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Wohnen unterm Dach

Oranienburg Wohnen unterm Dach

Seit rund sechs Wochen lässt das Christliche Jugendzentrum das Dachgeschoss ihres Mutter-Kind-Hauses an der Sachsenhausener Straße ausbauen. Hier entstehen Räume für „Bufdis“ und Praktikanten.

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CJO-Vorstand Jörn Weimer auf der Baustelle. Hier entstehen derzeit die drei neuen Wohnungen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Wer die Treppe hinaufsteigt, ist überrascht, wie viel Platz auf dem Dachboden des Mutter-Kind-Hauses an der Sachsenhausener Straße ist. Was bisher lediglich als Lager diente, wird nun zu Wohnräumen ausgebaut. „Wir wollten schon lange junge Leute, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) absolvieren oder einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) leisten im Christlichen Jugendzentrum aufnehmen. Arbeit gibt es bei uns viel, aber wir konnten ihnen keine Unterkunft bieten für ein Jahr.“ Auch würde immer mal wieder ein Übergangsquartier für Jugendliche gebraucht, „die zu Hause rausgeflogen sind oder bisher in unserer Wohngruppe gelebt haben und nun eigene vier Wände beziehen, die noch nicht fertig ist“, beschreibt CJO-Vorstand Jörn Weimer. Diese dringend benötigten Quartiere wird es nun bald geben.

Das Christliche Jugendzentrum (CJO) befindet sich an der Rungestraße und umfasst inzwischen weitere Gebäude an der Sachsenhausener Straße. Das CJO hat aktuell 38 Angestellte und 15 Ehrenamtliche. Durch sie betreut werden 75 Mädchen und Jungen in der Kita „Leuchtturm“, 23 in der Wohngruppe. Rund 30 Kinder besuchen die Eltern-Kind-Gruppe, es gibt die offenen Kinderarbeit „Kids Treff“ immer mittwochs, die rund 20 Kinder besuchen, und das traditionelle „Jugendcafé“ in der Rungstraße, in dem dienstags, donnerstags, freitags und sonnabends ab 14 Uhr im Durchschnitt 20 bis 30 Jugendliche zusammenkommen, um zu klönen.

Das Gebäude, das heute als Mutter-Kind-Haus dient, hatte das CJO 2006 von der städtischen Woba gekauft und 2007 saniert. Schon 2011 gab es Pläne, auch das Dachgeschoss auszubauen. „Der Bauantrag war genehmigt und die Baupläne müssen danach bis 2017 umgesetzt sein.“ Bis jetzt lag das Projekt aber auf Eis, „denn erst einmal wurde die Kita Leuchtturm gebaut und auch Geld musste gesammelt werden“, so Jörn Weimer. Nun also waren alle Voraussetzungen gegeben und es konnte losgehen. Das war im März. Für Spenden in Höhe von 60 000 Euro baut das CJO das Mutter-Kind-Haus um: Darin befinden sich in den unteren zwei Etagen insgesamt drei Wohnungen, darin lebt eine Mutter mit drei Kindern, eine weitere mit zwei Kindern und eine Wohngruppe.

Unterm Dach befinden sich künftig dann eine Gemeinschaftsküche, zwei Bäder und drei Einzelzimmer – alle mit Blick über die Stadt. Außerdem wird eine Gaube an der Vorderfront entstehen, „damit man auch eine Couch unters Dach bekommt“, so Weimer. Während der Umbau mit Dachanhebung, neuen Fenstern und Türen aus den Spendenmitteln finanziert wird, erfolgt der Innenausbau in Eigenregie vieler Ehrenamtler. Ein CJO-Projekt eben:„Das nur mit viel Engagement und Herzblut gelingen und fertig werden kann.“ Im Herbst soll es soweit sein.

Eine anerkannte „Bufdi-Stelle“ hat das CJO bereits zuerkannt bekommen, zwei weitere werden dank des umgebauten Hauses noch dazukommen. Jörn Weimer ist zufrieden, das der „CJO-Campus“ wieder ein Stück weiter wächst.

Von Heike Bergt

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