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Oberhavel Wo „bunte Vögel“ das Schulleben bereichern
Lokales Oberhavel Wo „bunte Vögel“ das Schulleben bereichern
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00:31 26.03.2018
Schulleiterin Kathrin Voigt zeigte Bildungsministerin Britta Ernst die Regine-Hildebrandt-Gesamtschule (v.l.). Quelle: Enrico Kugler
Birkenwerder

Der gute Ruf sei der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule vorausgeeilt, sagt die erst vor einem halben Jahr berufene Bildungsministerin Britta Ernst. Sie habe schon etliche Schulen im Land gesehen, aber noch keine, an der Integration und gemeinsames Lernen so tief verwurzelt sind wie in Birkenwerder. Das Thema interessiere sie, weil sich die Schulen dem mit unterschiedlichem Tempo stellen, es aber eigentlich kein rein schulisches, sondern gesamtgesellschaftliches Anliegen sei.

Nach einem kurzen Rundgang am Donnerstag berichteten Lehrkräfte der Schule über ihre Erfahrungen, jüngere Kollegen auch über anfängliche Vorbehalte. Doch die Praxis zeige, dass Inklusion funktioniert – trotz immer wieder auftretender Probleme, die aber gemeinschaftlich gelöst würden. Die soziale Kompetenz der Schülerschaft wachse durch den Kontakt mit den „bunten Vögeln“ immens, lautet das Fazit.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) informierte sich an der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder über die Erfahrungen mit Inklusion und dem gemeinsamen Lernen. Ihr Resümee: Die Schule sei ein Leuchtturm, der ins ganze Land strahle. Schulleiterin Kathrin Voigt (Foto) berichtete aber auch über anstehende Probleme.

Bedingung sei aber auch, dass die Voraussetzungen stimmen, merkte Schulleiterin Kathrin Voigt an. Sie halte einen guten Anteil von leistungsstarken, geduldigen und einfühlsamen Typen in jeder Klasse für ein Erfolgsrezept. Das gegenseitige Verständnis werde auch gefördert, wenn Eltern und Betroffene mit ihrem Handicap offen umgehen, ergänzten die Kollegen. Die gute Stundenausstattung wiederum sei ein Ergebnis des hohen Anteils von Schülern mit Förderbedarf. In diese Kategorie fallen immerhin 90 der insgesamt rund 800 Teenager. Zu körperlichen Behinderungen komme zunehmend auch Autismus.

Eine aktuelle Verwaltungsvorschrift allerdings stelle die Schule vor eine erneute Herausforderung, machte Kathrin Voigt deutlich: Ab dem kommenden Schuljahr soll die reguläre Klassenstärke von 23 auf 25 erhöht werden. Das verschärfe die ohnehin angespannte Platzsituation derart, dass das Stammraumprinzip in Frage gestellt wird und komplett umgedacht werden müsse. „Wir werden zerrieben“, sagte die Rektorin mit Blick auf Vorschrift, Behörden und Gegebenheiten.

Die 25 stehe, machte Schulrat Dietmar Menzel deutlich. Er und seine Kollegen zeigten sich zuversichtlich, dass in Birkenwerder auch diesmal eine gute Lösung gefunden wird.

Von Helge Treichel

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