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Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Hohen Neuendorf Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Eine Fußgängerampel ging vor der Hohen Neuendorfer Grundschule Niederheide in Betrieb – nach sechsjährigem Kampf.

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Die Hortkinder durften die Ampel am Mittwoch als erste in Betrieb nehmen.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Eine Bedarfsampel für Fußgänger ist am Mittwoch pünktlich zum Schuljahresbeginn in der Goethestraße vor der Grundschule Niederheide in Betrieb genommen worden. Den rund 340 Kindern, darunter ab kommenden Montag rund 50 Abc-Schützen der Grundschule wird damit ein sicheres Überqueren der viel befahrenen Verkehrsader ermöglicht.

„Ende gut, alles gut.“ Auf diese Kurzformel brachte Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) das lange Warten auf die Ampelanlage. Er dankte allen Beteiligten, aber insbesondere dem Verkehrsdezernenten Matthias Rink (CDU) aus Keisverwaltung Oberhavel für die jetzt möglich gewordene Realisierung.

Seit nicht weniger als sechs Jahren war die Querungshilfe von verschiedenen Seiten gefordert worden, darunter von der Elternschaft. „Für mich war das überhaupt erst der Grund, in die Kommunalpolitik einzusteigen“, sagt Christian Wolff. Er war damals Elternvertreter und ist inzwischen CDU-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung. Jahrelang habe es geheißen, dass eine Ampel an dieser Stelle nicht zu vertreten sei. „Mein Sohn hat jetzt nichts mehr davon“, bilanziert er die endlich erfolgreichen Bemühungen – dafür aber alle derzeitigen und nachfolgenden Grundschüler in der Niederheide.

Warum die Ampel nach den erfolglosen Anläufen nun doch möglich wurde, erklärte Dezernent Matthias Rink. Zunächst einmal habe die Stadt einen erneuten Antrag gestellt. Zweitens besitze die genehmigende Straßenverkehrsbehörde des Landkreises jeweils einen „Ermessensspielraum“ bei Entscheidungen. Und drittens sei es seine Aufgabe als Dezernent, diesen Spielraum zu nutzen, sagte Rink. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, fasste er zusammen: „Das ist ein positives Beispiel dafür.“

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Kinder nun sicher zur Schule kommen“, sagte Konrektorin Tanja Gruber. Hoffnung sei es, dass die Ampel nun angenommen wird – „auch von den Eltern“.

Rund 26 000 Euro investierte die Stadt nach den Worten des Bürgermeisters in das Ampel-Projekt. Auf die von der Berliner Firma Sila Service installierte Signalanlage entfällt der Mammutanteil, der kleinere Teil auf die Pflasterarbeiten (Merkel Tiefbau GmbH Birkenwerder). Den Stromanschluss zur Schule legte die Elektrofirma Wollschläger, wodurch die ohnehin sparsame LED-Technik auch mit Solarstrom versorgt wird.

Lediglich die Schülerlotsen hätten den Ampelbau nicht so begeistert aufgenommen, sagte Steffen Apelt lachend. Ihnen hat die Aufgabe, jüngere Mitschüler über die Straße zu geleiten, einfach zu viel Spaß bereitet.

Von Helge Treichel

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