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Zehdenick: Firnis für den Kornwagen

Aqua-Team konserviert alte Landtechnik Zehdenick: Firnis für den Kornwagen

In einer Technik-Maßnahme der Aqua Zehdenick konservieren Langzeitarbeitslose alte Landtechnik. Aktuell haben sie einen Dreschwagen aus Dollgow „in der Mangel“.

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Fast wie neu: der historische Dreschwagen des Dollgower Heimatvereins wurde aufgearbeitet.

Quelle: Lüderitz

Zehdenick. Zum Erntedankfest Ende September können die Dollgower dreschen wie die Weltmeister – und das mit historischer Technik. Der antike, aber noch funktionstüchtige Dreschwagen, den der Heimatverein aus Stechlin bei der Aqua Zehdenick in Behandlung gab, ist so gut wie fertig. Das museumsreife Stück wurde im Rahmen einer Arbeitsmaßnahme von Mitarbeitern der Strukturentwicklungsgesellschaft für Arbeit und Qualifizierung aufgearbeitet. Alte Eisen wurden entrostet, lose Farbsplitter entfernt und die Holzkonstruktion wurde mit Firnis überarbeitet. „Sieht wieder schön alt aus“, sagt Anleiter Bernd Rahneberg. Mehrere Wochen hat die Behandlung gedauert.

Rahneberg, von Hause aus Ingenieur für Schiffsmaschinen und -anlagen, und seine Kollegen sind auf die Aufarbeitung historischer Landtechnik spezialisiert. Seit vielen Jahren gehört diese technische Sparte zum Arbeitsprogramm bei der Aqua. So manches Museumsgut hat auf dem Werkshof in der verlängerten Ackerstraße bereits einen neuen Anstrich erhalten, beispielsweise aus dem Heimatmuseum in Kappe. „Wir haben die Maßnahme erneut verlängern können, auch im Hinblick auf die 800-Jahrfeier in Zehdenick im kommenden Jahr“, sagte gestern Joachim Wernicke von der Geschäftsleitung. Konkrete Projekte seien zwar noch nicht vereinbart, die Aqua stehe mit ihren Mitarbeitern aber zur Verfügung, um etwa historische Requisiten von Vereinen oder der Kommune für den großen Umzug herzurichten. Einen Spritzenwagen des Mildenberger Feuerwehrvereins hatten die Männer schon in den Händen. Vier ALG-II-Empfänger, alle technisch versiert, aber längere Zeit ohne Job, wurden in die Maßnahme aufgenommen.

Die sogenannten Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (kurz MAE) seien zwar immer noch das Kerngeschäft der Zehdenicker Beschäftigungsgesellschaft – allerdings nicht mehr mit den Zuweisungszahlen wie in früheren Jahren, sagte Wernicke. Aktuell betreut und beschäftigt die Aqua 120 Menschen. 2016 begeht das kommunale Unternehmen sein 25-jähriges Bestehen.

Aqua Zehdenick

Die Beschäftigungsgesellschaft Aqua steht kurz vor dem 25. Jahr ihres Bestehens. 1991 ist das kommunale Unternehmen aus der Liquidation der Industriewerke hervorgegangen.

Seit Gründung realisierte das Unternehmen mehr als 1074 Projekte mit 6500 Teilnehmern. Im technischen Bereich gibt es derzeit drei Standbeine: Aufarbeitung von Landtechnik, kommunalem Mobiliar und Modellbauprojekt für den Miniaturen-Park Zernikow.

Auch in der Arbeitsgruppe, die sich unter Federführung von Bürgermeisters Arno Dahlenburg um Willkommensangebote für Asylbewerber bemüht, sitzt die Gesellschaft mit am Tisch. Eine Selbsthilfewerkstatt, in der Flüchtlinge unter fachlicher Anleitung Fahrräder herrichten können, gibt es bereits. „Wir können uns darüber hinaus noch andere Projekte vorstellen“, sagte Wernicke. Etwa die Schulung von Neu-Zehdenickern aus aller Welt in Verkehrsfragen.

Von Cindy Lüderitz

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