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Zehdenick Gesprächsrunde zum Gasbohren in Zehdenick
Lokales Oberhavel Zehdenick Gesprächsrunde zum Gasbohren in Zehdenick
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17:21 12.03.2019
Stiller Protest gegen Erdgasförderung in Zehdenick vor der Gesprächsrunde. Quelle: Uwe Halling
Zehdenick

 Zufrieden dürften alle Beteiligten mit dem Verlauf der Gesprächsrunde am Montagabend zum Thema Erdgasförderung in Zehdenick gewesen sein. Der stille Protest, zu dem sich mindestens 250 Teilnehmer auf dem Hof der Lindengrundschule eingefunden hatten, blieb friedlich. Die 30 Polizeibeamten mussten ihren Beobachterrolle nicht verlassen. Die Gesprächspartner aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Bürgerschaft waren „freundlich“ zueinander, wie von Moderator Pfarrer Andreas Domke erhofft.

Die moderierte Gesprächsrunde zur geplanten Erdgasförderung in Zehdenick. Quelle: Uwe Halling

Der Inhalt des Dialogs dürfte jedoch die wenigsten Teilnehmer wirklich zufriedengestellt haben. Das lag vor allem daran, dass nicht jedes Detail dieses komplexen Themas zur Sprache kommen konnte. Dennoch wurde an manchen Stellen mehr Klarheit geschaffen.

Zum Beispiel: Die Fachleute gehen davon aus, dass der Erdgasbedarf in Deutschland steigen wird. Bohrungen können gegebenenfalls auch im Naturschutzgebiet stattfinden. Fracking ist in der Region um Zehdenick nicht geplant. In welchem Land die niederländische Firma Jasper Resources den Gewinn versteuern würde, ist ungewiss. Die Zahl der Arbeitsplätze läge im zweistelligen Bereich.

Förderabgabe wäre an das Land zu zahlen

Für die „Nachsorge“ der Erdgasförderung müsste Jasper Resources vorab eine Sicherheitsleistung beim Bergamt hinterlegen und außerdem eine Förderabgabe an das Land zahlen. Das sind in Brandenburg zurzeit zehn Prozent. Ein Teil davon ginge nach Zehdenick.

Das geschlossene System, das bei der Erdgasförderung angewendet werden würde, verspricht hohe Sicherheit, wie Lars Nydahl Jørgensen von Jasper Resources erklärte. „Eigentlich können wir relativ sicher über lange Zeit Erdbeben ausschließen“, erklärte unter anderem Thomas Höding vom Bergamt während seines Vortrags über die geologischen Gegebenheiten in der Region.

Lars Nydahl Jørgensen von Jasper Resources beantwortete Fragen bei der Gepsrächsrunde. Quelle: Uwe Halling

Noch hat Jasper Resources keine Probebohrungen beantragt. Die Untersuchungslizenz für das 368 Quadratkilometer große Gebiet läuft 2020 aus.

Die Stadt Zehdenick hat sich bislang noch nicht positioniert. Deren Stellungnahme allein könnte weder Probebohrungen noch Förderung verhindern. Nur wenn gesetzliche Vorgaben verletzt werden, gäbe es keine Genehmigung.

Von Martina Burghardt

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