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Oberhavel Wolf in der Wolfstraße gesichtet
Lokales Oberhavel Wolf in der Wolfstraße gesichtet
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14:35 27.05.2017
Auf dem Gelände des Seniorenwohnparks soll ein Wolf unterwegs sein. Das Personal glaubt der Rentnerin allerdings nicht so recht.   Quelle: Foto: Dirk Sill
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Hennigsdorf

 Er kommt im Morgengrauen oder wenn die Sonne untergeht. Dreimal will Hedwig Zierold einen Wolf von ihrem Zimmer im Seniorenwohnpark aus beobachtet haben – der Komplex liegt ironischerweise in der Friedrich-Wolf-Straße.

Erst gestern habe sie Isegrim wieder durch die Parkanlage schleichen sehen. Das Tier sehe ein bisschen aus wie ein Schäferhund, habe aber einen buschigen Schwanz und spitze Ohren. „Das muss ein Wolf sein. Und ich bin noch völlig klar im Kopf!“ Einmal habe sich das Tier unter einem Zaunloch in Richtung Krankenhaus durchgequält. „Sowas macht doch kein Schäferhund“, ist sich die alte Dame sicher. Es gebe weitere Zeugen: eine andere Bewohnerin und die Putzfrau hätten das Tier auch gesehen. Nur die Pflegekräfte im Seniorenwohnpark wollen Hedwig Zierold nicht so recht glauben.

Auch im Rathaus ist man skeptisch. „Von einem Wolf in oder in der Umgebung von Hennigsdorf ist der Stadtverwaltung nichts bekannt. Auch in jüngerer Vergangenheit nicht“, so Verwaltungssprecherin Ilona Möser. Der Wolfsbeauftragte Simon Karrer dagegen hält die Geschichte nicht für unmöglich. „Ich würde meine Hand dafür nicht ins Feuer legen, dass es kein Wolf ist.“ Es sei aber eher unwahrscheinlich, weil Wölfe eher im Süden Brandenburgs lebten. Man könne schwer sagen, ob Gefahr von den Tiere ausgeht. „Wenn jemand vor dem Wolf wegrennt, könnte das einen Reflex beim Tier auslösen“, so der Wolfsexperte. Er will nun nach Hennigsdorf kommen und nach Spuren wie Haaren oder Kot suchen. Dann lasse sich nachweisen, ob es ein Wolf ist.

Erst am Montagmorgen war ein getötetes Lamm auf einer Nieder Neuendorfer Weide entdeckt worden. Ob es Opfer eines Wolfes wurde, ist auch in diesem Fall noch unklar.

Von Marco Paetzel

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