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Oberhavel Wo helfen selbstverständlich ist
Lokales Oberhavel Wo helfen selbstverständlich ist
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14:48 29.06.2018
Bekannte und neue Gesichter im Vorstand: Viola Knerndel, Thomas Steinbrecher, Regina Wenzel und Bärbel Becker (v. l.) Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Seit reichlich einem Jahr sitzt Thomas Steinbrecher aus Oranienburg freitags auf dem Bock eines Lkw. Und holt Lebensmittel für die Oranienburger Tafel in der Strelitzer Straße ab. Der 43-Jährige arbeitet als Beamter für das Land Berlin im Bereich Justiz. Die Zeit für sein Ehrenamt arbeitet er vor. „Ich hatte damals den Aufruf von Frau Knerndel gehört, dass Fahrer gesucht werden. Mir geht es privat sehr gut, anderen nicht. Ich wollte gern was tun. Die Arbeit hier ist allerdings schwerer als erwartet“, räumt Steinbrecher ein.

In der jüngsten Mitgliederversammlung des Ortsvereins ist er zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Für die kommenden vier Jahre. Und das zusammen mit Regina Wenzel und Bärbel Becker als Stellvertreter, Viola Knerndel hat weiter den Hut über die Finanzen auf. Die bisherige Vorsitzende Elke Rosenberg hatte den Vorsitz nach langen Jahren abgegeben.

Regina Wenzel (66) ist gebürtige Österreicherin, aber seit vier Jahren in Hennigsdorf zu Hause. Seit 2016 ist sie Mitglied im Verein, hat seit dieser Zeit als „Bufdi“ in Küche und bei der Tafel geholfen, „wo Not an der Frau war“.

Die 58-jährige Bärbel Becker aus Velten arbeitet seit 2014 bei der Tafel. Die frühere Kranfahrerin im Stahlwerk muss schon lange von Hartz-IV leben und ist selbst Tafelkundin, „dafür muss man sich nicht schämen“, findet sie, aber helfen findet sie ebenso wichtig. Im Moment ist sie ehrenamtlich bei der Tafel. Die Tafel versorgt derzeit 370 Familien jede Woche. Thomas Steinbrecher war anfangs entsetzt, „dass es so einen großen Bedarf gibt“.

Der Arbeitslosenverband war 1990 in Brandenburg gegründet worden, die Oranienburger Ortsgruppe ein Jahr später. Sie hat 32 Mitglieder, hinzu kommen zwölf Ehrenamtliche. „Ohne die liefe hier gar nichts“, so Tafelchefin Viola Knerndel. Es fehlten derzeit 17 Leute, „die das Jobcenter zuweist“.

Der Mindestbeitrag im Verein liegt bei einem Euro im Monat. Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen. „Wir suchen Mitglieder und die können auch gern etwas mehr bezahlen.“

Und Steinbrecher setzt sich dafür ein, dass nicht mehr 75 Prozent des Beitrages an den Landesverband gehen: „So bleibt für Vereinsarbeit nichts.“ Es reiche nicht mal für Briefmarken für ein Geburtstagskarte, so Knerndel.

Von Heike Bergt

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