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Zehdenick Grundschul-Umzug verzögert sich
Lokales Oberhavel Zehdenick Grundschul-Umzug verzögert sich
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17:00 13.03.2019
Die Havelland-Grundschule sollte eigentlich in diesem Jahr umziehen. Doch es hakt. Quelle: Uwe Halling
Zehdenick

„Unsere schöne alte Schule hat so viel schon gesehn...“. So beginnt die Hymne der Havelland-Grundschule Zehdenick. Schön ist jedoch relativ. In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bröckelt nicht nur der Putz und der Platz ist längst knapp geworden für die 244 Schüler und Hortkinder. Etliche Räume werden doppelt genutzt. Das bedeutet täglich neue Herausforderungen.

Doch eine dringend nötige Sanierung wurde ausgesetzt. Denn schon vor zwei Jahren war der Umzug in die Marianne-Grunthal-Straße beschlossene Sache. Die Exin-Oberschule zog Mitte 2018 aus, anschließend sollten die frei gewordenen Räume für die Grundschüler hergerichtet werden. Die Lehrerkonferenz, die Mitarbeiter des Hortes und die Elternkonferenz der Havelland-Grundschule hatten zugestimmt.

Arbeiten haben noch nicht begonnen

Inzwischen hätte längst ein Umzugstermin genannt werden müssen. Aber die Elternsprecher erfuhren in ihrer Versammlung am 26. Februar, dass zwar der Hortbereich in der ehemaligen Exin-Oberschule saniert ist, die Arbeiten in der Schule aber noch nicht begonnen haben. Für die neu zu gestaltenden Außenanlagen wurde noch kein Bauantrag gestellt. Kurzum: In diesem Jahr wird das wohl nichts mehr mit dem Umzug.

„Die Enttäuschung der Eltern und Horterzieher ist groß“, sagt Arlett Bernert, die sich im Namen der Elternsprecher an die Stadtverordnetenversammlung wendet. Sie wollen wissen, ob ein Umzug nicht doch eher, also zum Schuljahresbeginn 2019/20 möglich ist. „Die Klassenräume in der alten Havellandgrundschule weisen derzeit größere sichtbare Mängel auf als die der neuen Schule“, so Arlett Bernert nach einem Vor-Ort-Termin vorige Woche am neuen Standort.

Allerdings wäre der Schulhof nur eingeschränkt nutzbar. „Hier müsste man recht zeitnah in der Stadtverwaltung reagieren und tätig werden.“ Immerhin wäre die sofort nutzbare Fläche nur unwesentlich kleiner als der derzeitige Schulhof. Der Bau der Außenanlagen, so schlagen die Elternvertreter vor, müsste dann wahrscheinlich in den Sommerferien stattfinden.

Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche fehlt

„Unsere Kinder brauchen eine Schule, welche die Voraussetzungen für ein angenehmes Lernen, ein vernünftiges Miteinander und eine Akzeptanz in der Gesellschaft schafft“, heißt es in einem Schreiben der Elternvertreter. Insgesamt sind sie der Meinung, dass das Thema Kinder- und Jugendförderung in Zehdenick nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit behandelt wird. Als Argumente werden der lange angekündigte Kita-Ausbau, die Förderung und der Neubau des Jugendclubs, das „eher spärliche Angebot an Freizeit-, Bildungs- und Sportaktivitäten“ und eben auch den Umzug der Grundschule genannt.

Aussagen bleiben vage

Bei der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag wird das Thema Havelland-Grundschule sicherlich zur Sprache kommen. Mehrere Gründe habe der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wendland den Elternsprechern dafür genannt, dass sich der Umzug verzögert. So gebe es noch keinen beschlossenen Haushalt. Ein Bauantrag für die neu zu gestaltende Außenanlage sei noch nicht gestellt. Realistischer sei eine Eröffnung der Havelland-Grundschule am neuen Standort zum Schuljahr 2010/21. Eine Zusicherung gibt es dafür nicht.

Auf die Fragen, warum so lange damit gewartet wurde, die Sanierungsarbeiten in der Schule auszuschreiben, wo doch der Hortbereich bereits komplett fertig ist, und ob nicht doch ein früherer Umzug möglich ist, hat auch die MAZ keine Antwort bekommen. Die Elternsprecher hoffen, dass sie in der Stadtverordnetenversammlung mehr erfahren.

Von Martina Burghardt

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