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Zehlendorfer machen ernst

Sport- und Begegnungsstätte soll umgesetzt werden Zehlendorfer machen ernst

Rund 300 Frauen, Männer und Kinder sind jede Woche auf dem Platz von Post Zehlendorf aktiv. Sie kommen nicht nur aus dem Ortsteil, viele auch aus Schmachtenhagen und Wensickendorf. Damit sie künftig mehr Platz haben, hat ein Architekt einen Entwurf für ein neues Begegnungszentrum vorgelegt. Finanziert werden soll der mit EU-Geldern.

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Architekt Manfred Prasser schlägt einen Sportplatz, einen Übungs- und einen Beachvolleyballplatz vor.

Quelle: Privat

Zehlendorf. Doch längst reichen die Räume nicht mehr für die Gymnastikfrauen, die Tischtennisfreaks, die Fußballer, die Nachwuchskicker. Die Sportler müssen in Sporthallen nach Oranienburg ausweichen oder können am Punktspielbetrieb nicht teilnehmen, beklagt der Vereinschef. Hinzu kommt der völlig desolate Zustand des Sportlerheims, einer maroden Baracke. Die Energiekosten sind exorbitant. Ein Problem, das die Zehlendorfer nicht erst seit heute drückt.

Die Sportler haben inzwischen viele Verbündete gefunden: "Dorfkümmerin" Annedore Balfanz, den Architekten Manfred Prasser, aber auch andere Bürger, die einen Neubau fordern und unterstützten. Der soll allerdings viel mehr sein als eine moderne Sportanlage. "Hier sollte mit einer Sport- und Begegnungsstätte ein Mittelpunkt für den Ort, ein Treffpunkt für die Bürger mit Café und Nahversorgung entstehen", so Professor Volker Hahn. Der Betriebswirt vom Institut für Nahversorgungsservice aus Seßlach berät rund 60Kommunen bundesweit bei derartigen Projekten.

Architekt Manfred Prasser aus Zehlendorf hat jetzt seinen Entwurf für das Begegnungszentrum vorgelegt. Neben den Sportarealen gehört ein langgestreckter Funktionsbau für die Tischtennisspieler, die Gymnastikfrauen, für Schiris und Kulturveranstaltungen dazu. In der Etage darüber sollen die Kegel auf der Bahn fallen. Und im vorderen "Kopf" des Gebäudes ein Café und ein Einkaufsmarkt etabliert werden. Alles ganz kompakt. Das genutzte Areal soll um einen auf 1,7 Hektar reduziert werden.

Die Kosten für die Bauvision schätzt Hahn auf eine knappe Million Euro. Als Bauherr müsse die Stadt fungieren, Vereine und Nutzer später Gebühren zahlen. Natürlich könne Oranienburg solch ein Projekt nicht allein stemmen. Hahns Vorschlag: ein Förderantrag an die EU. Dieser sei derzeit in Arbeit. Mit der Verwaltung gebe es Konsens, diesen Weg zu beschreiten. Hahn geht davon aus, "dass unser Antrag die politischen Gremien noch 2013 passiert". Auf eine finanzielle Aussage aus Brüssel rechnet er 2014. Dass die aktuelle Förderperiode gerade ausläuft, macht ihn nicht bange, er setzt auf die nächste.

Für die rund 15 Engagierten, die das Projekt konkret gemacht haben, heißt es nicht mehr ja oder nein, sondern nur noch: Wann?

Von Heike Bergt

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