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Zehdenick Schüler werden zu Graffiti-Künstlern
Lokales Oberhavel Zehdenick Schüler werden zu Graffiti-Künstlern
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18:20 13.06.2018
Das Grafifti-Projekt der Stadt Zehdenick und der EXIN-Oberschule kam bei den Schülern gut an. Quelle: Christina Koormann
Zehdenick

In der großen Halle auf dem Festplatz riecht es nach Farbe, an den Wänden leuchten bunte Seesterne, Meeresgetier, große Wellen und Palmen neben grellen Schriftzügen und Detailarbeiten: Schüler der EXIN-Oberschule Zehdenick haben dort am Mittwoch in einem Graffiti-Workshop in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem DRK Jugendclub Oranienburg die grauen Flächen verschönert.

Experimentieren mit Farbe aus der Dose

„Ich wollte wissen, wie Graffitisprühen ist, und dachte, so schwer kann das ja nicht sein“, sagte die 15-jährige Vanessa Müller, der die bunte Straßenkunst besonders in Berlin auffällt. Aber so leicht ist es gar nicht, mit der Spraydose die vorgezeichneten Linien zu treffen – und auf den Fingern entwickelt sich viel Druck.

Lena Bretschneider aus der achten Klasse sprayte ihren Kater Tommy in großer Dimension auf die Wand. „Ich mag Kunst und liebe meinen Kater über alles“, erzählte die 14-Jährige. „Man macht beim Sprühen Fehler, aber die kann man mit den Farben nachkorrigieren.“

Die 14-jährige Lena hat einen comic-haften Katzenkopf auf die Wand gebracht. Quelle: Christina Koormann

Jeannette Gärtner, die gleich daneben einen knallroten „Zombiewurm“ auf der Wand verewigte, weiß, wie man es verhindern kann, dass die Farbe verläuft: „Für kleine Striche gehe ich ganz nah dran, die müssen aus der Nähe und vor allem schnell aufgesprüht werden“, sagte die Neuntklässlerin. Dass sie bei dem Workshop dabei war, gefiel ihr: „Auf so einer Fläche hat man ganz andere Möglichkeiten als mit Papier und Stiften.“

Ein roter „Zombiewurm“ kriecht dank Jeannette ((16) jetzt als poppige Figur über die Fläche. Quelle: Christina Koormann

Insgesamt elf Schüler zwischen Klasse 7 und Klasse 9, die in der Schule künstlerisches Talent bewiesen hatten, konnten sich auf dem Gelände kreativ ausprobieren und mit Hilfe des DRK Jugendclub-Teams aus Oranienburg für einen Tag zu Graffiti-Künstlern werden. „Manche Schüler machen das zum ersten Mal, andere haben schon ein bisschen Erfahrung“, sagte Kevin Kentrat, 26 Jahre alt, vom DRK. „Sie kommen aber ziemlich schnell mit der Technik zurecht, und Interesse für Graffiti ist bei allen Kids vorhanden.“

Workshop war schon lange geplant

Die Stadt Zehdenick setzte mit dem Workshop ein lange geplantes Projekt um.„Die Idee für den Workshop bestand seit einiger Zeit“, sagte Dirk Wendland, stellvertretender Bürgermeister, der mit Uta Kupsch vom Stadtmarketing vor Ort war. „Es ist schwierig, für dieses Vorhaben eine geeignete Fläche zu finden – jetzt haben wir hier in der Halle die Möglichkeit dazu, und die Schüler können sich ungehemmt künstlerisch ausprobieren“, sagte Dirk Wendland.

“Zehdenick“ – Bunte Buchstaben für ein buntes Projekt. Quelle: Christina Koormann

Dass die Jugendlichen Spaß an der Arbeit hatten, war nicht zu übersehen. „Bei so einem Projekt kann man die Schüler in einer ganz anderen Welt erleben“, sagte Lehrerin Rebecca Meyer. „Ihnen liegt das Praktische und sie sind richtig konzentriert bei der Arbeit.“

Die „Graffiti-Premiere“ auf dem Festplatzgelände könnte darüber hinaus Startpunkt sein, um über weitere Schulprojekte mit der Spraykunst nachzudenken – vielleicht ja auch eines Tages sichtbar in der Stadt.

Von Christina Koormann

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