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Oberhavel Wohlklingende Orgel
Lokales Oberhavel Wohlklingende Orgel
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12:45 05.09.2016
Das Konzert war Andreas Hetzes Beitrag zum Erhalt der Orgel. Quelle: Foto: UG
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Hohenbruch

Krönender Abschluss und klangvoller Höhepunkt des Orgelkonzertes in der Kirche Hohenbruch war am Sonnabend die Toccata und Fuge in d-moll von Johann Sebastian Bach. „Es war großartig, in unserer kleinen Kirche die Toccata zu hören“, begeistert sich Regina Rösemeier aus Hohenbruch. Tiefe, als auch hohe Töne habe man perfekt gehört. „Es war beeindruckend.“

Erstmals erklang nun die 1817 von dem Treuenbrietzener Bäckermeister und Instrumentenmacher Tobias Thurley gebaute einmanualige Orgel nach intensiven Wartungsarbeiten wieder in einem Konzert. Lange waren die Arbeiten aufgeschoben worden (MAZ berichtete). So lag die letzte Wartung schon mehr als 20 Jahre zurück. Doch nun konnten die Zuhörer in einem einstündigen Konzert, das von Andreas Hetze, dem Organisten der Köpenicker Schlosskirche, gestaltet wurde, die Thurley-Orgel wieder genießen. Die Anreise aus Berlin habe sich für das Konzert eindeutig gelohnt, fällt das Resümee einer Besucherin eindeutig positiv aus.

Wenn auch nicht alle Probleme mit dem Instrument behoben sind – es handelte sich bei den 3500 Euro teuren Arbeiten lediglich um eine Wartung und nicht um eine Sanierung der Orgel –, entlockte Hetze dem Instrument den musikalischen Zauber der Barockmusik. Ob beim Adagio aus einem Oboenkonzert von Alessandro Marcello in einer Bearbeitung von Bach oder beim Präludium von Georg Dietrich Leyding, bei dem schon der italienische Einfluss der Kompositionskunst zu erkennen war: Das Concertieren als ein Wechsel von Solo und Tutti, von kleinen und großen Gruppen. Quasi ein musikalischer Wettstreit auf dem Instrument.

Welche fingerfertige Arbeit auf den 48 Tasten nötig war, um Georg Friedrich Händels bekannte Fantasia in C-Dur in den 409 Lippen-Pfeifen zum Klingen zu bringen, war in der Tat ein großes Erlebnis. Und welch Elan zum Bedienen der 27 Pedale der Thurley-Orgel nötig war, konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer, die direkt unter der Orgelempore saßen, nicht nur hören sondern auch spüren. Immer wieder breitete sich ein Schmunzeln auf den Gesichtern aus, wenn der Organist beim Treten der Pedale auch den Holzboden der Empore zum Schwingen brachte. „Die Traktur geht schwer, man braucht viel Kraft“, bestätigte der Musiker.

Als Zugabe wurde es romantisch. Deutlich ruhiger als in den Werken des Barocks. Hetze bewies mit dem Pilgerchor aus Richard Wagners Oper Tannhäuser, in einer Klavierbearbeitung von Franz Liszt, dass auch Stücke, die nach dem Bau der Orgel entstanden, ein Hörgenuss auf der nun wieder wohlklingenden Hohenbrucher Orgel sind.

Von Ulrike Gawande

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