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Oberhavel Auszeichnungen für die guten Geister
Lokales Oberhavel Auszeichnungen für die guten Geister
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09:31 13.01.2014
Stilvoller Rahmen: Die Stadt hatte zum Neujahrsempfang in die Klosterscheune gebeten. Quelle: Uwe Halling
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Zehdenick

Die Zehdenicker Bildungslandschaft werde von engagierten Fachkräften gestaltet, die sich tagtäglich einer großen Verantwortung stellen, lobte Dieter Hass, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Stellvertretend für ihre Kollegen wurden mit Carola Präkels, Rektorin der Lindengrundschule, und Regine Pinnow, Leiterin der Badinger Kita "Sterntaler", zwei der erfahrensten Frauen an der Spitze ausgezeichnet.

Mit der Schülerfirma der Exin-Oberschule wurde zudem ein auch auf Landesebene bereits ausgezeichnetes Praxisprojekt hervorgehoben. Unter Leitung von Lehrerin Petra Siegel bewirtschaften die Schüler das Kinder- und Jugendcafé im Mehrgenerationenhaus, unterstützen den Verein Osteuropa-Hilfe und gestalten Begegnungen mit Zehdenicker Senioren sowie den Schülern der benachbarten Exin-Förderschule.

"Kinder sind der Rhythmus der Welt. Für sie müssen wir Zukunft schaffen", sagte Dieter Hass. Lehrer zu sein, sei weit mehr als ein Job. Jene, die aus Liebe zu den Kindern und der Überzeugung, dass in jedem Kind etwas Besonderes steckt, ihren Beruf ausfüllten, seien für ihn "Helden des Alltags", betonte er.

Der demografische Wandel habe die Bildungslandschaft der Stadt verändert, nicht zuletzt mit der Schließung der Marienthaler Grundschule vor einigen Jahren. Seit Anfang der 90er seien die Schülerzahlen um beinahe zwei Drittel zurückgegangen, sagte Hass. Die städtische Solidargemeinschaft setze alles daran, die bestehenden Einrichtungen zu erhalten, und sei es, dass sie Schülerströme lenkt, um eine gleichmäßige Verteilung zu forcieren.

Ein Lichtblick zeichnet sich in den Kindergärten ab: Seit dem Jahr 2000 würden 20 Prozent mehr Kinder betreut. Die Kommune habe mit Investitionen in Höhe von sieben Millionen Euro die technische Basis gesichert, so Hass.

Der Bildungsbereich gehörte auch 2013 zu den Schwerpunkten der Stadtentwicklung. Zugleich war das vergangene Jahr das der Maßnahmen, die erst im zweiten oder dritten Anlauf gelangen, betonte Bürgermeister Arno Dahlenburg in seinem Jahresrückblick. Die Gestaltung der Postkreuzung sei dafür ein Beispiel. Dass sich die Ausdauer aller Partner gelohnt habe, beweise aber der große Zuspruch der Bürger für die Gestaltung des Eingangstors zur Stadt. Jede noch so kleine Baustelle und jedes Baugerüst sei laut Dahlenburg ein Zeugnis von Bewegung und Entwicklung und zeige auch die positive Einstellung der Einwohner zu ihrer Heimat. Für das Superwahljahr 2014 wünscht sich der Bürgermeister eine gute Wahlbeteiligung und genügend Kandidaten für die Ortsbeiräte. Das Miteinander im Stadtparlament sei geprägt von einem sachlichen, respektvollen Umgang. "Möge sich diese Qualität in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen."

Verabschiedet wurden im Rahmen des Neujahrsempfangs auch die langjährige Notarin Gabriele Pielke und "Stadtflüsterin" Marion Steer. Ihr Name ist untrennbar mit der Innenstadtsanierung und Projekten wie den Stadtgeistern verbunden. Im Februar geht Steer in den Ruhestand.

Von Cindy Lüderitz

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