Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Yoga gegen Bewegungsarmut
Lokales Oberhavel Yoga gegen Bewegungsarmut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:50 08.03.2017
Ines Riege bei einer ihrer Yoga-Angebote in der Ruppiner Straße 1. Quelle: Uwe Halling
Anzeige
Gransee

Den Körper lang machen. Wie beim Liegestütz. Ellenbogen und Füße auf dem Boden. Körper durchgedrückt. „Und jetzt den rechten Arm nach vorn. Das linke Bein heben. Jetzt das linke Bein abspreizen. Nun saugt die Achsel das linke Knie an. Atme ruhig und lächle!“ Ines Riege macht diese Übung spielend vor und setzt sie mit weiteren akrobatischen Bewegungen fort. Die Frauen und Männer in ihrer Gruppe ziehen mit. Manchen fällt es leichter, manche nicht. Ins Schwitzen kommen sie alle. Yoga!

Ines Riege vermittelt die Lehre aus Indien, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst, seit 2003. Seit 2009 bietet sie ihr Wissen in Gransee an, erst in einem kleineren Raum, seit einigen Jahren in einem größeren (Ruppiner Straße 1). „Weil es dem Körper gut tut“, sagt Sybille Günther aus Zehdenick. „Schon nach der ersten Stunde habe ich gemerkt, dass der Körper eine andere Haltung hat als zuvor.“ Dreimal im Monat geht sie zum Yoga, seit acht Jahren.

25 Jahre Kursleitererfahrung

Mit der aus Zehdenick stammenden Ines Riege hat sie eine ausgewiesene Gesundheits-Expertin vor sich. Sie besitzt allein 25 Jahre Kursleitererfahrung. Step-Aerobic, Spinning, „Bauch, Beine, Po“ unterrichtete sie schon. Sie ist ausgebildete Physiotherapeutin und absolvierte zwei Yoga-Lehrer-Ausbildungen (Hatha und Sivananda), machte Weiterbildungen im autogenen Training, Reiki, Yogatherapie und Rückenschullehre. Sie beteiligte sich an vielen Workshops, unter anderem bei Patrick Broome, Yogalehrer der Fußballnationalmannschaft, und Dechen Thurman, dem Bruder der Schauspielerin Uma Thurmann.

Festgelegt hat sich Ines Riege, die auch in Neuruppin unterrichtet, auf die Yoga-Richtung Vinyasa. „Das ist meins“, sagt sie. „Ein dynamisch-fließender Stil, der die Verbindung zwischen Atem und Bewegung herstelle. Eine gewisse Kraftkomponente sei dabei. Aktive Entspannung. 90 Minuten konzentrierte Atmung. „Das ist wie ein Meeresrauschen.“

Die Kursteilnehmer kommen aus der Region

Die Frauen und Männer, die zu Ines Riege kommen, sind schon einige Jahre dabei. „Ich hatte gesundheitliche Probleme, bewege mich gern“, sagt Rosemarie Grebitus. Sie sitzt acht Stunden, fährt dann noch Auto. „Yoga ist eine gute Sache.“ Neulingen rät Ines Riege, auch mal bei einer anderen Yoga-Richtung reinzuschnuppern. „Ich schicke sie dorthin, damit sie probieren können, welche Richtung ihnen mehr zusagt.“ Beim Vinyasa habe man schnell Erfolge, besonders sieht man das bei Leuten, die im Alltag viel sitzen. Mittlerweile kommen auch Ärzte, Physiotherapeuten, Krankenschwestern. 130 Leute aus der Granseer Region stehen jede Woche auf der Matte. Getriezt wird niemand. „So, wie jeder kann.“

Sie selbst hatte sich vor Jahren beruflich in die Yoga-Richtung orientiert, weil sie in der Physiotherapiepraxis, in der sie arbeitete, einen Erschöpfungszustand spürte. Yoga ist ihre Alternative. „Ich möchte den Menschen Unterstützung im täglichen Leben geben“, sagt sie. Entspannung, Dehnung, Kräftigung, Loslassen, Fokussieren, Konzentration – all das ist in den Übungen enthalten. „Die Leute sollen ein Werkzeug haben, um der Bewegungsarmut entgegenzuwirken.“

Info Anmeldungen sind unter 0174/9 37 11 95

Von Stefan Blumberg

Seit 50 Jahren ist der Oranienburger Wolfgang Bree als Rettungsschwimmer aktiv und bildet auch Nachwuchs aus. Ab Mitte Mai wird er auch wieder ehrenamtlich am Lehnitzsee ein Auge auf die Badegäste haben. Dort, wo er selbst seine Ausbildung 1964 begann.

08.03.2017

Seit Anfang des Jahres ist Maria Tiller neue Leiterin der Linden-Schule in Oranienburg. 115 Schüler aus ganz Oberhavel besuchen die Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“. Maria Tiller wünscht sich mehr Platz – doch ob die Schule das nebenan stehende Kreisgebäude bekommt, ist noch unklar.

11.03.2017

Christine Chukwu aus Nigeria hat am vergangenen Sonnabend ihren Afro-Shop im Hennigsdorfer Zentrum eröffnet. Zuvor musste sie immer nach Berlin-Mitte fahren, um Spezialitäten vom afrikanischen Kontinent zu bekommen. Sie schätzt, dass sich rund 500 Afrikaner für den Laden erwärmen könnten.

11.03.2017
Anzeige