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Zehdenick Fontane-Briefe liefern Lesestoff
Lokales Oberhavel Zehdenick Fontane-Briefe liefern Lesestoff
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17:49 28.02.2019
Rainald Grebe liest im Mühlenhaupt-Museum gemeinsam mit Tilla Kratochwil aus Briefen des Künstlerpaares Fontane. Quelle: Gesa Simons
Bergsdorf

Ganz Brandenburg feiert in diesem Jahr Fontane. Dabei macht das Kurt-Mühlenhaupt-Museum Bergsdorf keine Ausnahme. Auch wenn dort schon wegen des bevorstehenden Umzugs nach Berlin die ersten Kartons gepackt werden, finden die geplanten Veranstaltungen statt.

Zur ersten Lesung in diesem Jahr werden am Sonntag, dem 3. März, Rainald Grebe und Tilla Kratochwil erwartet. Sie lesen aus den Ehebriefen von Theodor und Emilie Fontane.

Bild von einer starken Frau

Die Zeilen, die das Künstlerpaar wechselte, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.

Rainald Grebe und die Schauspielerin Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt. Die Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Lange Phasen der Trennung, bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen aber auch durch die schwierige wirtschaftliche Lage der Familie werden durch die Korrespondenz überbrückt.

Einblick in die Geschichte

Wie das Gespräch in Zeiten der Nähe, so gehört der ununterbrochene, zuweilen überbordende briefliche Austausch zum Wesen dieser Künstlerehe. Das ergibt nicht nur Lesestoff, sondern eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

In der Lesung geht es um Liebe, Einkommen und Kinder in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ehe man sich versieht, versinkt man regelrecht in dem Briefwechsel, wird mitgenommen in die Zeit Fontanes. Dass bei dieser Lesung aber nicht nur vorgelesen, sondern auch tatsächlich vorgelebt wird, ist zu erwarten. Immerhin haben sich Rainald Grebe und Tilla Kratochwil schon länger mit Fontane beschäftigt und im vergangenen Jahr an der Berliner Schaubühne Fontanes Frauenbild und seine Ehe genauer unter die Lupe genommen.

Es werden also zwei Experten lesen. Aber ein Fan Fontanes scheint zumindest Grebe trotzdem nicht zu sein. Der Theatermacher, Liedermacher, Kabarettist und Autor hat ein Lied über Brandenburg geschrieben, insofern ließe sich eine Seelenverwandtschaft mit dem Autor der „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ konstruieren.

Tausende Seiten gelesen

Rainald Grebe räumt jedoch offen ein, bis zur Vorbereitung des Programms habe er bis auf das „Birnengedicht“, also „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, keine Fontane-Texte gekannt. Inzwischen habe er aber tausende Seiten gelesen und sich nicht nur durch die Romane gearbeitet, sondern auch Fontanes Kriegsberichterstattung gelesen, seine Theaterkritiken, Briefwechsel. „Das war durchaus schwer und ermüdend. Das ist mir nicht so leicht gefallen. Das waren 1500 Seiten Ehebriefe, da muss man erst mal durch.“

Einem Freund würde er kein Werk empfehlen, aber es gebe immer mal wieder Auszüge, Kapitel oder Szenen, die ihm gefallen hätten, so der 46-Jährige.

Rainald Grebe wurde unter anderem mit dem Prix Pantheon 2003, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2006 und 2011 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 ausgezeichnet.

Seine Begleiterin Tilla Kratochwil ist Schauspielerin unter anderem am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Schauspiel Frankfurt.

Die Lesung im Kurt-Mühlenhaupt-Museum wird in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Literaturbüro präsentiert.

Das Museum ist am Sonntag, dem 3. März ab 13 Uhr geöffnet, die Lesung beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt zehn Euro. Unter karten@muehlenhaupt.de oder telefonisch unter 033088/5 05 50 können Karten bestellt sowie am Tag der Lesung direkt im Museum gekauft werden.

Von MAZonline

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