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Zehdenick Gillian Skambraks liebt Musik
Lokales Oberhavel Zehdenick Gillian Skambraks liebt Musik
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00:21 02.07.2018
Gillian Skambraks Quelle: Martina Burghardt
Zehdenick

Ruhig und konzentriert geht sie zur Bühne, rückt den Klavierhocker zurecht, lässt sich Zeit, ehe ihre Finger die Tasten des Flügels berühren und sie für ihr Publikum in der Klosterscheune spielt. Sie sieht kaum auf die Noten und legt viel Gefühl in das kleine Stück. Gillian Skambraks wirkt ganz und gar nicht nervös, obwohl sie bei diesem Konzert der Kreismusikschüler als erste dran ist. „Aufgeregt bin ich eigentlich immer vor einem Auftritt“, verrät sie im Nachhinein. Aber das gehört einfach dazu, denn Musik ist ihr Leben, und auf einer Bühne fühlt sie sich wohl.

Angefangen hat es im Kindergarten

Die 17-Jährige stammt aus Zehdenick und hat, seit sie denken kann, mit Musik zu tun. Erst im Kindergarten, dann in der Schule. Geige zu lernen hätte ihr gefallen, aber da gab es keine Kapazitäten an der Musikschule. Gillian wählte Gitarre und Gesang. Seit ein paar Monaten übt sie zusätzlich Klavier und büffelt Musiktheorie. Wer ihr Lieblingsunterrichtsfach erraten will, hat es leicht.

Mit der Band kam die Begeisterung

Dabei gab es eine Zeit, wo der Schülerin die Lust fehlte. „Ich war kurz davor aufzugeben“, erzählt sie. Gut singen und Gitarre spielen – es reicht, wenn Mama und Papa stolz sind, dachte sie. Und dann fragte ihr Gitarrenlehrer Andreas Holz, ob sie in der Band, in der er selbst spielt, mitsingen möchte. „Im Winter 2014 hatten wir den ersten gemeinsamen Auftritt“, erinnert sich Gillian. „Da hat alles so richtig angefangen. Ich verdanke ihm und den anderen Band-Mitgliedern sehr viel.“

Gillian Skambraks, seit kurzem auch am Klavier. Quelle: Martina Burghardt

Das Singen und Musizieren ist für Gillian Skambraks längst mehr als eine ausfüllende Freizeitbeschäftigung. An vier Nachmittagen in der Woche hat sie Unterricht oder Probe. Für sie ist längst klar, dass sie immer „irgendwas mit Musik“ zu tun haben wird. „Mein Traum ist, auf der Bühne zu stehen“, sagt sie und ist fest motiviert, nichts unversucht zu lassen, damit dieser Traum in Erfüllung geht.

Gelegenheiten zum Lernen

Zweimal schon war Gillian bei den Landesmusikschultagen dabei, trat mit der Band bei der Grünen Woche auf, nimmt gerade zum zweiten Mal an einem Workshop der Musikschule in Polen teil – diesmal Theater und Musik – und hat sich schon für den Musical-Workshop beim Gegenbesuch der polnischen Jugendlichen in Oberhavel angemeldet. „Die ganze Zeit schauspielern und musizieren“, schwärmt sie. Das ist ihre Welt.

Auf ein spezielles Genre würde sich Gillian momentan nicht festlegen. „Ich mag alle Richtungen, Hauptsache, es berührt mich“, erklärt sie. „Ich bin ein Mensch, der viel ausprobieren möchte.“ Einen Lieblingstitel hat sie aber doch: „Hallelujah“ von den Beatles war der erste Song, den sie mit der Band gesungen hat.

Plan B geht erst einmal vor

Nun steht die Gruppe vor der Auflösung, Auftritte gibt es erst einmal noch. Und es stehen weitere Entscheidungen an. Gillian Skambraks wird 2019 am Strittmatter-Gymnasium in Gransee ihr Abitur machen und sich um Plan B kümmern. Plan A wäre die Bühnenkarriere. Plan B ist die Sicherheitsvariante: eine Ausbildung, eventuell in der Verwaltung. Erst einmal etwas Solides lernen, nebenbei singen und musizieren – auf die Idee ist die Schülerin selbst gekommen. Denn sie weiß, dass sie irgendwann ihren Lebensunterhalt selbst verdienen muss und dass die musische Ausbildung einiges kostet. „Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich unterstützen“, sagt sie.

Glücklich – Gillian Skambraks nach dem Auftritt. Quelle: Martina Burghardt

Trotzdem wird sie die Leidenschaft für die Musik weiterhin begleiten. „Meist schließe ich die Augen beim Singen und blende alles um mich herum aus“, erzählt Gillian. „Das ist dann richtig befreiend, wenn ich singe, weil ich alle meine Emotionen in einen Song reinpacken kann. Manchmal muss ich am Ende sogar noch einmal tief durchatmen, weil das Gefühl so krass ist.“

Die Aufregung ist nicht mehr so groß

An die große Angst, die sie anfangs bei Auftritten manchmal lähmte und dem Spaß am Singen im Weg stand, kann sie sich noch gut erinnern. Das passiert inzwischen allerdings selten. „Bei besonderen Auftritten“, so Gillian, „wenn besondere Leute anwesend sind oder wenn die Lieder eine Herausforderung für mich sind, dann ist mir manchmal noch sehr komisch, aber ich lerne, damit umzugehen.“ Inzwischen mag sie die Aufregung sogar, denn danach, wenn alles gut lief, ist sie „einfach so aufgelöst“, dass sie entweder strahlt oder ihr die Tränen kommen.

Eins hat Gillian dabei über sich gelernt: Vor Leuten redet sie nicht gern. Aber wenn sie auf der Bühne steht, ist sie eine andere Person. „Ich stelle jemanden dar, und das fühlt sich gut an.“

Von Martina Burghardt

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