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Zehdenick Frühlingsfest: Kalte Füße, heiße Musik
Lokales Oberhavel Zehdenick Frühlingsfest: Kalte Füße, heiße Musik
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00:21 17.04.2019
Frühlingsfest in Zehdenick. Dominiert hat die warme Kleidung – auf der Bühne (im Bild Right Now) und davor. Quelle: FOTOS: Uwe Halling
Zehdenick

Die Zehdenicker sind hart im Nehmen: Auch wenn man Mitte April durchaus mit höheren Temperaturen rechnen darf, beim Frühlingsfest am Wochenende wehte den Gästen ein kalter Wind um die Nase. Dicke Jacke statt Bluse, Mütze statt oben ohne ... Die Zehdenicker packten sich also warm ein und ließen sich die Stimmung nicht vermiesen. Die Alternative: das beheizte Festzelt. Vor allem bei den abendlichen „Acts“ am Freitag und Sonnabend zog es die Besucher an. Am Freitag ließen sie sich von der Abba-Coverband bei deren Revival-Show unterhalten, am Sonnabendabend war es die Partyband Right Now, die den Nerv der Besucher traf. Schals, Handschuhe und festes Schuhwerk, dazu der sichtbare Atem beim Unterhalten oder Tanzen waren die äußeren Zeichen des etwas anderen Frühlingsfestes.

Zehdenicker Frühlingsfest trotz der niedrigen Temperaturen ein Volltreffer.

Einige der Bandmitlieder von Right Now setzen sich vorsorglich eine Mütze auf, um den niedrigen Temperaturen zu trotzen. Die sanken in der Nacht zum Sonnabend peu à peu gen Gefrierpunkt. „Allein schon die Haptik ist von den Temperaturen beeinflusst“, sagte Keyboarder Tobi und blickte in einer der Pausen auf seine kalten Finger. „Man hat kalte Füße, die Stimmbänder sind auch anders gefordert als bei normalen Bedingungen. Überall da, wo Muskeln sind, nehmen die niedrigen Temperaturen Einfluss. Kälte ist ein Faktor.“ Das Publikum registrierte das kaum, es tanzte und feierte bei Titeln wie „Summer of ’69“ von Bryan Adams, „99 Luftballons“ von Nena, „Denkmal“ von Wir sind Helden, „Hulapalu“ von Andreas Gabalier oder „Time of my life“ von Bill Medley/Jennifer Warnes (Dirty Dancing). Das Wetter in Zehdenick war für die Musiker grenzwertig. Tobi: „Wenn es ganz schlimm ist, muss man reden. Aber das war in Zehdenick nicht nötig. Sonst wären wir nicht hier.“ Sie selbst hatten sichtlich ihren Spaß.

Auch der Absatz der Getränke litt offenbar nicht. „Ich dachte eigentlich, dass Bier vielleicht nicht so läuft wie sonst, weil es kalt ist. Aber das war nicht der Fall“, so Sebastian Gerth, der in einem der Bierwagen stand. Sicher sei es im Sommer eine andere Situation, aber für Verhältnisse wie jetzt am Wochenende habe man gut zu tun gehabt.

Die Senioren hatten am Freitagnachmittag ihre Zeit, allerdings wagten sich nur etwa 20 Frauen und Männer vor die Tür und gingen zum Kaffeetrinken zum Festplatz. Anders die Kinder: Sie nahmen mit ihren Eltern das Angebot der Schausteller wahr und setzten sich ins Karussell, aßen Waffeln oder Eis.

Mehr Fotos in der Bildergalerie unter www.maz-online.de

Von Stefan Blumberg

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