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„Xavier“ verschafft Forstunternehmen viel Arbeit

Zernikow „Xavier“ verschafft Forstunternehmen viel Arbeit

Sturm von Anfang Oktober war nur der Anfang: Das Ausmaß des Schadens ist immer

noch nicht abzusehen. Die mittlerweile ausgebuchten Forstunternehmen sind dabei, in der Wäldern wieder den Normalzustand herzustellen. Das dauert Monate.

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Die Aufräumarbeiten in den Wäldern sind im vollen Gang.

Quelle: Uwe Halling

Zernikow. „Xavier“ wütete Anfang Oktober nur einige Stunden – aber Wochen und Monate wird es dauern, bis die Sturmschäden beseitigt sind. „Die Forstunternehmer sind alle ausgebucht“, sagt Marc Holtz-Baumert, der Stechliner Revierförster. Sie alle wirbeln in den Wäldern, um Aufräumarbeiten zu leisten. Wer jetzt einen Experten braucht, wird ihn kaum bekommen. Waren es in den Tagen nach dem Sturm insbesondere die Straßen und Wege, die von den umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen befreit wurden, sind die Männer mit ihren Sägen und dem schweren technischen Gerät längst in die Wälder vorgedrungen, um die Ordnung wieder herzustellen.

„Das Laub wirkte wie ein Segel“

Insbesondere waren es Laubbäume, die nicht mehr in der Senkrechten standen, sondern plötzlich in der Waagerechten lagen. „Weil einerseits noch viel Laub an den Bäumen hing, es andererseits aber auch ziemlich nass und der Boden demzufolge aufgeweicht war“, so der Revierförster. „Das viele Laub wirkte wie ein Segel.“

Im Wald der Familie von Arnim in Zernikow arbeiteten sich die Holzexperten in dieser Woche von einem umgekippten Baum zum nächsten. Mitarbeiter des Granseer Unternehmens Ralf Schönberg (Forst- und Landschaftspflegearbeiten) machten sich daran, die Stämme aus dem Wald zu ziehen. Technische Hilfe hatten sie aus Mecklenburg. Der Rückeschlepper ist bereits 40 Jahre alt. Das tschechische Fabrikat ist unkaputtbar und tut nach wie vor zuverlässig seinen Dienst. Wo noch stärkere Maschinen gebraucht werden, kommen Harvester zum Einsatz. Der Holzvollernter ist sozusagen der Alleskönner im Wald. Er kann die Bäume fixieren, sie fällen, die Stämme entasten und für den Abtransport mit dem Forwarder ablegen. Die Äste zu Hackschnitzeln zerkleinern – sogar dazu sind einige der Harvester in der Lage.

Granseer Stadtwald stark betroffen

Die Zeit drängt, um das Holz aus den Wäldern zu holen. Denn jetzt geht es darum, es noch bestmöglich zu verwerten. In einigen Tagen sollen sie bei der Submission an den Mann gebracht werden. Von der Versteigerung erhoffen sich die Waldbesitzer gute Erträge. „Die Einnahmen sind gut, es lohnt sich, jeden Baum zu verwerten“, so Marc Holtz-Baumert. Buchen und Eichen, aber auch Fichten und Kiefern fielen dem Sturm zum Opfer.

Im Stechliner Revier waren es hier und da (zum Beispiel Stechlinsee, Roofensee) kleinere Flächen, wo der Sturm ganze Arbeit leistete. Beim Stadtwald Gransee sah es schon anders aus. Etwa 1000 Festmeter „schubste“ Xavier um. Der Gesamtschaden in der Oberförsterei Neuendorf (Kreis Oberhavel) lässt sich noch schwer schätzen. Die vage Prognose: etwa 80 000 Festmeter sowohl im Landes- als auch im Privatwald. Es wird noch dauern, bis alle Schäden beseitigt sind.

Von Stefan Blumberg

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