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Zehdenick Auf die Kameraden ist Verlass
Lokales Oberhavel Zehdenick Auf die Kameraden ist Verlass
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17:50 26.02.2019
Auf die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Mutz ist Verlass. Quelle: Martina Burghardt
Klein-Mutz

 Außergewöhnlich oft rief die Sirene im vorigen Jahr die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Mutz zum Einsatz, nämlich genau 32-mal. Das ist Rekord. „Wir hatten hier viele Wald- und Böschungsbrände“, sagt Guido Kutzky. Mehr als einmal ging zur besten Abendbrotzeit der Alarm. Während andere ihren Feierabend genießen konnten, rückten die Kameraden aus. Dass nichts Schlimmes passiert ist und keiner der Ehrenamtlichen bei einem Einsatz verletzt wurde, ist nicht zuletzt der guten Ausbildung zu verdanken.

Mädchen und Jungen der Jugendwehr Klein-Mutz Quelle: Martina Burghardt

Die Kameraden nehmen ihre Aufgabe ernst. Zweimal im Monat, einmal am Sonntag und einmal am Freitag, treffen sich die freiwilligen Feuerwehrleute, um auf dem Laufenden zu bleiben, zwei weitere Termine sind der Jugendwehr vorbehalten. Bei der Ausbildung arbeiten die Klein-Mutzer mit der Löschgruppe Zehdenick zusammen. Zurzeit gibt es vier Anwärter zum Truppmann und zur Truppfrau.

Dem Gerätehaus in Klein-Mutz sieht man an, dass es vor nicht allzu langer Zeit gebaut wurde. 2011 wurde das Gebäude von der Stadt Zehdenick übergeben. Im selben Jahr konnte auch das neue Tanklöschfahrzeug TSF-W in Dienst gestellt werden. 800 Liter fasst der Tank. Das reicht nur für den Anfang. „Wenn’s brennt“, so berichtet Ortswehrführer Oberbrandmeister Guido Kutzky, „bekommen wir tolle Unterstützung von den ortsansässigen Landwirten.“ Sie rücken mit Tankwagen an, die ein Vielfaches an Wasser fassen.

Ein entscheidendes Kriterium für die Einsatzbereitschaft einer freiwilligen Feuerwehr ist die Verfügbarkeit an Werktagen. Auf einen Gruppenführer und drei Mannschaftsmitglieder kommt man tagsüber in Klein-Mutz. An den Wochenenden gibt es Bereitschaftsdienste.

Enrico Dumaschefski, Sven Baade und Guido Kutzky von der Freiwilligen Feuerwehr Klein-Mutz Quelle: Martina Burghardt

14 aktive Feuerwehrleute gibt es in Klein-Mutz und noch einmal genauso viele Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Leni ist mit ihren sieben Jahren die Jüngste und seit Jahresbeginn dabei. Der neunjährige Fynn macht seit drei Wochen bei der Feuerwehr mit. Den beiden kann der elfjährige Friedrich schon etwas beibringen. Im vergangenen Jahr haben die Nachwuchsfeuerwehrleute die Eisrettung geübt. Mit dem Wissen darüber dürften sie einigen ihrer Altersgenossen schon ein Stück voraus sein.

Spaß im Jugendlager

Friedrich gefällt an der Feuerwehr besonders das alljährliche Jugendlager. 75 Feuerwehrkinder und dazu 15 Betreuer waren 2018 für ein Wochenende im Feriendorf in Groß Väter. Das macht Spaß, dient aber vor allem der Ausbildung. Für Mai ist das nächste Jugendlager geplant. Dort sind dann neben den Nachwuchsfeuerwehrleuten aus Zehdenick auch wieder Kinder aus Gransee und Fürstenberg mit dabei.

Ortswehrführer Guido Kutzky (l.) und Ortsvorsteher Bernd Gotthardt. Quelle: Martina Burghardt

Sowohl für den Ortswehrführer Guido Kutzky als auch Jugendwart Sven Baade ist die Nachwuchsförderung mehr als eine Aufgabe zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft. „Seit das Jugendzimmer geschlossen ist, müssen wir die Kinder irgendwo auffangen“, so Guido Kutzky.

Ortsvorsteher Bernd Gotthardt sieht das genauso. Für ihn ist die freiwillige Feuerwehr ein wichtiger Baustein im dörflichen Leben. „Ich bin stolz auf unsere Wehr“, sagt er. „Dass die Kameraden täglich ihre Zeit und vor allem ihre Gesundheit bei Bränden und Unfällen zur Verfügung stellen, kann nicht hoch genug anerkannt werden“, so Bernd Gotthardt. Genau daran mangelt es aber seiner Meinung nach in der Öffentlichkeit,. „Feuerwehrmann sein ist eine Lebenseinstellung“, sagt der Ortsvorsteher. Für ihn trägt die Wehr ganz entscheidend zu einem „gesunden Dorf- und Vereinsklima“ bei. 413 Einwohner hat Klein-Mutz. „Die Feuerwehr ist immer da, und das steht und fällt mit den Leuten.“

Von Martina Burghardt

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