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Oberhavel Wohnen im Hochhaus der Stadt
Lokales Oberhavel Wohnen im Hochhaus der Stadt
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15:19 21.02.2018
Die Wohnungen im Alten Speicher bekommen alle Balkons nach Süden. Quelle: Graft
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Oranienburg

Es soll Oranienburgs höchstes Wohngebäude werden: Der Alte Getreidespeichers, den die Hamburger TAS-Gruppe zu 22 Wohnungen umbauen will. Der 100 Jahre alte Speicher wird saniert. Noch sind nicht alle Details mit der Denkmalschutzbehörde geklärt. Fest stehe jedoch, dass der Speicher modernisiert und nach den neuesten Regeln des Brandschutzes saniert werden soll. Deshalb muss ein neues Treppenhaus angebaut. Die Wohnungen sind 60 bis 125 Quadratmeter groß.

Der einstige Getreidespeicher ist eine der ersten Stahlbeton-Konstruktionen Deutschlands. Den zweiten Weltkrieg hatte er dank der massiven Stütz-Konstruktion unbeschadet überstanden und wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Seit den 1970er-Jahren steht der Speicher leer. Die angebauten Hallen wurden bereits 2015 abgerissen. Mit 35 Metern ist der Speicher das zweithöchste Gebäude in Oranienburg und lieg am Havel-Altarm.

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs und des Schlosses sollen Miet- und Eigentumswohnungen mit direktem Wasserzugang gebaut werden. Der Investor baut insgesamt 263 Wohnungen in zwölf Gebäuden sowie Tiefgaragen mit 214 Stellplätzen. Mit dem Neubau der Wohnsiedlung soll im ersten Quartal begonnen werden. Fertigstellung: 2020.

Die TAS hat das Grundstück und den Speicher Anfang 2017 erworben. Der Vorbesitzer hatte einen Bauantrag eingereicht, der nicht positiv beschieden wurde. Die TAS hat den Kontakt zur unteren Denkmalschutzbehörde und zum Landesamt für Denkmalpflege gesucht und neue Vorschläge diskutiert.

Ein Restaurator und ein Experte für technische Anlagen wurden einbezogen. Inzwischen hat der Denkmalschutz den Vorentwurf für den Speicher freigegeben. Damit steht der Umnutzung des Speichers zu Wohnungen mit Fenstern und Balkonen nichts mehr im Wege.

„Wir freuen uns, dass der Getreidespeicher zu einem Leuchtturm für Oranienburgs und zu einem besonderen Zuhause für Menschen umgestaltet wird,“ sagte Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke, als die TAS Ende Januar dem neu gewählten Bürgermeister die Pläne vorgestellt hat.

„Die denkmalgerechte Umnutzung des Getreidespeichers zu Wohnungen ist eine spannende Aufgabe, die viele Tücken und Unvorhersehbarkeiten mit sich bringt, die wir jedoch nicht scheuen“, sagte Stephan Oelze, Geschäftsführer Projektentwicklung der TAS.

Der Speicher fällt aufgrund seiner Höhe in die Kategorie Hochhaus, daher gilt ein erhöhter Brandschutz. Deshalb wird die TAS ein neues Treppenhaus vor den Speicher setzen. Je Geschoss werden drei Wohnungen untergebracht. Im Erdgeschoss und im Dachgeschoss sind es zwei Wohnungen. Jede Wohnung erhält einen Balkon in Südausrichtung. Das Treppenhaus wird an die Tiefgarage angeschlossen, die im Rahmen des Neubaus realisiert wird. Die Planung des Speichers hat die IWB Ingenieurgesellschaft mbH übernommen.

Von MAZ-online

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