Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Zehdenick Offen, tolerant, gewaltfrei
Lokales Oberhavel Zehdenick Offen, tolerant, gewaltfrei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:32 11.03.2019
Die Protagonisten der Aufführung – Homa Faghiri und Ludwig Drenk von der Berliner Gruppe des Eukitea-Theaters. Quelle: Bert Wittke
Zehdenick

Zwei Außerirdische haben am Montagvormittag die Erde besucht. Zwei Friedensforscher. Gelandet sind sie mitten in der Turnhalle der Exin-Oberschule. Vor den Augen von rund 70 Siebtklässlern, die sich dort versammelt hatten. Mal sehen, welche Fortschritte die Erdlinge auf dem Weg zum Frieden in der Welt gemacht haben, seit die Besucher aus dem Universum vor tausenden von Jahren das letzte Mal da waren.

Die Siebtklässler der Exin-Oberschule waren die meiste Zeit über ein sehr aufmerksames Publikum. Quelle: Bert Wittke

In der Zehdenicker Exin-Schule wurde am Montag Theater gespielt. Homa Faghiri und Ludwig Drenk vom Berliner Team des in Augsburg ansässigen Eukitea-Theaters waren gekommen. Im Gepäck das Stück „Five little Pieces for Peace“ – fünf kleine Stücke Frieden für ein großes. Die Mädchen und Jungen der drei siebten Klassen verfolgten gespannt, wie die Außerirdischen Viola entdecken.

Die Idee vom Friedenskreis

Wenn das Mädchen Geborgenheit sucht, zieht es einen Kreidekreis um sich – einen Friedenskreis. Diese Idee teilt sie schon bald mit Phillip, der so seine Schwierigkeiten hat – Probleme mit der Schule, Probleme mit der Mutter. In einem Friedenskreis mit Viola wird Phillip ausgeglichener, selbstbewusster. Die beiden erweitern ihren Friedenskreis auf die ganze Klasse und beziehen auch noch die Natur als vierten Friedenskreis mit ein, bis schließlich als letztes der ganze Alltag, das ganze Leben einen riesigen fünften Kreis bilden – den Weltfriedenskreis.

In den neu gebildeten siebten Klassen müssen sich die Schüler erst zusammenfinden. Da sind Toleranz und Kompromissbereitschaft unerlässlich. Quelle: Bert Wittke

„Das Stück passt gut zur Situation in unseren siebten Klassen“, findet Carola Busch. Die Schulsozialarbeiterin war es, die das Stück an die Exin-Schule geholt hat. Die DKB-Stiftung, die schon lange mit dem Eukitea-Theater zusammenarbeitet, hatte den Schulen der Region angeboten, sich um eine kostenlose Aufführung zu bewerben. Carola Busch hat dies getan und die Exin-Oberschule ist einer der Gewinner. „Unsere siebten Klassen“, so die Schulsozialarbeiterin, „sind ja praktisch gerade erst neu zusammengestellt worden.“ Da gehe es auch darum, aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig zu tolerieren, die Meinung des anderen wahrzunehmen, Kompromisse zu machen, Gewalt in Form von Taten und Worten zu vermeiden und eben Frieden in der Klasse zu halten.

Eigentlich ist alles so einfach

Am Ende sollte allen klar geworden sein: Was aus dem Frieden wird, liegt immer an den Menschen. Sie sind diejenige, die sich immer wieder neu entscheiden müssen: Selbstmitleid oder Mitgefühl?, Hass oder Liebe?, Angst oder Mut?, Krieg oder Frieden? Eigentlich ist doch alles so einfach: Wenn ich in Frieden mit dir lebe, lebst du in Frieden mit mir. Wenn sich irgendwann alle Menschen daran orientieren, muss der große Friedenskreis keine Utopie bleiben. Und die außerirdischen Friedensforscher können sich weitere Inspektionen auf der Erde sparen.

Von Bert Wittke

Die Polizei stoppte am Sonntagnachmittag einen VW Passat. Der Fahrer stimmte einem Schnelltest zu, der positiv anschlug. Die Weiterfahrt wurde untersagt, die Beamten schrieben eine Anzeige.

11.03.2019

Mit einer roten, ölhaltigen Flüssigkeit haben Unbekannte das Wohnhaus von Hans Peter Wolf in Wesendorf beschmiert. Er hatte sich öffentlich für eine sachliche Debatte zum Thema Erdgasförderung ausgesprochen.

11.03.2019

50 Teilnehmer diskutieren am Montag in Zehdenick über die geplante Erdgasförderung. Die Stadtverordneten hatten den Dialog gewünscht. Das Thema soll von allen Seiten beleuchtet werden.

06.03.2019