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Oberhavel Wölfe machen sich im Norden Brandenburgs rar
Lokales Oberhavel Wölfe machen sich im Norden Brandenburgs rar
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00:42 02.03.2018
Die Wolfsbeauftragte des Landes Valeska de Pellegrini beim 12. Kleinen Naturschutztag in Menz. Quelle: Foto: Martina Burghardt
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Menz

Wölfe sind heimisch geworden im Land Brandenburg. Im Landkreis Oberhavel allerdings noch nicht. Im Norden ist das Rudel in der Kyritz-Ruppiner Heide bislang das einzige, wie die Wolfsbeauftragte des Landes Valeska de Pellegrini kürzlich beim 12. Kleinen Naturschutztag in Menz berichtete.

Im Jahr 2007 siedelte sich das erste Wolfspaar im Süden Brandenburgs an, 2010 gab es dort das erste Rudel. 2016/2017 wurden im Land Brandenburg 22 Wolfsrudel und drei Paare nachgewiesen.

Die genaue Beobachtung der streng geschützten Tiere, das sogenannte Monitoring, liefert Zahlen und Fakten, die Valeska des Pellegrini in Menz präsentierte. Denn seit mehr als zehn Jahren herrscht Unsicherheit – sowohl bei Haltern von Schafen und Rindern als auch bei Jägern. Das Landesumweltamt setzt deshalb auf Information und veröffentlicht die aktuellen Daten auf seiner Internetseite.

Obwohl sich Wölfe hauptsächlich von Rehen und anderen Wildarten ernähren, steigt die Zahl der Nutztierrisse. 2016 wurden beispielsweise mehr als 100 Schafe von Wölfen gerissen, 2017 waren es mehr als 300. Zunehmend haben es die „Beutegreifer“, wie die Wölfe neuerdings genannt werden, auf Rinder abgesehen. 47 gerissene Kälber gingen im vergangenen Jahr auf ihr Konto. Trotzdem verzeichnen die Jäger steigende Abschusszahlen: bei Rotwild um vier, bei Schwarzwild um acht Prozent in der vergangenen Saison.

Landwirte können die Beratung und finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen. Valeska de Pellegrini wirbt dafür. Denn „die Landwirte hoffen, dass bei schon nichts passieren wird“, sagte sie. „Bitte unternehmen Sie schon vorher etwas zum Schutz ihrer Herden.“ Sie hofft, dass der Wolf irgendwann wieder einfach zur Natur in Brandenburg gehört.

info Die zentrale Schadenshotline für Tierhalter: 0172/ 5641700.

Von Martina Burghardt

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