie sich im Weitwurf, Sprint und Weitsprung. Mit dabei war auch ein amtierender Vizeweltmeister.

19.05.2018

In der täglichen MAZ-Kolumne macht sich Reporterin Nadine Bieneck Gedanken über die Fahrweise so mancher Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn.

19.05.2018
Anzeige